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RWE-Solarpark an der A44n knackt die 100-MWp-Marke

Kurz gesagt: RWE hat bei Jüchen die zweite Ausbaustufe des Solarprojekts A44n mit rund 20 MWp in weniger als sechs Monaten Bauzeit ans Netz gebracht. Damit liegen entlang der Autobahn mehr als 100 MWp. Ein 75-MW-Batteriespeicher soll im Frühjahr 2027 folgen.

RWE-Solarpark an der A44n knackt die 100-MWp-Marke

Symbolbild: KI-generiert

Auf rekultiviertem Gelände des Tagebaus Garzweiler bei Jüchen steht jetzt einer der größeren Solarparks Nordrhein-Westfalens: Die RWE AG hat die zweite Ausbaustufe des Projekts A44n vollständig in Betrieb genommen. Sie ergänzt die Anlage um rund 20 Megawatt peak (MWp). Die gesamte Photovoltaikleistung entlang der Autobahn liegt damit bei mehr als 100 MWp, verteilt auf insgesamt 171.600 Module.

Was neu ans Netz geht

Die Bauzeit der Erweiterung betrug laut RWE weniger als sechs Monate. Im Juni hatte der Konzern noch gemeldet, die Module seien montiert und die Inbetriebnahme sei für das vierte Quartal geplant – der Zeitplan hat also gehalten. Den Zuschlag für die Erweiterung hatte RWE im August 2025 in der Ausschreibung der Bundesnetzagentur erhalten. Nach RWE-Angaben kann der Park rechnerisch rund 34.000 Haushalte mit Strom versorgen. Einen konkreten Jahresertrag nennt das Unternehmen nicht.

Der Speicher ist der eigentliche Hebel

Spannender als die 20 MWp ist, was daneben entsteht: Ein Batteriespeicher mit 75 Megawatt Leistung und etwa 150 Megawattstunden Kapazität, also rund zwei Stunden Volllast. Er soll im Frühjahr 2027 starten, Regelenergie bereitstellen und das Netz stabilisieren. Er nutzt den Netzanschluss der benachbarten Solaranlage mit – ein Weg, Anschlusskapazität besser auszulasten. In der Nähe baut RWE zudem den Windpark Bedburg 3 mit rund 60 MW. Insgesamt kommt der Konzern im Rheinischen Revier auf etwa 600 MW Wind und Solar.

Was das für Verbraucher bedeutet

Für Haushalte mit eigener Anlage ändert sich nichts direkt. Mittelbar zählt es aber: Mehr Speicher im Netz dämpft die Preisspitzen zur Mittagszeit und verschiebt Solarstrom in den Abend. Genau dort liegen auch die Chancen dynamischer Stromtarife. Wer selbst einen Heimspeicher plant, sieht hier im Großen, was im Keller im Kleinen passiert: Sonnenstrom nicht verschenken, sondern zeitlich verschieben.

Quelle: Solarserver, ergänzt um die RWE-Pressemeldung vom 19. Juni 2026 zu Baustand und Speicher.

Quelle & Einordnung: Anlass dieser Meldung: Solarserver. Text, Bewertung und Bild sind unsere eigene, unabhängige Einordnung – wir geben keine fremden Inhalte im Wortlaut wieder.
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