Frostbeule đ„¶ Der HeizlĂŒfter wĂ€rmt, wo die Heizung nicht reicht
Kurz gesagt: Ein Keramik-HeizlĂŒfter bringt kalte RĂ€ume schnell auf Temperatur, verbraucht dafĂŒr aber bei 2.000 Watt etwa zwei Kilowattstunden pro Stunde. IMTEST hat sechs GerĂ€te auf Heizleistung, Effizienz und Sicherheit geprĂŒft. Als Dauerlösung taugt keiner, als ZusatzwĂ€rme fĂŒr einzelne RĂ€ume schon.
Symbolbild: KI-generiert
Der Schreibtisch im Homeoffice steht an der AuĂenwand, die FĂŒĂe werden eiskalt, und die Heizung kommt gegen die Zugluft nicht an. Oder das Bad bleibt morgens so frostig, dass man ungern aus der Dusche steigt. FĂŒr genau diese FĂ€lle greifen viele zum HeizlĂŒfter. IMTEST hat dafĂŒr sechs KeramikheizlĂŒfter geprĂŒft und sich angesehen, welche GerĂ€te krĂ€ftig, effizient und sicher arbeiten.
Was wir von dem Test wissen und was nicht
Die vollstÀndige IMTEST-Auswertung mit Einzelnoten und Messwerten konnten wir nicht einsehen. Deshalb nennen wir hier keine Platzierungen und keine Noten, die wir nicht belegen können. Wer ein konkretes GerÀt kaufen will, sollte die Tabelle bei IMTEST selbst lesen. Eine unabhÀngige Einordnung der Marktlage liefert das nicht, denn in anderen Vergleichen schneiden je nach Methodik ganz andere Modelle vorn ab.
Was WĂ€rme aus der Steckdose kostet
Das ist der eigentliche Haken. Ein HeizlĂŒfter mit 2.000 Watt zieht bei voller Leistung zwei Kilowattstunden pro Stunde. Bei einem angenommenen Strompreis von 37 Cent je Kilowattstunde sind das rund 74 Cent pro Stunde, also etwa 7,40 Euro bei zehn Stunden Dauerbetrieb. Ihr eigener Tarif kann davon abweichen, rechnen Sie mit Ihrem Preis nach.
Wichtig fĂŒr die Kaufentscheidung: Ein elektrischer HeizlĂŒfter wandelt jede Kilowattstunde Strom in eine Kilowattstunde WĂ€rme um. Ein âeffizienteresâ Modell gibt es in diesem Sinn nicht. Unterschiede entstehen bei Regelung, Heizstufen, Thermostat und LautstĂ€rke. Ein gutes Thermostat schaltet ab, sobald der Raum warm ist, und spart so tatsĂ€chlich Strom.
Worauf es beim Kauf ankommt
Ein KeramikheizlĂŒfter hat meist 1.500 bis 2.000 Watt und gilt als vergleichsweise leise. Achten Sie auf einen Ăberhitzungsschutz und einen Kippschutz, der das GerĂ€t abschaltet, wenn es umfĂ€llt. Stellen Sie es auf festen Untergrund: Auf dickem Teppich kann der Kippschutz fĂ€lschlich auslösen. Halten Sie Abstand zu VorhĂ€ngen und Möbeln, decken Sie das GerĂ€t nie ab und lassen Sie es nicht unbeaufsichtigt dauerlaufen.
Wer sein GerÀt zeitgesteuert betreiben will, sollte nicht zur nÀchstbesten Zeitschaltuhr oder WLAN-Steckdose greifen. Warum das bei HeizgerÀten riskant ist, erklÀren wir in unserem Beitrag WLAN-Steckdosen: Diese GerÀte gehören nicht daran.
Unsere Einordnung
Als ZusatzwĂ€rme fĂŒr einen einzelnen Raum an wenigen Stunden im Winter ist ein HeizlĂŒfter sinnvoll und gĂŒnstig in der Anschaffung. Wer ihn tĂ€glich stundenlang laufen lĂ€sst, zahlt dagegen drauf, und dann lohnt der Blick auf die Ursache: undichte Fenster, ein Heizkörper, der nicht richtig durchwĂ€rmt, oder ein Raum, der schlicht zu wenig HeizflĂ€che hat. Gegen Zugluft hilft Dichtband oft mehr als jedes Watt.
Quellen: IMTEST, homeandsmart.de, solar.red.
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