HomePad: Gratis-App macht das iPad zum HomeKit-Dashboard
Kurz gesagt: HomePad von Stephen Robles ist laut App Store kostenlos und verwandelt ein iPad ab iPadOS 26 in ein frei gestaltbares HomeKit-Dashboard. Es übernimmt die Daten der Home-App, braucht kein Konto und keine neue Kopplung. Ältere iPads bleiben außen vor, Lichtfarben lassen sich nicht ändern.
Symbolbild: KI-generiert
Wer ein altes iPad in der Schublade hat oder ein Tablet an die Wand schrauben will, bekommt mit HomePad eine kostenlose Schaltzentrale für Apple Home. Auf die App aufmerksam gemacht haben Caschys Blog und ifun.de. Wir haben die Angaben mit dem deutschen App-Store-Eintrag abgeglichen.
Was HomePad kann
Die App liest Zuhause, Geräte und Szenen direkt aus der Home-App ein. Ein eigenes Konto oder ein erneutes Anlernen der Geräte ist nicht nötig, HomeKit-Zugriff genügt. Auf einem Raster platzierst du Kacheln in drei Größen für Lichter, Steckdosen, Kameras und Szenen. Bis zu 20 Ansichten lassen sich per Wischen wechseln, Hoch- und Querformat haben getrennte Layouts.
Auf größeren Kacheln regelst du Helligkeit, Ventilatorstufe oder Rollladenposition per Schieberegler. Thermostate bekommen Plus-/Minus-Tasten, Sensoren zeigen Temperatur, Luftfeuchte, Bewegung und Kontaktstatus live an. Dazu kommen Uhr-Widgets, acht Hintergründe, eigene Fotos und eine Option, die den Bildschirm dauerhaft eingeschaltet lässt.
Kameras mit Haken
HomeKit-Kameras erscheinen als Livebild in der Kachel und öffnen sich per Tipp im Vollbild. Apples HomeKit erlaubt aber nur einen Live-Stream pro Kamera gleichzeitig. Schaut gerade ein anderes Gerät zu, zeigt HomePad das letzte Standbild.
Einordnung: Das sind die Grenzen
- iPadOS 26 ist Pflicht. Der Entwickler nutzt Schnittstellen, die es erst ab Version 26 gibt. Ältere iPads, auf denen ausgerechnet viele Wandtablets laufen, sind ausgeschlossen.
- Lichtfarben ändern geht nicht. Ein- und Ausschalten sowie Helligkeit funktionieren, Farbwechsel nicht.
- Nur auf Englisch. Die Oberfläche gibt es laut Store-Eintrag nur in englischer Sprache.
Datenschutz ist ein Pluspunkt: Laut Entwickler gibt es keine eigenen Server, keine Nutzerkonten und keine Nutzungsanalyse. Die Einstellungen bleiben auf dem iPad, die Kommunikation läuft wie in der Home-App über HomeKit.
Warum das für Deutschland interessant ist
Apples eigener Ansatz für Wanddisplays, das Home-View-Konzept, ist in Europa bislang nicht verfügbar. HomePad füllt diese Lücke mit vorhandener Hardware. Ein Vorbehalt zur Preisangabe: Der deutsche App-Store-Eintrag nennt „Kostenlos“ ohne In-App-Käufe, andere Verzeichnisse zeigen abweichende Beträge, vermutlich für eine andere App ähnlichen Namens. Prüfe den Preis vor dem Download im Store. Nicht zu verwechseln ist die App außerdem mit dem „HomePad“-Smart-Display, über das Apple laut Gerüchten nachdenkt.
Fazit: Wer ein aktuelles iPad übrig hat und ein schlichtes, datensparsames Wandpanel will, kann HomePad ohne Kosten ausprobieren. Für Besitzer älterer Tablets bleibt es vorerst bei einer verpassten Gelegenheit.