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Clouddiebe: Geklaute Logins öffnen Hackern Microsoft-Clouds

Kurz gesagt: Laut WinFuture nutzt eine Kampagne gestohlene Zugangsdaten für Microsoft Entra ID und Azure DevOps und hat mindestens 27 Organisationen getroffen. Betroffen sind vor allem Dienstleister und ihre Kunden. Privatnutzer sind nicht das Ziel, die Lehre gilt aber auch für Smart-Home-Konten.

Clouddiebe: Geklaute Logins öffnen Hackern Microsoft-Clouds

Symbolbild: KI-generiert

Ein Passwort, das nie ausläuft, und ein Zugang, der keine Zwei-Faktor-Abfrage kennt: Genau das haben Angreifer laut WinFuture in einer laufenden Kampagne ausgenutzt. Sie dringen mit gestohlenen Zugangsdaten in Microsoft-Clouds von Unternehmen und Behörden ein.

Was bekannt ist

Nach der Meldung geht es um Microsoft Entra ID, den Anmeldedienst von Microsoft, und um Azure DevOps, die Entwicklerplattform. Die Sicherheitsfirma Todyl nennt mindestens 27 betroffene Organisationen, eigene Messungen sehen etwa 45 Anwendungen in rund 18 Organisationen. Die Dunkelziffer könnte höher liegen, weil Todyl nur einen Teil der Umgebungen überwacht. Betroffen sind unter anderem Verwaltung, Energieversorgung, Bildung, Rechtswesen und gemeinnützige Organisationen. Besonders im Fokus stehen IT-Dienstleister, über deren Zugänge sich viele Kunden erreichen lassen.

Die Täter nutzten Zugangsdaten sogenannter Service Principals, also Identitäten von Programmen statt von Menschen. Solche Konten melden sich ohne interaktive Anmeldung an, deshalb greift die Mehrfaktor-Authentifizierung nicht zwingend. Laut Bericht wurden 81 Dateien heruntergeladen und 2279 Postfachinhalte abgerufen, darunter Passwortlisten, private Schlüssel und VPN-Konfigurationen. Wie die Angreifer an die Zugangsdaten kamen, ist unklar. Eine Schuld von Microsoft ist bisher nicht belegt.

Unsere Einordnung

Eine zweite, unabhängige Quelle zu diesen Zahlen konnten wir bei unserer Recherche nicht finden; die Angaben stützen sich auf WinFuture und die darin zitierte Todyl-Analyse. Als Privatperson bist du hier nicht das Ziel. Trotzdem zeigt der Fall ein Muster, das auch im Smart Home zählt: Dauerhafte Zugangsschlüssel sind das Einfallstor, nicht das clevere Passwort. Wer Cloud-Konten für Kameras, Saugroboter oder Hubs nutzt, sollte Zugriffe regelmäßig prüfen, alte Verknüpfungen mit Drittdiensten löschen und die Zwei-Faktor-Anmeldung überall einschalten, wo sie möglich ist.

Wer beruflich Microsoft-Dienste verwaltet, bekommt von Todyl drei Empfehlungen: Anwendungsanmeldungen und nicht interaktive Zugriffe untersuchen, betroffene Anwendungen deaktivieren und Zugangsdaten tauschen sowie Sitzungen widerrufen. IT-Dienstleister sollten zudem die Berechtigungen ihrer Kunden prüfen und diese informieren.

Quelle & Einordnung: Anlass dieser Meldung: WinFuture. Text, Bewertung und Bild sind unsere eigene, unabhängige Einordnung – wir geben keine fremden Inhalte im Wortlaut wieder.
🤖 Transparenz: Recherche und Text dieser Meldung entstehen mit KI-Werkzeugen. Themenauswahl, Einordnung und Veröffentlichung verantwortet die Redaktion – verantwortlich im Sinne des § 18 Abs. 2 MStV ist Jörg Schock.

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