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Homey Energy: Update bringt Solar-Prognose und Vergütungs-Tracking

Kurz gesagt: Der niederländische Hersteller Athom (seit 2024 Teil von LG) hat sein Energiemodul Homey Energy um eine Solar-Ertragsprognose und eine automatische Erfassung der Einspeisevergütung erweitert. Die Prognose nutzt Wetterdaten, Ausrichtung und historische Erträge der Anlage und lässt sich direkt in Automatisierungen einbinden, etwa um die Waschmaschine erst zu starten, wenn viel Sonne erwartet wird. Voraussetzung ist ein Homey Pro, Pro mini, Self-Hosted Server oder Homey Cloud mit aktuellem Premium-Abo.

Homey Energy: Update bringt Solar-Prognose und Vergütungs-Tracking

Symbolbild: KI-generiert

Der niederländische Smart-Home-Hersteller Athom, seit 2024 Teil des südkoreanischen LG-Konzerns, hat sein Energiemodul Homey Energy überarbeitet. Neu sind eine vorausschauende Solar-Prognose und eine automatische Erfassung der Einspeisevergütung - zwei Funktionen, die bislang oft separaten Zusatz-Apps vorbehalten waren.

Was die Prognose leistet

Im Energie-Dashboard zeigt eine gestrichelte Linie an, wie viel Strom die Solaranlage voraussichtlich noch am heutigen und am kommenden Tag erzeugt. Die Berechnung stützt sich auf lokale Wetterdaten, die hinterlegte Ausrichtung und Neigung der Module sowie auf historische Ertragswerte der eigenen Anlage - je länger das System mitläuft, desto genauer soll die Vorhersage werden. Nutzer tragen dafür unter Energy > Settings > Panel Configuration Spitzenleistung, Ausrichtung und bei Bedarf mehrere Modulgruppen mit unterschiedlicher Ausrichtung ein. Die Prognosewerte lassen sich als Bedingung oder Auslöser in Homeys Automatisierungen (Flows) verwenden, um Großverbraucher wie Waschmaschine, Trockner oder Wallbox gezielt in die sonnenreichsten Stunden zu legen.

Einspeisevergütung live mitgerechnet

Zusätzlich verfolgt Homey Energy jetzt, was die Einspeisung tatsächlich einbringt - wahlweise mit einer festen Vergütung pro Kilowattstunde oder mit einem dynamischen Tarif, der sich am stündlichen Börsenstrompreis orientiert, inklusive individuellem Aufschlag oder eigener Formel. Verfügbar ist das Update für Homey Pro (Jahrgänge 2023-2026), Homey Pro mini und den Self-Hosted Server ab Firmware 13.4.0 sowie für Homey Cloud mit kostenpflichtigem Premium-Abo und App-Version ab 10.1.0.

Einordnung: Warum das Timing kein Zufall ist

Der Hintergrund liegt in den Niederlanden selbst: Dort läuft die bisherige Saldierungsregelung, bei der eingespeister Strom eins zu eins mit dem Bezug verrechnet wird, Ende 2026 aus - ab 2027 gibt es nur noch einen Bruchteil des Bezugspreises für eingespeisten Strom. Wer den Eigenverbrauch nicht aktiv steuert, verliert damit spürbar Geld, und genau hier setzt das Update an. Für deutsche Nutzer ist die Ausgangslage strukturell ähnlich: Die gesetzliche Einspeisevergütung sinkt seit Jahren automatisch mit jeder Ausbaustufe und liegt inzwischen deutlich unter dem eigenen Strompreis - eine Prognose, die Verbraucher gezielt in sonnenreiche Stunden lenkt, spart damit unabhängig vom Land bares Geld. Wer bereits eine Homey-Zentrale besitzt, bekommt die neuen Funktionen ohne Zusatzkosten für die Basisversion, für Cloud-Nutzer bleibt das Premium-Abo Voraussetzung.

Quelle: Caschys Blog, ergänzt um Angaben von Athom/Homey und aktuelle Zahlen zur niederländischen Saldierungsregelung, abgerufen am 20. August 2026.

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