FileFluss 1.5 für Mac: Speicheranalyse und Freigabe-Links
Kurz gesagt: FileFluss 1.5 ergänzt den kostenlosen Mac-Dateimanager um eine Speicheranalyse, Freigabe-Links per Rechtsklick und genauere Transferdaten. Neu ist auch, dass die App jeden Link vorab anonym abruft und warnt, wenn Empfänger sich anmelden müssten. Die App steht unter GPL-3.0 und braucht macOS 14 oder neuer.
Symbolbild: KI-generiert
Der quelloffene Mac-Dateimanager FileFluss ist in Version 1.5 erschienen. Laut den Release-Notes auf GitHub kam sie am 29. September heraus, Caschys Blog berichtete am 30. September. Die App der Rana GmbH zeigt lokale Ordner und Cloud-Speicher in zwei Spalten und kopiert Dateien per Drag-and-drop dazwischen, auch direkt von einer Cloud in die andere.
Freigabe-Links mit Vorabprüfung
Wer in einem verbundenen Cloud-Konto eine Datei mit der rechten Maustaste anklickt und „Share Link“ wählt, bekommt den Link in die Zwischenablage. Passwort und Ablaufdatum bietet FileFluss an, sofern der Anbieter sie unterstützt. Neu ist die Gegenprobe: Die App ruft den Link vorab anonym so ab, wie es der Empfänger täte, und warnt, wenn die Datei nur mit Anmeldung erreichbar ist. Bestehende Links lassen sich erneut kopieren, ändern oder beenden. Nicht jede der über 20 Anbindungen kann das: Die Release-Notes nennen unter anderem Dropbox, Google Drive, OneDrive, Box, pCloud, Nextcloud, Seafile, Synology Drive und S3-kompatiblen Speicher. iCloud Drive, Mega und Proton Drive stehen nicht auf der Liste.
Speicheranalyse und Transferdetails
Das neue Analysefenster zeigt für jeden lokalen Ordner und jedes Cloud-Konto einen nach Größe sortierten Ordnerbaum sowie die größten Einzeldateien. Die Ergebnisse erscheinen schon während des Scans, laut Entwicklern ist so selbst ein 2-TB-Konto früh nutzbar. Aus jeder Zeile springt man zur Datei und kann sie löschen. Bei Übertragungen zeigt FileFluss jetzt Dateiname, Geschwindigkeit und Restzeit, bei Cloud-zu-Cloud-Kopien auch, ob gerade Download oder Upload läuft. Dazu kommen automatische Updates über Sparkle (abschaltbar) sowie Korrekturen für macOS 27, AWS S3 und Box.
Was das für Smart-Home-Nutzer heißt
FileFluss ist kein Smart-Home-Produkt, kann aber für Mac-Nutzer nützlich sein, die Kamera-Aufnahmen, Backups oder Fotos auf einer Nextcloud, einer Synology oder einem S3-Speicher ablegen. Die Speicheranalyse zeigt dort, welche Ordner den Platz fressen, bevor der Speicher voll ist. Die Vorabprüfung der Freigabe-Links verhindert den Klassiker, dass ein Familienmitglied einen Link bekommt, der nur mit Konto funktioniert.
Kostenlos, aber mit Kleingedrucktem
Die App steht laut GitHub-Projekt unter der GPL-3.0, kostet nichts und braucht macOS 14 (Sonoma) oder neuer. Am einfachsten geht die Installation per Homebrew mit brew install --cask rana-gmbh/filefluss/filefluss oder als DMG von GitHub. Auf der Projektseite verwiesen die Download-Links bei unserem Abruf noch auf die Versionen 1.3 und 1.4. Wie die App Zugangsdaten zu den Cloud-Konten speichert, erklären weder Projektseite noch README. Wer das wissen will, muss den offenen Quellcode prüfen. Wir haben FileFluss nicht selbst getestet.
Quelle: Caschys Blog. Zusätzliche Einordnung auf Basis der GitHub-Release-Notes, des GitHub-Projekts und der Projektseite von FileFluss.