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USA: Neue Solarzellenfabrik in Oklahoma soll 2 GW liefern

Kurz gesagt: Das Unternehmen Nextnova errichtet in Yukon, Oklahoma, eine Fabrik für Silizium-Solarzellen mit anfänglich 2 Gigawatt Jahreskapazität, ausbaubar auf bis zu 5 bis 6 Gigawatt. Die Massenproduktion soll ab März 2027 starten und rund 300 Arbeitsplätze schaffen. Hintergrund ist ein neuer US-Einfuhrzoll von 15 Prozent auf importierte Solarzellen, der heimische Hersteller begünstigt.

USA: Neue Solarzellenfabrik in Oklahoma soll 2 GW liefern

Symbolbild: KI-generiert

In Yukon im US-Bundesstaat Oklahoma entsteht eine neue Fabrik für Solarzellen: Das Unternehmen Nextnova will dort in einem ehemaligen, rund 42.550 Quadratmeter großen Xerox-Gebäude Silizium-Solarzellen fertigen. Der Bau soll im November 2026 beginnen, die Massenproduktion im März 2027 anlaufen - mit einer anfänglichen Jahreskapazität von 2 Gigawatt (GW). Bei entsprechender Nachfrage ist laut Unternehmensangaben ein Ausbau auf bis zu 5 bis 6 GW möglich. Die Fabrik soll zunächst rund 300 Menschen beschäftigen, bei einer Erweiterung könnten weitere Stellen entstehen.

Nextnova ist eng mit Thornova Solar verflochten, dem US-Standbein des chinesischen Panelherstellers Sunova Solar. Wie das Fachmedium PV Tech berichtet, ist Thornova zwar kein Mutterkonzern von Nextnova, gilt aber als einer der ersten Abnehmer der künftigen Zellen. Für die Modulproduktion in den USA ist das keine Nebensache: Wer dort fertigen will, ist bislang stark auf importierte Vorprodukte aus Asien angewiesen - eine eigene Zell-Lieferkette im Land verändert diese Abhängigkeit spürbar.

Der eigentliche Treiber der Ansiedlung liegt in der US-Handelspolitik: Neue Zölle nach Section 232 belegen importierte Solarzellen mit einem Aufschlag von 15 Prozent. Das verschiebt die Kalkulation deutlich zugunsten heimischer Produktion. Laut Branchendaten liegt die aktuell tatsächlich betriebene US-Zellkapazität bei rund 10,6 GW, weitere 23,1 GW befinden sich im Bau - die Modulmontage-Kapazität der USA übersteigt diese Zahlen jedoch bei Weitem. Genau in dieser Lücke zwischen fertigen Modulen und den dafür nötigen Zellen setzt Nextnova an. Oklahoma ist dabei kein Zufallsstandort: Bereits 2024 hatte der norwegische Wafer-Hersteller NorSun im selben Bundesstaat eine 5-GW-Fabrik für Silizium-Ingots und -Wafer angekündigt - Nextnova würde die dortige Lieferkette also potenziell direkt weiterverarbeiten können.

Für deutsche und europäische Verbraucher hat die Ansiedlung keinen unmittelbaren Effekt auf Modulpreise hierzulande, zeigt aber den Trend: Die USA bauen ihre Solar-Fertigungskette gezielt mit Zollschutz auf, während Europa bei Zellen und Wafern weiterhin fast vollständig von asiatischen Importen abhängt. Wer eine PV-Anlage plant, merkt davon aktuell wenig - langfristig könnte eine robustere US-Lieferkette aber auch den Preisdruck auf dem Weltmarkt und damit indirekt auf europäische Modulpreise beeinflussen.

Quelle: pv magazine international, weitere Angaben: PV Tech, Solar Power World

Quelle & Einordnung: Anlass dieser Meldung: pv magazine international. Text, Bewertung und Bild sind unsere eigene, unabhängige Einordnung – wir geben keine fremden Inhalte im Wortlaut wieder.
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