Samsung: Rekordgewinn dank Speicherchips, Handys im Minus
Kurz gesagt: Samsung meldet für das dritte Quartal 2026 einen Rekord: 195,3 Billionen Won Umsatz und 107,4 Billionen Won Betriebsgewinn. Getragen wird das von teuren Speicherchips für KI-Rechenzentren. Dieselben hohen Speicherpreise belasten die Handy-Sparte, die laut Analysten erneut im Minus liegt.
Symbolbild: KI-generiert
Samsung Electronics hat seine Zahlen für das dritte Quartal 2026 vorgelegt – und erstmals überschreitet ein Tech-Konzern die Marke von 100 Billionen südkoreanischen Won Betriebsgewinn in einem Quartal. Laut Samsung Newsroom stieg der Umsatz auf 195,3 Billionen Won (plus 14 Prozent zum Vorquartal), der Betriebsgewinn erreichte 107,4 Billionen Won. Den Gewinn hatte Samsung bereits Anfang Oktober vorab gemeldet; die Vorabzahl wurde bestätigt.
Woher der Rekord kommt
Der Gewinn kommt fast vollständig aus der Chipsparte. Nach Berichten von TrendForce treibt vor allem HBM4 – Hochleistungsspeicher für KI-Beschleuniger wie Nvidias Vera Rubin – die Zahlen. Die HBM-Liefermengen sollen um knapp 50 Prozent zum Vorquartal gestiegen sein. Dazu kommen kräftig steigende Preise für gewöhnlichen Arbeitsspeicher (DRAM), wie er in Smartphones und PCs steckt. Samsung und Micron rechnen laut Reuters damit, dass der Speicher bis etwa 2028 knapp bleibt.
Die Kehrseite: Handy-Sparte unter Druck
Koreanische Medien wie Dailian berichten, dass die Mobilsparte (MX) nach dem ersten Quartalsverlust ihrer Geschichte im zweiten Quartal auch im dritten voraussichtlich im Minus liegt. Analysten schätzen den Verlust auf rund 0,9 bis 1,9 Billionen Won. Der Grund: Die Bauteilkosten stiegen schneller, als Samsung sie an Kunden weitergeben konnte. Eine bestätigte Spartenzahl aus der Samsung-Mitteilung konnten wir beim Redaktionsschluss nicht einsehen – die Verlustangaben stammen von Analysten, nicht von Samsung.
Was das für dich heißt
Konkrete Preiserhöhungen für Galaxy-Geräte in Deutschland sind nach unserer Recherche bisher nicht belegt. Belegt ist nur: Speicher wird teurer, und Hersteller stehen unter Margendruck. Das spricht dafür, dass Smartphones, PCs und andere Geräte mit viel Speicher in den nächsten Monaten tendenziell nicht günstiger werden. Wer ohnehin ein neues Handy, einen Laptop oder eine SSD braucht, sollte Angebote beobachten, statt auf deutlich sinkende Preise zu hoffen. Zu etwaigen Auswirkungen auf SmartThings, Fernseher oder Haushaltsgeräte nennt die Quellenlage derzeit nichts. Handlungsbedarf, etwa ein Update, besteht nicht.
Hinweis: Die Samsung-Originalseite ließ sich beim Verfassen nicht vollständig abrufen; Eckzahlen stammen aus Samsungs Meldung (Vorschau) und der Berichterstattung der genannten Quellen.