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Photovoltaik im Winter: Sonne, Schnee und Frost im Check

Kurz gesagt: Eine Süddach-Anlage erzeugt im Dezember nur etwa ein Fünftel des Juni-Ertrags. Schnee bremst kurzzeitig, kostet übers Jahr aber kaum etwas. Kälte erhöht den Wirkungsgrad, aber auch die Leerlaufspannung – die muss bei der Planung stimmen.

Photovoltaik im Winter: Sonne, Schnee und Frost im Check

Symbolbild: KI-generiert

Von Dezember bis Februar steht die Sonne tief, die Tage sind kurz. Der Hersteller Zendure hat in einem Ratgeber Zahlen dazu zusammengetragen. Wir ordnen sie ein und stellen sie unabhängigen Angaben gegenüber.

Wie viel bleibt im Dezember übrig?

Laut Zendure liefert eine 35-Grad-Süddachanlage in Mitteldeutschland im Dezember im Schnitt rund 0,84 Kilowattstunden je Kilowattpeak und Tag, im Juni etwa 4,2 – also das Fünffache. Die Mittagssonne erreicht im Dezember nur gut 13 bis 18 Grad Höhe, je nach Standort. Unabhängige Auswertungen decken sich grob: Ein älterer TEC-Report beziffert den Beitrag von Dezember und Januar zusammen auf rund sechs Prozent des Jahresertrags. Je nach Methode schwanken die Werte allerdings deutlich.

Schatten wiegt im Winter schwerer

Weil die Sonne so flach steht, werfen Bäume, Schornsteine und Nachbarhäuser sehr lange Schatten. Zendure rechnet für Kassel mit dem 3,7-Fachen der Hindernishöhe. Ein einzelner verschatteter Modul kann in einem Strang die ganze Reihe ausbremsen. Unser Tipp: Fotografieren Sie an einem klaren Wintertag um 10, 12 und 14 Uhr die Dachfläche und vergleichen Sie das mit dem Monitoring.

Schnee: lästig, aber selten teuer

Geschlossener Schnee stoppt die Erzeugung weitgehend, rutscht von geneigten, glatten Modulen aber oft von allein ab. Zendure schätzt den Verlust einer Schneewoche im Januar bei einer 10-Kilowattpeak-Anlage auf etwa 70 Kilowattstunden, unter einem Prozent des Jahresertrags. Räumen Sie nur vom Boden aus, ohne heißes Wasser, Salz oder harte Werkzeuge. Lawinenartig abrutschender Schnee ist ein Risiko für Passanten – hier helfen Schneefanggitter.

Frost: mehr Leistung, höhere Spannung

Kälte ist für Module eigentlich gut: Bei 0 Grad liefern sie rund 7,5 Prozent mehr Leistung als bei 25 Grad. Gleichzeitig steigt die Leerlaufspannung. Wer viele Module in Reihe schaltet, kann bei Minusgraden die Eingangsgrenze des Wechselrichters überschreiten. Zendures Rechenbeispiel zeigt das mit 27 statt 26 Modulen bei 1.000 Volt. Lassen Sie das bei jeder Erweiterung vom Fachbetrieb nachrechnen.

Neigung und Speicher

Steilere Module bringen im Winter mehr, kosten aber Jahresertrag: Bei 60 Grad Süd nennt Zendure 0,98 statt 0,84 Kilowattstunden im Dezember, jährlich aber 960 statt 1.013. Ein Speicher hilft, helle Stunden in den Abend zu verschieben, erzeugt aber selbst keinen Strom. Beachten Sie, dass der Artikel von einem Speicherhersteller stammt; die Zahlen sind Modellrechnungen, keine Messungen an Ihrem Dach.

Quelle & Einordnung: Anlass dieser Meldung: Zendure. Text, Bewertung und Bild sind unsere eigene, unabhängige Einordnung – wir geben keine fremden Inhalte im Wortlaut wieder.
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