ChatGPT Karten startet in der EU: Google-Konkurrenz im Chat
Kurz gesagt: OpenAI weitet die im Herbst 2025 gestartete Kartenfunktion ChatGPT Maps nun auf die Europäische Union aus. Nutzer können direkt im Chat nach Restaurants, Geschäften oder Zielen in der Umgebung fragen, bekommen eine interaktive Karte samt Öffnungszeiten und Bewertungen angezeigt und teils sogar Reservierungen über Partner wie Booking.com anstoßen. Bislang war die Funktion aus Datenschutzgründen in der EU, der Schweiz und Großbritannien gesperrt – ein Muster, das schon bei anderen ChatGPT-Funktionen zu beobachten war.
Symbolbild: KI-generiert
Wer bisher für die Restaurantsuche zwischen ChatGPT und Google Maps hin- und hergesprungen ist, kann diesen Umweg laut Caschys Blog künftig auch in Europa sparen: OpenAI rollt seine Kartenfunktion ChatGPT Maps jetzt in der Europäischen Union aus. Nutzer fragen direkt im Chat nach Orten oder lokalen Empfehlungen und bekommen eine interaktive Karte eingeblendet, ohne die App zu wechseln.
Was ChatGPT Maps kann
Laut eigener Recherche ist die Funktion kein isoliertes Kartenfeature, sondern Teil des im Oktober 2025 vorgestellten Apps-Ökosystems von OpenAI: ChatGPT kann seither externe Dienste wie Booking.com, Expedia oder Zillow direkt im Gespräch einbinden. Bei Ortsanfragen zeigt ChatGPT auf iOS und Android eine Karte, listet Öffnungszeiten, Speisekarten und Bewertungen auf und öffnet bei anklickbaren Treffern eine Detailseite – unterstützt der jeweilige Anbieter Reservierungen über einen Partnerdienst, erscheint dort direkt ein Buchungsbutton. Damit tritt OpenAI unmittelbar gegen Googles eigene KI-Funktionen in Maps an, wo Gemini seit einiger Zeit ähnliche Zusammenfassungen und Empfehlungen liefert.
Warum die EU erst jetzt dran ist
Der jetzige Rollout ist kein Zufall, sondern reiht sich in ein wiederkehrendes Muster ein: Schon die Apps-Funktion selbst startete im Oktober 2025 ausdrücklich ohne den Europäischen Wirtschaftsraum, die Schweiz und Großbritannien, ebenso der Advanced Voice Mode Ende 2024 – beide Male mit Verweis auf regulatorische Prüfungen, beide Male wurde die Sperre Monate später aufgehoben. Konkrete Details zu Voraussetzungen oder zur genauen Länderliste innerhalb der EU nennt OpenAI bislang nicht offiziell; die Quelle wie auch eigene Recherche fanden dazu keine belastbaren Angaben – das wird hier bewusst offen benannt statt vermutet.
Was das für den Alltag bedeutet
Für Nutzer in Deutschland heißt das zunächst: In der ChatGPT-App nach einem konkreten Ort fragen und prüfen, ob bereits eine Karte samt Empfehlung erscheint – ein serverseitiger Rollout kann je nach Konto zeitversetzt ankommen. Wer ohnehin schon Google Maps oder Perplexity für lokale Suchen nutzt, bekommt mit ChatGPT Maps eine dritte Option, die vor allem dann punktet, wenn ohnehin schon ein ChatGPT-Gespräch läuft und die Umgebungssuche nur eine Zwischenfrage ist – für die reine Navigation bleibt eine dedizierte Karten-App weiterhin die verlässlichere Wahl.
Quelle: Caschys Blog. Weitere Einordnung auf Basis eigener Recherche zu OpenAIs Apps-Ökosystem und dessen bisherigem EU-Rollout-Muster.