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CXMT startet Massenfertigung von LPDDR6-Arbeitsspeicher

Kurz gesagt: CXMT hat die Massenfertigung von LPDDR6-Arbeitsspeicher gestartet, ohne dabei auf teure EUV-Belichtung angewiesen zu sein. Erstes Serienprodukt ist Xiaomis Falt-Smartphone 18 Fold, das im September 2026 erscheinen soll. Der Schritt bringt CXMT technologisch näher an Marktführer Samsung und SK Hynix heran.

CXMT startet Massenfertigung von LPDDR6-Arbeitsspeicher

Symbolbild: KI-generiert

Der chinesische Speicherhersteller CXMT (ChangXin Memory Technologies) hat nach eigenen Angaben die Massenfertigung von LPDDR6-Arbeitsspeicher aufgenommen. Damit springt das Unternehmen aus Hefei direkt in die kommende Speichergeneration, noch bevor sie sich im Westen breit etabliert hat. Erstes Gerät mit dem neuen Chip soll laut mehreren asiatischen Fachmedien Xiaomis Falt-Smartphone 18 Fold werden, dessen Marktstart für September 2026 erwartet wird.

Technisch erreicht CXMTs LPDDR6 laut Berichten eine Spitzen-Datenrate von bis zu 12.800 Megabit pro Sekunde bei einer maximalen Kapazität von 16 Gigabyte pro Chip - Werte, die in etwa dem entsprechen, was auch Samsung und SK Hynix für ihre ersten LPDDR6-Generationen in Aussicht stellen. Bemerkenswert ist der Fertigungsweg: CXMT erreicht die Serienreife offenbar ohne EUV-Lithografie, sondern mit mehrfach belichteten DUV-Prozessen (Multi-Patterning) - ein Umweg, der nötig wurde, weil China wegen US-Exportkontrollen keinen Zugang zu EUV-Anlagen des niederländischen Herstellers ASML hat.

Für den Weltmarkt ist der Schritt relevant, weil CXMT nach Marktschätzungen bereits einen Anteil von rund 7,7 Prozent am globalen DRAM-Geschäft hält und Kunden wie Xiaomi, Honor, Oppo, Vivo und Transsion beliefert. Berichten zufolge lässt inzwischen sogar Apple CXMT-Chips für China-Varianten seiner Produkte testen. Sollte sich die LPDDR6-Fertigung wie angekündigt hochfahren lassen, würde CXMT technologisch zu den etablierten Anbietern Samsung und SK Hynix aufschließen - beide arbeiten parallel an eigenen LPDDR6-Generationen für die kommenden Smartphone- und Notebook-Jahrgänge.

Für Verbraucher in Deutschland dürfte sich der Umstieg zunächst kaum bemerkbar machen: LPDDR6 landet zuerst in Flaggschiff-Smartphones und dürfte erst mit einiger Verzögerung auch in Notebooks und Smart-Home-Geräten wie leistungsfähigeren Hubs oder Kameras mit lokaler KI-Verarbeitung ankommen. Mittelfristig könnte mehr Konkurrenz im Speichermarkt aber helfen, die derzeit stark gestiegenen RAM-Preise zu dämpfen, die zuletzt auch die Kosten für Elektronik-Geräte in die Höhe getrieben haben.

Quelle: Golem.de

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