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Bangladesch zahlt jetzt 8 Cent je kWh für Solarstrom aus dem Netz

Kurz gesagt: Bangladeschs Regierung zahlt Haushalten mit netzgekoppelter Dachsolaranlage künftig 10,50 Taka (rund 8,6 US-Cent) je Kilowattstunde für eingespeisten Überschussstrom. Die Vergütung gilt für Anlagen, die bis zum 28. Februar 2027 installiert werden, und ist für drei Jahre festgeschrieben. Ziel ist der Ausbau von mindestens 5 Gigawatt Solarleistung, um chronische Stromengpässe in Spitzenlastzeiten zu lindern.

Bangladesch zahlt jetzt 8 Cent je kWh für Solarstrom aus dem Netz

Symbolbild: KI-generiert

Bangladesch hat einen neuen Anreiz für Solarstrom aus Hausdächern beschlossen: Wer eine netzgekoppelte, mit Batteriespeicher ausgestattete Solaranlage betreibt und überschüssigen Strom ins öffentliche Netz einspeist, erhält künftig 10,50 Taka je Kilowattstunde – umgerechnet etwa 8,6 US-Cent. Das teilte die zuständige Power Division mit, die Regelung trat am 1. September 2026 in Kraft.

Voraussetzung ist, dass die Anlage bis zum 28. Februar 2027 installiert wird. Die garantierte Vergütung gilt dann für drei Jahre, also bis Februar 2030. Nach Angaben lokaler Medien liegen die geschätzten Erzeugungskosten für batteriegestützten Dachsolarstrom bei maximal 8 Taka je Kilowattstunde – der Staat rechnet den Endpreis mit einer Gewinnmarge von 20 Prozent plus einem Aufschlag von 11,25 Prozent hoch.

Hintergrund ist ein akuter Strommangel: Zu Spitzenlastzeiten fehlen in Bangladesch nach Regierungsangaben mehr als 3 Gigawatt Kapazität. Die Dachsolar-Leistung im Land liegt bereits über 1 Gigawatt, mithilfe der neuen Einspeisevergütung soll sie bis zum kommenden Sommer auf mindestens 5 Gigawatt wachsen. Der heimische Solarbranchenverband BSREA begrüßte die schnelle Umsetzung, die auf Gespräche mit der Privatwirtschaft im August zurückgeht.

Für deutsche Leser ist der Vorstoß vor allem als Kontrastpunkt interessant: Während hierzulande die Einspeisevergütung über die Jahre kontinuierlich gesenkt wurde und sich Eigenverbrauch meist mehr lohnt als Einspeisung, setzt Bangladesch bewusst auf einen attraktiven, mehrjährig garantierten Festpreis, um in kurzer Zeit private Investitionen in Solar- und Speichertechnik zu mobilisieren. Ob sich das Modell als nachhaltig erweist, hängt auch davon ab, wie das Land die Vergütung nach 2030 fortführt.

Quelle: pv magazine international

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