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Ring TAKE: Neue Verschlüsselung soll KI und Datenschutz vereinen

Kurz gesagt: Ring bringt mit TAKE (Throw Away the Key Encryption) ein neues Verschlüsselungsverfahren, das ab September schrittweise weltweit zum Standard wird. Schlüssel liegen nur kurzzeitig in einer geschützten Cloud-Umgebung, damit KI-Funktionen wie Smart Alerts weiterlaufen – danach werden sie gelöscht, sodass Ring die Aufnahmen nicht erneut auswerten oder herausgeben kann.

Ring TAKE: Neue Verschlüsselung soll KI und Datenschutz vereinen

Symbolbild: KI-generiert

Ring stellt seine Verschlüsselung um: Mit dem neuen Verfahren TAKE (kurz für „Throw Away the Key Encryption“) will der Amazon-Tochterkonzern zwei bislang schwer vereinbare Ziele zusammenbringen – smarte KI-Auswertung von Kamerabildern und echten Datenschutz. Bisher mussten sich Nutzer entscheiden: Entweder volle Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, bei der keine Cloud-Funktionen mehr laufen, oder Standard-Verschlüsselung, bei der Ring dauerhaft auf die Rohdaten zugreifen kann.

TAKE soll das auflösen, indem es mit regelmäßig wechselnden Schlüsseln arbeitet. Für eine KI-Analyse – etwa um eine automatische Video-Beschreibung oder eine gebündelte Bewegungsmeldung (Single Event Alert) zu erzeugen – wird eine Kopie des Schlüssels kurzzeitig in einer laut Amazon „sicheren Cloud-Umgebung“ bereitgestellt. Sobald die Auswertung abgeschlossen ist, wird dieser Schlüssel unwiderruflich gelöscht, laut Amazon innerhalb von 24 Stunden. Nur der Kontoinhaber und von ihm freigegebene Nutzer behalten anschließend Zugriff auf die Aufnahmen; Ring selbst kann sie nicht erneut abspielen oder auswerten.

Das ist auch deshalb bemerkenswert, weil Ring in der Vergangenheit wiederholt wegen der Weitergabe von Kameradaten an Strafverfolgungsbehörden in der Kritik stand. Mehrere US-Medien werten TAKE deshalb auch als Reaktion auf diesen Vorwurf: Ein System, das Schlüssel grundsätzlich nur für Sekunden vorhält, lässt sich schlechter nachträglich für Behördenanfragen öffnen als ein Server, der dauerhaft entschlüsselbare Kopien speichert. Wer maximale Kontrolle will, kann weiterhin die bestehende Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nutzen – dann bleiben cloudbasierte KI-Funktionen aber wie bisher deaktiviert.

Der Rollout beginnt laut Amazon im September und läuft in Phasen, bis TAKE für alle Ring-Kunden weltweit zum Standard wird. Betroffen sind alle Ring-Kamerabesitzer; erweiterte KI-Funktionen bleiben an das Zusatzabo Ring Pro Intelligence (rund 4 Euro pro Kamera und Monat für Solo/Multi-Tarife, bei Pro-Abo inklusive) gekoppelt. Für deutsche Nutzer bedeutet das: Wer Ring-Kameras mit Smart Alerts einsetzt, bekommt die stärkere Verschlüsselung künftig automatisch, ohne selbst etwas einstellen zu müssen.

Quelle: smarthomeassistent.de, zusätzlich recherchiert bei Amazon und TechCrunch.

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