📰 News

Chile: Solarpark nach Cyberangriff seit zwei Monaten offline

Kurz gesagt: Der 103-MW-Solarpark Huatacondo in Nordchile und sein 312-MWh-Speicher sind seit dem 27. August vom Netz getrennt, gemeldet wird ein Cyberangriff. Bestätigt ist die Ursache nicht. Für Hausbesitzer gilt: Wechselrichter und Speicher gehören nicht ungeschützt ins Netz.

Chile: Solarpark nach Cyberangriff seit zwei Monaten offline

Symbolbild: KI-generiert

In Nordchile steht ein großer Solarpark seit rund zwei Monaten still – und als Grund wird ein Cyberangriff genannt. Es geht um die Anlage Huatacondo in der Region Tarapacá: 103 Megawatt Photovoltaik, dazu ein neuer Batteriespeicher mit 98 Megawatt Leistung und 312 Megawattstunden Kapazität. Laut dem Fachmagazin pv magazine meldete der Leitstand am 27. August, die Anlage müsse wegen eines Angriffs auf die Anlagensysteme zwangsweise vom Netz getrennt werden. Im Tagesbericht vom 27. Oktober steht sie weiterhin bei null Prozent Verfügbarkeit. Einen Termin für den Neustart gibt es nicht.

Was gesichert ist – und was nicht

Die Ursache ist offiziell nicht bestätigt. Der chilenische Netzkoordinator gibt in seinen Berichten nur die Angaben der Betreiber weiter; auf Anfragen des Magazins reagierten Koordinator und Speicherentwickler bislang nicht. Der Speicher war zum Zeitpunkt des Vorfalls noch in der Inbetriebnahme. Ob zwei weitere gemeldete Abschaltungen – ein Transformator in einem Umspannwerk und zwei Wärmekraftwerke, die Überwachung und Fernsteuerung verloren – mit dem Fall zusammenhängen, ist offen. Unabhängige Zweitquellen haben wir bei der Recherche nicht gefunden; der Bericht beruht auf einer einzigen Quelle und sollte entsprechend vorsichtig gelesen werden.

Auffällig ist der Kontrast: Noch 2025 hatte der Leiter der Cybersicherheitseinheit des Netzkoordinators erklärt, trotz Millionen erkannter Angriffsversuche habe es keine Cyberangriffe mit nennenswerten Folgen für die Stromversorgung gegeben. Die Energiekommission startete Ende August eine Konsultation zu einem technischen Cybersicherheitsstandard für den Stromsektor.

Was das für Ihr Zuhause bedeutet

Ein Hausdach ist kein Kraftwerk in der Atacama, doch die Logik ist ähnlich: Wechselrichter, Speicher und Wallbox hängen heute am Internet, oft mit Cloud-Zugang und Fernwartung. Drei Dinge helfen im Alltag:

  • Firmware aktuell halten – Updates von Wechselrichter, Speicher und Router schließen bekannte Lücken.
  • Starke, einzigartige Passwörter für Herstellerportal und App, wenn möglich mit Zwei-Faktor-Anmeldung.
  • Keine Portfreigaben am Router für Anlagen-Oberflächen; Fernzugriff nur über den Hersteller-Dienst oder ein VPN.

Ein Totalausfall wie in Chile ist bei Privatanlagen unwahrscheinlich, weil jede Anlage einzeln und klein ist. Dennoch lohnt der Blick auf die Absicherung, bevor es ein Problem gibt.

Quelle & Einordnung: Anlass dieser Meldung: pv magazine international. Text, Bewertung und Bild sind unsere eigene, unabhängige Einordnung – wir geben keine fremden Inhalte im Wortlaut wieder.
Passend zum Thema

*Anzeige · Affiliate-Links. Kaufst du darüber, erhalten wir eine Provision – für dich ändert sich der Preis nicht. Die Auswahl im Artikel bleibt davon unberührt.

🤖 Transparenz: Recherche und Text dieser Meldung entstehen mit KI-Werkzeugen. Themenauswahl, Einordnung und Veröffentlichung verantwortet die Redaktion – verantwortlich im Sinne des § 18 Abs. 2 MStV ist Jörg Schock.

SmartHome Kompass bei Google folgen · alle Nachrichten

← Alle News