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Windpark-Speicher vs. Solar-Speicher: Was anders läuft

Kurz gesagt: Grünstromspeicher an Windparks laden und entladen häufiger und kleinteiliger, weil Wind schwerer vorhersagbar ist. Solar-Speicher folgen dem Tagesprofil, schwanken aber im Jahresverlauf viel stärker. Beim Ertrag je Megawatt liegen beide laut einer Auswertung von Terra One in ähnlicher Größenordnung.

Windpark-Speicher vs. Solar-Speicher: Was anders läuft

Symbolbild: KI-generiert

Batteriespeicher direkt an Wind- und Solarparks, sogenannte Grünstromspeicher, gehören in der Projektplanung inzwischen fast zum Standard. Sie verschieben Strom aus Zeiten mit Überangebot in teurere Stunden und fangen negative Preisphasen ab. Das pv magazine hat dazu eine Auswertung von Terra One vorgestellt. Sie zeigt: Dasselbe Ziel führt je nach Erzeugungsart zu sehr verschiedenem Betrieb.

Solar: planbar, aber stark saisonal

Solarstrom entsteht nach einem klaren Mittagsmuster und lässt sich per Satellitendaten gut vorhersagen. Der Speicher lädt deshalb tagsüber und entlädt abends, mit wenigen, größeren Positionen am Strommarkt. Der Haken ist die Jahreskurve: In der Auswertung schwanken die Monatserlöse des Solar-Speichers um den Faktor 9,2 zwischen schwächstem und stärkstem Monat.

Wind: unberechenbarer, dafür gleichmäßiger

Windstrom fällt über 24 Stunden an und ist kurzfristig schwerer zu prognostizieren. Der Speicher muss daher häufiger und in kleineren Schritten im kontinuierlichen Intraday-Handel reagieren. Er kommt auf rund 1,48 Vollzyklen pro Tag, der Solar-Speicher auf 1,34. Dafür fallen seine Monatserlöse mit einem Faktor von nur 2,0 deutlich ausgeglichener aus.

Unser Blick darauf

Spannend ist der Befund, dass mehr Zyklen nicht automatisch mehr Geld bedeuten. Die Erlöse liegen bei beiden Varianten grob bei 100.000 Euro je Megawatt und Jahr. Ein weiterer Marktbericht von EEra zeigt zudem, wie stark einzelne Monate streuen: Für Juni 2026 liegt der Speicherzusatz bei einem Windpark mit 1 MW Speicher und 3 MW Wind bei etwa 15.000 Euro. Die Zahlen stammen von Marktberatern und Projektentwicklern, es sind keine garantierten Renditen.

Für Verbraucher ist das mehr als Branchenthema. Je mehr Speicher an Erzeugungsparks stehen, desto seltener müssen Anlagen bei negativen Preisen abgeregelt werden, und desto flacher werden Preisspitzen. Wer einen dynamischen Stromtarif nutzt oder über einen Heimspeicher nachdenkt, profitiert langfristig von diesem Puffer. Für die eigene Dachanlage gilt weiter: Hier entscheidet der Eigenverbrauch, nicht der Börsenhandel. Einen Einzelhandelsvergleich lieferte die Quelle nicht, ihre Zahlen beziehen sich auf Großprojekte. Quelle: pv magazine, Autor Dennis Hager (Terra One), Marktdaten ergänzend von EEra.

Quelle & Einordnung: Anlass dieser Meldung: pv-magazine.de. Text, Bewertung und Bild sind unsere eigene, unabhängige Einordnung – wir geben keine fremden Inhalte im Wortlaut wieder.
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