Garmin Connect: Waze-Warnung vor Radfahrern im Code entdeckt
Kurz gesagt: Im Code von Garmin Connect 5.31 für Android stecken Texte zu einer Waze-Anbindung, die die LiveTrack-Position von Radfahrern an Autofahrer weitergeben könnte. Weder Garmin noch Waze haben das angekündigt; Geräte, Preis und Starttermin sind unbekannt.
Symbolbild: KI-generiert
Autofahrer in der Navi-App Waze könnten künftig gewarnt werden, wenn vor ihnen ein Radfahrer unterwegs ist. Das legt ein Fund im Code der Android-App Garmin Connect nahe. Wichtig vorab: Es handelt sich um ein unbestätigtes Gerücht. Weder Garmin noch Waze haben eine solche Funktion angekündigt.
Entdeckt hat den Hinweis laut Notebookcheck die Seite Gadgets & Wearables, die die App in Version 5.31 per APK-Teardown untersucht hat (Fundstelle). Notebookcheck berichtet darüber hier. Im Code stehen demnach Bezeichnungen wie „Share Location with Waze“, „Share your rides with Waze“ und „Waze Location Sharing“. Dazu kommen ein eigener Einwilligungsablauf und Einführungstexte. Ein Text soll Radfahrer darauf hinweisen, dass Waze-Nutzer ihren Standort sehen können.
Was dahinterstecken könnte
Während einer Radaktivität würde Garmin Connect die LiveTrack-Position an Waze übergeben. Waze könnte Autofahrern dann anzeigen, dass vor ihnen ein Radfahrer fährt, etwa auf schmalen Landstraßen, hinter Kurven oder bei schlechter Sicht. Autofahrer bräuchten dafür kein Garmin-Gerät, die Anzeige läge in der Waze-App. Der eigene Einwilligungsablauf spricht dafür, dass das Teilen freiwillig wäre.
Was offen ist
Unklar sind laut Notebookcheck unterstützte Uhren und Radcomputer, ob ein Abo wie Garmin Connect+ nötig wäre, ein Starttermin und die Länder. Auch wie die Warnung für Fahrer aussähe, ist nicht bekannt. Zur Datenverarbeitung nennen die Berichte keine Details. Das ist der heikle Punkt: Beim bisherigen LiveTrack geht die Position an ausgewählte Kontakte, hier würde sie an fremde Autofahrer im Verkehr gehen. Funktionen aus App-Code erscheinen außerdem nicht zwingend in der öffentlichen Version, manche bleiben monatelang in Entwicklung oder kommen nie.
Zur Verlässlichkeit: Teardowns dieser Art zeigen echte Entwicklungsarbeit, aber keinen Zeitplan. Eigene Bestätigungen oder Gegenstimmen konnten wir bislang nicht finden; es gibt für uns derzeit nur diese eine Fundstelle samt Berichterstattung darüber.
Was das für dich heißt
Kaufentscheidungen solltest du daran nicht ausrichten. Wer ohnehin eine Garmin-Uhr oder einen Edge-Radcomputer nutzt, muss nichts tun und nicht warten. Das Gerücht ändert nichts am Nutzen vorhandener Technik wie eines Rückfahrradars. Sollte die Funktion kommen, wäre sie vermutlich ein Software-Update der App. Prüfe dann in Ruhe die Datenschutzeinstellungen, bevor du deine Position für Autofahrer freigibst.