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Neues PV-Montagesystem für Faserzementdächer vorgestellt

Kurz gesagt: Der brasilianische Hersteller Solar Group hat mit Fibro+ ein Montagesystem für Solarmodule auf Wellzementdächern vorgestellt. Kurze Aluminium-Schienen ersetzen herkömmliche Schrauben und durchgehende Schienen, was Installationszeit um bis zu 30% und Arbeitskosten um bis zu 25% senken soll. Für deutsche Dächer gilt: Nur asbestfreie Faserzementplatten dürfen überhaupt mit Solaranlagen bestückt werden.

Neues PV-Montagesystem für Faserzementdächer vorgestellt

Symbolbild: KI-generiert

Der brasilianische Anbieter Solar Group hat auf der Messe Intersolar South America 2026 ein neues Montagesystem für Photovoltaik-Module auf Wellzementdächern vorgestellt. Fibro+ soll die Installation auf Faserzementdächern deutlich vereinfachen, wie sie vor allem bei landwirtschaftlichen Gebäuden und Lagerhallen verbreitet sind.

Statt herkömmlicher Gewindeschrauben und durchgehender Montageschienen kommen bei Fibro+ kurze Aluminium-Schienen zum Einsatz, die direkt auf den Wellkämmen befestigt werden und die Module unmittelbar tragen. EPDM-Dichtbänder sollen an den Bohrstellen vor eindringendem Wasser schützen. Solar Group entwickelte das System gemeinsam mit dem Wechselrichter-Hersteller WEG und wirbt mit weniger Einzelteilen und einer um bis zu 30% kürzeren Installationszeit sowie bis zu 25% geringeren Arbeitskosten. Eine Garantie von zwölf Jahren soll die Haltbarkeit absichern; die Tragfähigkeit demonstrierte der Hersteller auf der Messe, indem Besucher auf montierten Teststrukturen herumsprangen.

Für deutsche Betreiber ist bei diesem Dachtyp vor allem eines entscheidend: Nicht jedes Faserzementdach eignet sich für Solarmodule. Ältere Wellzementplatten enthalten häufig Asbest – auf solchen Dächern ist die Montage einer Solaranlage in Deutschland aufgrund der Gefahrstoffverordnung grundsätzlich untersagt, da Bohren und Verschrauben Asbestfasern freisetzen können. Nur bei nachweislich asbestfreien, moderneren Faserzementplatten – wie sie seit den 1990er-Jahren verbaut werden – kommt eine Montage überhaupt infrage, und auch dann muss ein Statiker vorab die Tragfähigkeit des Daches bestätigen. Wer eine Solaranlage auf einem Wellzementdach plant, sollte deshalb zuerst die Asbestfrage klären lassen, bevor über ein bestimmtes Montagesystem entschieden wird.

Quelle: pv magazine international

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