Warum die Maus-Batterie in Europa bald leichter zu wechseln ist als anderswo
Kurz gesagt: Ab Februar 2027 schreibt eine neue EU-Regelung vor, dass Akkus in tragbaren Elektrogeräten von Endnutzern einfach austauschbar sein müssen. Logitech reagiert laut einem Bericht mit zwei Varianten seiner kabellosen Mäuse: In Europa kommt ein robuster, austauschbarer Hartschalen-Akku zum Einsatz, außerhalb der EU bleibt es beim bisherigen, fest verklebten Folien-Akku. Konkrete Modelle und Preise für Ersatz-Akkus nennt der Bericht noch nicht.
Symbolbild: KI-generiert
Wer schon einmal versucht hat, den Akku einer kabellosen Computermaus selbst zu wechseln, kennt das Problem: Viele Gehäuse lassen sich nur mit Gewalt oder gar nicht öffnen, die Batteriezelle ist fest verklebt. Ist der Akku nach ein paar Jahren spürbar schwächer geworden oder gibt ganz den Geist auf, bleibt oft nur der Griff zu einer neuen Maus - obwohl der Rest des Geräts noch tadellos funktioniert. Genau dieses Problem soll eine neue EU-Regelung künftig entschärfen.
Wie das Portal Caschys Blog berichtet, schreibt die EU ab Februar 2027 vor, dass Akkus in tragbaren Elektrogeräten von Endnutzerinnen und Endnutzern einfach ausgetauscht werden können müssen. Zubehör-Hersteller Logitech, einer der größten Anbieter kabelloser Mäuse überhaupt, hat darauf laut dem Bericht bereits reagiert - allerdings mit einer zweigleisigen Strategie.
Zwei Bauweisen, ein Gerät
Für den europäischen Markt will Logitech seine kabellosen Mäuse künftig mit speziell ummantelten Akkus ausstatten: einem harten Kunststoffgehäuse (im Bericht als „Hard-Pack“ bezeichnet), das die empfindliche Lithium-Zelle beim manuellen Ausbau vor Beschädigungen schützen soll. Ersatz-Akkus sollen dazu separat erhältlich sein. Außerhalb der EU bleibt Logitech dagegen bei der bisherigen Lösung: dünnen, fest verklebten Folien-Akkus („Soft-Pack“), die leichter sind, aber eben nicht zum Selbstwechseln gedacht sind.
Als Begründung führt Logitech-Manager Robin Piispanen laut dem Bericht Gewichtsvorteile und geringere Produktionskosten für die Nicht-EU-Variante an. Interne Analysen des Unternehmens sollen zudem zeigen, dass nur wenige Käufer von Mäusen im Preissegment zwischen 50 und 100 Euro ihr Gerät überhaupt selbst öffnen würden - ein Argument, das die Quelle selbst kritisch einordnet, schließlich ändert eine geringe Nutzungsquote nichts an der gesetzlichen Pflicht.
Was das für Käufer bedeutet
Konkrete Modellnamen, ein Startdatum für den Verkauf oder Preise für die Ersatz-Akkus nennt der Bericht bislang nicht - hier bleibt vieles noch offen, und es handelt sich um eine Ankündigung ohne festen Fahrplan. Für Käuferinnen und Käufer in Europa lohnt sich der Blick aber schon jetzt: Wer eine neue kabellose Maus sucht und Wert auf Langlebigkeit legt, kann ab Anfang 2027 gezielt nach Modellen mit austauschbarem Akku fragen, statt bei einem schwächelnden Akku gleich das ganze Gerät zu entsorgen. Das dürfte nicht nur den Geldbeutel schonen, sondern auch Elektroschrott vermeiden.