UniFi: Neues Home-Assistant-Add-on bündelt feste IPs
Kurz gesagt: Das neue, quelloffene Home-Assistant-Add-on „IP Manager for UniFi“ listet alle Clients und DHCP-Reservierungen eines UniFi-Netzwerks in einer Tabelle und erlaubt Massenänderungen mit Sicherung. Es nutzt allerdings die inoffizielle lokale API des Controllers und ist noch sehr jung.
Symbolbild: KI-generiert
Wer in UniFi Network feste IP-Adressen vergibt, kennt das Problem: Die Einstellungen stecken auf den Seiten der einzelnen Clients. Eine Gesamtübersicht, welches Gerät in welchem VLAN welche Adresse hat, fehlt. Genau hier setzt das neue Add-on „IP Manager for UniFi“ an, das der Entwickler Raphael Köppel am 31. Oktober 2026 im Home-Assistant-Forum vorgestellt hat. Aufgegriffen hat es zuerst smarthomeassistent.de.
Was das Add-on kann
Kern ist eine sortier- und filterbare Tabelle mit IP, fester IP, MAC-Adresse, Hersteller, VLAN, Verbindungsart und letztem Kontakt. Feste IP, Netzwerk, AP-Sperre und lokalen DNS-Namen bearbeitet man direkt dort. Praktisch sind Problemfilter: doppelte IPs, feste Adressen außerhalb des Netzes oder im DHCP-Pool, zufällige MAC-Adressen und offene Telnet- oder FTP-Ports.
Für Home-Assistant-Nutzer interessant: UniFi-Clients lassen sich nach den Gerätenamen aus Home Assistant umbenennen, optional mit Bereich oder Integration als Präfix. Neue, unbekannte MAC-Adressen meldet das Add-on als Ereignis, das sich in Automationen nutzen lässt. Dazu kommen ein IP-Plan mit Adressraster, ein „CleanUp Proposal“ für eine saubere Aufteilung, CSV-Import und -Export sowie das „Virtual Network Override“, das UniFi laut Entwickler sonst nur in der App anbietet.
Sicherung vor Massenänderungen
Vor jeder größeren Aktion speichert das Add-on den bisherigen Stand. Subnetzwechsel, Umbenennungen oder ein CSV-Import lassen sich so rückgängig machen. Das ist wichtig, denn ein falsch verschobenes Subnetz kann das halbe Heimnetz lahmlegen.
Unsere Einordnung
Für größere Heimnetze mit vielen Smart-Home-Geräten, Kameras und VLANs ist das ein echter Zeitgewinn. Bremsen sollte man trotzdem: Das Projekt ist sehr jung und hieß bis zum 31. Oktober noch anders, an diesem Tag erschienen mehrere Versionen bis 1.19.2. Es nutzt die inoffizielle lokale API des Controllers, ein UniFi-Update kann also etwas zerschießen. Der Entwickler betont zudem, dass er weder mit Ubiquiti noch mit Home Assistant verbunden ist. Eine Lizenz nennen weder Forumsbeitrag noch Bericht; kostenlos und quelloffen ist das Add-on laut Entwickler.
Voraussetzungen: Home Assistant OS oder Supervised (Container und Core fallen aus), eine UniFi-OS-Konsole wie Dream Machine oder Cloud Gateway und ein lokales UniFi-Konto. Der Code liegt im GitHub-Repository. Unser Rat: erst ein Backup der UniFi-Konfiguration ziehen, dann mit einzelnen Geräten testen. Weitere Quellen als diese zwei konnten wir zum Start nicht finden, Community-Erfahrungen fehlen noch.