Octopus FreeRide: Wallbox-Bundle mit smarter Ladesteuerung
Kurz gesagt: Octopus Energy startet bundesweit das Paket FreeRide: Ab 2.599 Euro gibt es eine 11-kW-Wallbox (go-e PRO Charger) samt Installation, Netzbetreiber-Anmeldung und einen Festpreistarif mit 32 Cent pro kWh sowie 12 Euro Grundgebühr. Wer die App-gesteuerte smarte Ladung nutzt, bekommt bis zu 90 kWh im Monat gratis erstattet - laut Octopus umgerechnet rund 500 Freikilometer. Kostet das Laden übers Jahr gerechnet mehr als ein vergleichbarer Verbrenner, erstattet Octopus die Differenz. Die Vertragslaufzeit beträgt 24 Monate.
Symbolbild: KI-generiert
Der britische Energieversorger Octopus Energy bringt mit FreeRide ein Komplettpaket für Elektroauto-Besitzer auf den deutschen Markt, das Wallbox, Installation, Stromtarif und automatisierte Ladesteuerung in einem Vertrag bündelt. Das berichtet Solarserver.
Was im Paket steckt
Für einen Startpreis ab 2.599 Euro liefert und installiert Octopus eine 11-kW-Wallbox vom Typ go-e PRO Charger inklusive Anmeldung beim örtlichen Netzbetreiber. Dazu kommt laut Octopus' eigener Pressemitteilung ein Festpreistarif mit 32 Cent pro Kilowattstunde und 12 Euro monatlicher Grundgebühr, den Octopus-CEO Bastian Gierull so beschreibt: "Mit FreeRide kommt alles aus einer Hand, vom eigenen Handwerker bis zum smarten Lademanagement." Der Vertrag läuft 24 Monate und ist laut Anbieter zu ähnlichen Konditionen verlängerbar.
Wie die 500 Freikilometer zustande kommen
Kern des Angebots ist die App-gesteuerte Ladesteuerung: Fahrer legen den gewünschten Ladestand fest, Octopus lädt dann bevorzugt in Phasen niedriger Börsenstrompreise. Für bis zu 90 kWh im Monat, die auf diese Weise smart geladen werden, erstattet Octopus die Stromkosten vollständig - nach Unternehmensangaben umgerechnet rund 500 Kilometer bei einem angenommenen Verbrauch von 18 kWh je 100 Kilometer. Sofortladen außerhalb der optimierten Fenster ist möglich, zählt aber nicht zum kostenlosen Kontingent und wird zum regulären Tarif abgerechnet.
Der Verbrenner-Vergleich
Für die zugesagte Kostengarantie zieht Octopus laut Solarserver einen Jahresvergleich heran: Die smart geladenen Kilowattstunden werden den Spritkosten eines vergleichbaren Verbrenners gegenübergestellt, berechnet mit ADAC-Durchschnittswerten von 7 Litern Verbrauch je 100 Kilometer und einem Beispiel-Benzinpreis von 1,65 Euro pro Liter. Fällt das Laden mit FreeRide teurer aus als das Tanken, erstattet Octopus laut eigener Ankündigung die Differenz zum Jahresende automatisch.
Einordnung: Kein Schnäppchen, aber solide gerechnet
Ganz uneingeschränkt fällt das Urteil in der Fachöffentlichkeit nicht aus. Der Branchendienst pv magazine zitiert eine Nutzer-Einschätzung, wonach das Angebot "keine Abzocke" sei und sich "am unteren Rand der Angebote am Markt" bewege - ein Schnäppchen sei es aber auch nicht. Wer keine eigene Solaranlage besitzt, lädt an der normalen Haushaltssteckdose oft günstiger, während sich die 2.000 bis 5.000 Euro teure Wallbox rein wirtschaftlich kaum rechnet. Als Vergleich nennt das Fachmedium ähnliche flexible E-Auto-Tarife von Eon und Tibber; Octopus setze sich vor allem durch den festen Arbeitspreis und das großzügige Frei-Kontingent ab. Für Haushalte, die ohnehin eine Wallbox anschaffen wollen und Installation, Tarif und App nicht selbst zusammensuchen möchten, ist FreeRide damit vor allem ein Bequemlichkeits- und Kalkulationsangebot - der eigentliche Kostenvorteil gegenüber freier Tarifwahl bleibt überschaubar.
Quellen: Solarserver, Octopus Energy und pv magazine, abgerufen am 25. August 2026.
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