Eufy Video Doorbell S4: Türklingel mit VR-Ansicht
Kurz gesagt: Anker-Marke Eufy hat die Video Doorbell S4 vorgestellt, die sich per Handy-Neigung wie ein 180-Grad-Video „umschauen“ lässt. In den USA kostet sie 299,99 Dollar, in Deutschland liegt der Vorbestellerpreis laut Eufy bei 329,99 Euro. Speicher und Stromversorgung werden in Quellen teils widersprüchlich angegeben.
Symbolbild: KI-generiert
Eufy, die Smart-Home-Marke von Anker, hat die Video Doorbell S4 auf den Markt gebracht und wirbt damit, die weltweit erste Türklingel mit VR-Ansicht zu bauen. Statt eines kleinen, starren Bildausschnitts sieht man den Eingangsbereich als Panorama und schaut sich darin um. Die Meldung stammt zuerst von Gizmochina; die Klingel selbst wurde bereits zur CES im Januar gezeigt.
Was die S4 technisch mitbringt
Laut Herstellerseite nimmt die Kamera mit 3K-Auflösung (3072 × 3072 Pixel) auf und erfasst 180 Grad in der Breite und in der Höhe. Damit sieht man vom Boden bis zum Himmel, also auch das Paket, das direkt vor der Tür liegt. Dazu kommen Farb-Nachtsicht, eine KI-Verfolgung namens OmniTrack, Gesichtserkennung sowie Bewegungssensoren mit Radar. Der „VR-Modus“ funktioniert vor allem am Smartphone: Man neigt das Gerät und blickt dadurch im Fischaugenbild umher, ähnlich wie bei einem 180-Grad-Video mit VR-Brille. Ein Headset ist dafür nicht nötig.
Preis und Verfügbarkeit in Deutschland
In den USA kostet die S4 299,99 Dollar. Auf der europäischen Eufy-Seite steht sie für 329,99 Euro inklusive Gong (Chime 2) zur Vorbestellung, mit Rabatt für Vorbesteller und Lieferung ab etwa Ende Oktober. Eufy verspricht Anbindung an Alexa und Google Assistant, Apple HomeKit läuft laut Hersteller nur mit der separaten HomeBase 3. Laut Herstellerangabe fallen keine Monatsgebühren an, Aufnahmen bleiben lokal.
Unsere Einordnung
Der VR-Modus ist vor allem ein Bedienkomfort: Wer öfter nachsehen will, was im Bild wirklich los ist, findet sich im Panorama schneller zurecht als in einem beschnittenen Weitwinkel. Ob das im Alltag mehr ist als ein Spielzeug, muss sich erst zeigen. Auch bei den Daten gibt es Lücken: Die Angaben zum internen Speicher unterscheiden sich je nach Quelle (4 GB auf der europäischen Herstellerseite, 64 GB in anderen Berichten), und ein erster Test nennt neben dem Batteriebetrieb Schwächen bei Nachtsicht und App. Die Stromversorgung sollte man vor dem Kauf deshalb genau klären. Die europäische Seite nennt einen Anschluss an vorhandene Klingelverkabelung, was in vielen deutschen Mietwohnungen nicht vorhanden ist.
Fazit: Interessant für Hausbesitzer mit Klingeltrafo, die kein Abo wollen. Alle anderen warten besser unabhängige Tests der deutschen Version ab. Bei diesem Thema lagen uns neben der Gizmochina-Meldung nur Herstellerangaben und einzelne Vorabtests vor.
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