iOS 27.2 schließt über 160 Sicherheitslücken – jetzt updaten
Kurz gesagt: iOS 27.2 und iPadOS 27.2 beheben laut MacRumors mehr als 160 Sicherheitslücken. Apple nennt keine aktive Ausnutzung, doch die Details sind öffentlich. Wer ein iPhone oder iPad nutzt, sollte das Update zügig installieren.
Symbolbild: KI-generiert
Apple hat mit iOS 27.2 und iPadOS 27.2 ein ungewöhnlich großes Sicherheitspaket veröffentlicht. Nach Angaben von MacRumors werden allein für iPhone und iPad mehr als 160 Schwachstellen geschlossen. Das Portal 9to5Mac zählt über alle Apple-Systeme hinweg sogar mindestens 329 eindeutige Lücken. Weil viele davon mehrere Betriebssysteme betreffen, kommt es dort auf 1.265 CVE-Einträge. Die Zahlen können steigen, da Apple seine Sicherheitshinweise nachträglich ergänzt.
Was behoben wurde
Besonders heikel sind zwei Fehler: Eine Lücke in Apple Intelligence hätte einem Angreifer aus der Ferne Zugriff auf sensible Daten erlaubt. Ein Fehler bei „E-Mail-Adresse verbergen“ konnte die echte Adresse des Nutzers preisgeben. Dazu kommen über 30 Korrekturen in WebKit, der Grundlage von Safari, und rund 15 im Kernel. Laut 9to5Mac konnte außerdem eine bösartige App über eine CoreMedia-Lücke ohne Erlaubnis auf die Kamera zugreifen. Manipulierte Webinhalte konnten zudem Schadcode ausführen.
Auffällig: Mehrere Fixes gehen auf externe Forscher zurück, darunter Meldungen von Anthropic Research und OpenAI. Sechs CVEs stammen vom Team Calif, das zuvor einen Jailbreak für das iPhone vorgeführt hatte.
Wird das schon ausgenutzt?
Apple nennt für die aktuellen Fixes keine aktive Ausnutzung, und auch 9to5Mac findet dafür keine Belege. Da die Details nun öffentlich sind, werden nicht aktualisierte Geräte aber zum leichteren Ziel. Eine ältere CoreGraphics-Lücke, die Apple schon im Vormonat behandelt hatte, wurde laut 9to5Mac möglicherweise in gezielten Angriffen auf ältere iOS-Versionen genutzt.
Was das für dich heißt
- Update installieren: Unter Einstellungen > Allgemein > Softwareupdate lädst du iOS 27.2 bzw. iPadOS 27.2 kostenlos herunter. Am besten über WLAN und mit geladenem Akku.
- Ältere Geräte: Wer noch nicht auf iOS 27 ist, bekommt iOS 26.7.2 mit weitgehend denselben Sicherheitsfixes. Für iPhone XS und XR sowie das iPad der 7. Generation nennt 9to5Mac iOS 18.7.11.
- Auch der Mac zählt: macOS 27.2, 26.7.2 und 15.8.2 sowie Safari, watchOS, tvOS und visionOS 27.2 wurden aktualisiert.
- Automatische Updates: Schalte sie unter Softwareupdate ein, damit solche Fixes künftig ohne Verzögerung ankommen.
Wer wegen Apple Intelligence oder der versteckten E-Mail-Adresse besorgt ist: Beide Probleme sind mit dem Update behoben, eigene Einstellungen musst du dafür nicht ändern. Eigene Gegenstimmen oder eine unabhängige Bewertung der Schwere liegen uns bislang nicht vor; die Angaben stützen sich auf die beiden genannten Fachmedien und Apples Sicherheitshinweise. Als Smart-Home-Nutzer solltest du besonders aufmerksam sein, denn über das iPhone laufen oft Hausschlüssel, Kameras und Steuerungen.