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Mosambik: Jampur soll stillgelegte Solarfabrik wiederbeleben

Kurz gesagt: Die Jampur Group aus den Vereinigten Arabischen Emiraten soll die Solarmodulfabrik Beluluane bei Maputo führen und modernisieren. Sie steht seit etwa 2022 still, weil ihre Technik veraltet war. Vertragsdetails sind nicht bekannt.

Mosambik: Jampur soll stillgelegte Solarfabrik wiederbeleben

Symbolbild: KI-generiert

Solarmodule kommen fast überall aus Asien, in Mosambik aber gab es einmal eine eigene Fertigung. Nun bekommt sie womöglich eine zweite Chance: Laut pv magazine international wurde die Jampur Group aus den Vereinigten Arabischen Emiraten ausgewählt, die Fabrik Beluluane in Boane nahe der Hauptstadt Maputo zu führen und zu modernisieren.

Was bekannt ist

Die Anlage wurde 2013 als erste Montagefabrik für Solarmodule des Landes eröffnet, gedacht für Ausrüstung zur ländlichen Stromversorgung von Dörfern, Schulen und Gesundheitsstationen. Vorgesehen waren zunächst 5 Megawatt Jahreskapazität. Finanziert wurde sie mit rund 13 Millionen US-Dollar aus Indien; ein entsprechender Kredit der indischen Exim-Bank wurde bereits 2011 gemeldet. Um 2022 stand die Produktion still: Gegen günstige Importe kam die Fabrik nicht an, und die alten Maschinen schafften nur Module von rund 270 Watt, während der Markt längst deutlich leistungsstärkere Typen bietet. Den Neustart hatte der staatliche Energiefonds FUNAE 2024 angestoßen. Der Gouverneur der Provinz Maputo, Manuel Tule, bat Jampur, vor allem junge Menschen aus der Umgebung einzustellen, räumte aber ein, dass moderne Fertigung Spezialwissen verlangt, das vor Ort noch nicht breit vorhanden ist.

Was offen bleibt

Zu Laufzeit, Investitionssumme oder Zielkapazität nennt die Quelle nichts. Wir konnten die Meldung auch nicht über eine zweite, unabhängige Quelle bestätigen; eine Suche nach Jampur lieferte keinen Treffer. Parallel berichten Medien, dass im September 2026 im selben Industriepark Beluluane der Bau einer weiteren Solarfabrik der chinesischen Firma Lumira Moz Energie begann, mit mehr als 10 Millionen Dollar in der ersten Phase. Ob beide Vorhaben zusammenhängen, ist nicht belegt.

Unsere Einordnung

Der Bedarf ist da: Laut IRENA, so pv magazine, lag Mosambiks installierte Solarleistung Ende 2025 bei 175 Megawatt, ohne Zuwachs zum Vorjahr. Für Leser in Deutschland ändert sich nichts an Preisen oder Lieferketten, die Meldung zeigt aber, wie schwer es kleine Fabriken gegen Importe haben. Entscheidend wird, ob Jampur modernes Gerät und Abnehmer mitbringt.

Quelle & Einordnung: Anlass dieser Meldung: pv magazine international. Text, Bewertung und Bild sind unsere eigene, unabhängige Einordnung – wir geben keine fremden Inhalte im Wortlaut wieder.
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