Roborock Q7 M5 im Test: Reicht 140 Euro für den Alltag?
Kurz gesagt: Der Roborock Q7 M5 saugt mit 10.000 Pa Hartböden beeindruckend sauber und arbeitet effizient, patzt aber bei Navigation, Hinderniserkennung und Wischleistung. Für Haushalte ohne Haustiere und mit einfachem Grundriss ist er zum aktuellen Preis um 140 bis 150 Euro ein solider Einstieg – wer mehr Komfort will, muss draufzahlen.
Symbolbild: KI-generiert
Ein Saugroboter für rund 140 Euro klingt nach einem Kompromiss – und genau das ist der Roborock Q7* M5 im Alltag auch. Ein aktueller Test von SmarthomeAssistent zeigt, wie weit günstige Technik heute trägt und wo sie an ihre Grenzen stößt.
Beim Saugen auf Hartboden überzeugt der kompakte Roboter: Mit 10.000 Pa Saugleistung nahm er im Test 96,99 von 100 Gramm Testschmutz auf – ein Ergebnis, das auch teurere Geräte selten toppen. Eine Fläche von 25 Quadratmetern schaffte der Q7 M5 in 42 Minuten und verbrauchte dabei nur 24 Prozent seines 3.600-mAh-Akkus, der laut Datenblatt bis zu 150 Minuten am Stück durchhält. Auch höhere Teppiche überfährt er zuverlässig, allerdings kommt er nur 2 Zentimeter hoch – für ausgeprägte Türschwellen reicht das nicht.
Die Schwachstellen liegen woanders: Ohne echte Hinderniserkennung verlässt sich der Q7 M5 nur auf einen einfachen Stoßdämpfer-Sensor, Kollisionen mit Kabeln, Schuhen oder Spielzeug sind entsprechend häufiger als bei Modellen mit Kamera- oder Laser-Objekterkennung. Die LiDAR-Navigation kartiert Räume zwar zuverlässig, fährt wegen eines fehlenden Wandabstandssensors aber oft nicht parallel zu Möbeln und Wänden – das kostet Zeit und lässt Ecken unsauber. Wer Haustiere hat, sollte zudem einplanen, dass sich Haare regelmäßig in der Bürste verfangen, eine automatische Entfernung fehlt.
Auch beim Wischen zeigt sich der Preis: Das starr gezogene Tuch ohne Vibrationstechnik verteilt Schmutz auf strukturierten Böden eher, als ihn aufzunehmen – für die Feinreinigung von Fliesen oder Laminat taugt es nur bedingt. Eine Absaug- oder Wisch-Station gibt es zu diesem Preis erwartungsgemäß nicht: Staubbehälter leeren und Wischtuch reinigen bleibt Handarbeit. Im Testurteil steht am Ende die Note 4,0 für die Gesamtleistung, während das Preis-Leistungs-Verhältnis mit 1,3 sehr gut abschneidet.
Für den deutschen Markt ist das ein realistisches Bild der Budget-Klasse bei Saugrobotern: Wer einen unkomplizierten Grundriss ohne viele Kabel und Teppichkanten hat und keine Haustiere, bekommt beim Roborock Q7 M5 überdurchschnittliche Saugleistung fürs Geld. Wer Wert auf verlässliche Navigation, gründliches Wischen oder eine Absaugstation legt, muss in eine höhere Preisklasse wechseln – dort beginnt Roborocks eigenes Sortiment ab rund 300 bis 400 Euro mit deutlich besserer Hinderniserkennung.
Quelle: SmarthomeAssistent
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