Samsung: Versicherungsrabatt per Smart-Home-App
Kurz gesagt: Samsung bringt noch in diesem Jahr den Dienst Smart Home Savings nach Deutschland. Besitzer vernetzter Samsung-Hausgeräte teilen per SmartThings-App Schutzfunktionen mit der Bayerischen, die dafür Beitragsvorteile bieten kann. Wie hoch sie ausfallen, nennt Samsung nicht.
Symbolbild: KI-generiert
Samsung weitet seinen Dienst „Smart Home Savings“ auf Europa aus. Nach Pilotprojekten in einzelnen US-Bundesstaaten und in Polen sind laut Samsung Newsroom Deutschland nun Deutschland und Spanien an der Reihe, beide „noch in diesem Jahr“. Ein genaues Startdatum nennt der Konzern nicht.
So funktioniert es
Wer den Dienst in der SmartThings-App aktiviert, gibt Schutzfunktionen seiner vernetzten Geräte an teilnehmende Versicherer weiter. Erkennt ein Gerät Risiken früh, etwa kleine Wasserschäden, kann der Haushalt als besonders sicher gelten und Beitragsvorteile erhalten. In Deutschland ist die Bayerische der Partner; sie ergänzt ihre modulare Versicherung PrimeHome um ein Präventionsbudget. In Spanien macht DKV Seguros mit. In den USA startete der Dienst im Januar mit dem Versicherer HSB (Munich Re).
Mitmachen können ausgewählte WLAN-fähige Samsung-Geräte ab Baujahr 2020: Kühlschränke, Waschmaschinen, Trockner, Geschirrspüler, Kochfelder, Backöfen, Klimageräte für den Privatgebrauch und Dunstabzugshauben. Sie müssen bei SmartThings registriert und online sein. Die App läuft ab Android 9 (mindestens 3 GB RAM) oder iOS 15.
Was das für Deutschland heißt
- Preis: Noch kein Euro-Preis genannt, auch die Höhe der Rabatte steht nicht fest. Samsungs US-Seite betont, dass Ersparnisse nicht garantiert sind und je nach Tarif und Versicherer schwanken.
- Marktstart: Deutschland noch 2026, ein Datum fehlt. Spanien folgt im selben Zeitraum.
- Sprache: Die Pressemitteilung erschien auf Deutsch, die SmartThings-App ist hierzulande ohnehin deutsch. Ob der Vertragsweg bei der Bayerischen komplett digital läuft, ist offen.
- Kompatibilität (Matter, HomeKit, Alexa, Google Home): Dazu macht Samsung keine Angaben. Der Dienst setzt SmartThings voraus, nicht einen offenen Standard.
Unsere Einordnung
Der Ansatz ist nachvollziehbar: Versicherer wollen Schäden verhindern, nicht nur bezahlen. Für Kunden heißt das aber, Gerätedaten zu teilen. Wer das tut, sollte vorab klären, welche Daten fließen und was passiert, wenn man später kündigt. Und ein Rabatt lohnt sich nur, wenn der Tarif auch ohne ihn konkurrenzfähig ist.
Wer schon heute vor Wasserschäden schützen will, kann unabhängig von einer Marke Funk-Wassermelder kaufen, etwa von Aqara, Eve oder Homematic IP, und sie in Home Assistant, Alexa oder Google Home einbinden. Einen Versicherungsrabatt gibt es dafür allerdings nicht automatisch. Eigene Recherche: Unabhängige Zahlen zu tatsächlichen Beitragsnachlässen in Deutschland haben wir bislang nicht gefunden, die Aussagen stützen sich auf Samsung und die US-Mitteilung von HSB.