HomeView: Sony-Sensor und Personenerkennung im Apple-Display
Kurz gesagt: In einer Vorabversion von macOS 26.7 stehen Konfigurationsdateien zur Kamera des HomeView-Displays: ein Sony IMX614 mit rund 11,3 Megapixeln, Erkennung von Personen, Händen und Haustieren, aber kein Face ID und kein Infrarotsensor. Bestätigt hat Apple davon nichts.
Symbolbild: KI-generiert
Kurz vor Apples Vorstellung des erwarteten Smart-Home-Displays sind neue Details zur Kamera aufgetaucht. Der Entwickler und Code-Analyst „pdfu“ hat in einer Vorabversion von macOS 26.7 Konfigurationsdateien für ein Gerät mit dem Namen HomeView gefunden. Darüber berichtet ifun.de; ähnliche Funde zum Display beschreiben auch englischsprachige Mac-Portale.
Was in den Dateien steht
Vorgesehen ist demnach ein Sony IMX614. Die Software rechnet mit 3.744 × 3.024 Pixeln, also rund 11,3 Megapixeln, bei 30 oder 60 Bildern pro Sekunde. Die Kamera soll Personen, Gesichter, Hände sowie Katzen und Hunde erkennen. Zum Verfolgen von Bewegungen kann das System das Erscheinungsbild des ganzen Körpers heranziehen, eine 3D-Gesichtserfassung wertet Kopfposition und -drehung aus. Der Bildschirm soll bei Bewegung automatisch aufwachen, dafür genügt die normale Farbkamera.
Außerdem finden sich Hinweise auf die Erkennung von bis zu vier Geräten in der Nähe samt Ausrichtung und auf eine Analyse der Beleuchtung, die Position und Farbe von Lichtquellen bestimmt.
Was ausdrücklich fehlt
Laut Konfiguration nicht vorgesehen sind Face ID, Infraroterkennung, Aufmerksamkeitserfassung und eine Messung des Bildschirmabstands. Wer ein Gerät mit der Sicherheit eines entsperrbaren iPhones erwartet, wird also nicht bedient: Die Kamera dient eher der Anwesenheits- und Umgebungserkennung.
Unsere Einordnung
Für den Alltag heißt das: Das Display dürfte merken, wer vor ihm steht, und seine Anzeige darauf anpassen, ohne dass jemand tippen muss. Das ist praktisch, wirft aber Datenschutzfragen auf, die Apple beantworten muss – etwa, ob die Auswertung komplett auf dem Gerät bleibt. Bisher gibt es dazu nur Code, keine Aussage des Herstellers.
Zur Vorsicht mahnt zudem der Stand der Funde: Die Konfiguration stammt laut ifun.de aus einer älteren Testfassung, die Werte können sich geändert haben, und ob Apple alle Funktionen tatsächlich nutzt, ist unbestätigt. Die separate Home-Kamera, die offenbar Ereignisse erkennt, aber keine Videos liefert, ist ein anderes Produkt. Zahlen zu Preis und Marktstart nannte keine der von uns gesichteten Quellen. Wir ergänzen den Beitrag, sobald Apple Details nennt.