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Autonomes Fahren erklimmt nächste Stufe

Kurz gesagt: Mercedes bringt sein teilautonomes System der Stufe 2++ Ende 2026 zunächst in Stuttgart und München auf die Straße, die deutschlandweite Einführung folgt Anfang 2027. Tesla erhielt am 10. April 2026 in den Niederlanden die erste EU-Zulassung für „Full Self-Driving (Supervised)“ - bleibt damit aber offiziell Stufe 2, der Fahrer trägt weiter die volle Verantwortung. In China ist man mit Modellen wie dem Xpeng P7 bereits weiter, echtes fahrerloses Fahren (Stufe 4) kommt für Europa laut Ankündigung frühestens 2027.

Autonomes Fahren erklimmt nächste Stufe

Bild: KI-generiert

Wer erwartet, in den kommenden Monaten die Hände dauerhaft vom Lenkrad nehmen zu dürfen, wird enttäuscht: Auch die jüngsten Zulassungen für teilautonomes Fahren in Deutschland und Europa ändern nichts daran, dass Fahrerinnen und Fahrer weiterhin voll verantwortlich bleiben. Trotzdem bewegt sich gerade viel - nur eben langsamer und vorsichtiger, als es Schlagzeilen wie „nächste Stufe“ vermuten lassen.

Mercedes startet in zwei Städten

Mercedes-Benz bringt sein System der Stufe 2++ - eine Zwischenstufe, bei der Fahrer die Hände zeitweise vom Lenkrad nehmen dürfen, aber jederzeit eingriffsbereit bleiben müssen - laut übereinstimmenden Berichten Ende 2026 zunächst in Stuttgart und München auf die Straße, die flächendeckende Einführung in Deutschland und weiteren europäischen Ländern folgt erst Anfang 2027. Fahrzeuge mit der nötigen Hardware sollen die Funktion per Over-the-Air-Update nachgerüstet bekommen.

Tesla hat die erste EU-Zulassung - bleibt aber Level 2

Einen anderen Weg geht Tesla: Die niederländische Zulassungsbehörde RDW hat „Full Self-Driving (Supervised)“ am 10. April 2026 als erste Behörde in der EU freigegeben - ein Türöffner, weil andere EU-Staaten diese Entscheidung über die sogenannte gegenseitige Anerkennung übernehmen können, ohne eigene Langzeittests durchzuführen. Wichtig für die Einordnung: Offiziell bleibt das System ein reines Fahrerassistenzsystem der Stufe 2. Die Verantwortung liegt weiterhin vollständig beim Fahrer, auch wenn das Auto einen Großteil der Lenk-, Brems- und Beschleunigungsarbeit übernimmt.

China ist weiter - Europa bremst bewusst

In China zeigen Modelle wie der Xpeng P7 schon heute, wohin die Reise geht: Die Fahrzeuge navigieren eigenständig durch dichten Stadtverkehr, wechseln die Spur und biegen ohne Eingriff ab. Der Nachfolge-Ansatz VLA 2.0 zielt bereits auf Stufe 4, bei der das System in definierten Bereichen komplett ohne Fahrer fährt - für europäische Kunden wird eine vergleichbare Version aber frühestens 2027 erwartet, unter anderem weil deutsche und EU-Regulatoren strengere Zulassungshürden ansetzen.

Was das für Autofahrer in Deutschland bedeutet

Wer aktuell ein Auto mit Level-2++-Werbung kauft, bekommt praktischen Komfort auf Autobahnen und in ersten Pilotstädten - aber keine Freifahrt vom Steuer. Bis flächendeckendes, wirklich fahrerloses Fahren in Deutschland ankommt, dürfte es nach aktuellem Stand noch mehrere Jahre dauern. Wer jetzt kauft, sollte Systeme daher nach ihrem heutigen Nutzen bewerten - nicht nach Ankündigungen für übernächstes Jahr.

Quellen: nw.de, ergänzende Berichte zur Tesla-FSD-Zulassung in den Niederlanden durch die Behörde RDW (April 2026) sowie zu Xpengs VLA-2.0-System.

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