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Autonomes Fahren in Deutschland: Wo Level 4 heute wirklich fährt

Kurz gesagt: In Deutschland sind aktuell rund 34 Level-4-Fahrzeuge – Busse, Pkw und Lkw – offiziell zugelassen und fahren in klar begrenzten Testgebieten, etwa in Hamburg, Darmstadt, Friedrichshafen und Mannheim, teils bereits ohne Sicherheitsfahrer an Bord. Ab 2026 wollen Uber und der chinesische Anbieter Momenta in München erstmals Robotaxis auf Level 4 testen. Ein flächendeckender Einsatz für Privatpersonen ist damit aber noch nicht in Sicht – die Systeme bleiben vorerst auf feste Strecken und Betreiber beschränkt.

Autonomes Fahren in Deutschland: Wo Level 4 heute wirklich fährt

Symbolbild: KI-generiert

Wer nach einem eigenen Auto sucht, das ihn komplett selbst durch den deutschen Alltagsverkehr fährt, wird auch 2026 noch enttäuscht: Diesen Wagen gibt es für Privatkunden nicht zu kaufen. Was viele nicht wissen: Fahrerlose Fahrzeuge auf der höchsten heute zugelassenen Automatisierungsstufe rollen in Deutschland trotzdem längst – nur eben nicht als Privatwagen, sondern als Bus, Shuttle oder Testfahrzeug in klar abgesteckten Gebieten.

Level 4 ist rechtlich möglich – aber nur in Testgebieten

Deutschland gehört zu den ersten Ländern, die autonomes Fahren auf Stufe 4 gesetzlich verankert haben: Das Fahrzeug übernimmt in einem festgelegten Betriebsbereich die komplette Fahraufgabe, ganz ohne Sicherheitsfahrer. Zuständig für die Genehmigung ist das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA), das nach einer technischen Prüfung zusätzlich den konkreten Einsatzbereich freigeben muss. Laut einer aktuellen Auswertung von t3n sind derzeit rund 34 Pkw, Lkw und Busse deutschlandweit auf dieser Stufe registriert – eine überschaubare, aber wachsende Zahl.

Wo Level 4 heute schon fährt

Konkret laufen bereits mehrere Projekte im echten Straßenbetrieb: VW-Tochter Moia testet in Hamburg 14 fahrerlose Minibusse und plant einen weiteren Testbetrieb in Berlin mit der BVG. In Darmstadt und Offenbach sind seit 2024 im Projekt „Kira“ von DB Regio sechs autonome Pkw unterwegs. ZF erprobt mit dem Projekt „RABus“ Shuttles in Friedrichshafen und Mannheim, in Niedersachsen fährt seit September ein autonomer Bus namens „Albus“ des Herstellers Adastec auf einer sieben Kilometer langen Strecke in Burgdorf. Selbst im Güterverkehr gibt es Fortschritte: MAN Truck & Bus arbeitet unter dem Namen „Atlas L-4“ an autonomen Lkw. Allen Projekten gemeinsam ist: Sie laufen auf festgelegten, vorab kartierten Strecken – nicht im freien Stadtverkehr überall.

Der nächste große Schritt: Robotaxis in München

Für Aufsehen sorgt ein Vorhaben, das noch in diesem Jahr anlaufen soll: Uber und der chinesische Anbieter Momenta wollen ab 2026 in München erstmals Robotaxis auf Level 4 testen – komplett ohne Fahrer und ohne Sicherheitsbegleitung an Bord. Es wäre der erste Robotaxi-Testbetrieb dieser Art in einer deutschen Großstadt und der Auftakt für weitere europäische Städte. Bestätigt ist bislang der Testbetrieb, kein Termin für einen kommerziellen Regelbetrieb – ob und wann Münchner tatsächlich ein Robotaxi buchen können, ist noch offen.

Was das für den Alltag bedeutet

Für die meisten Autofahrer in Deutschland ändert sich dadurch vorerst wenig: Wer heute ein möglichst weit automatisiertes Auto sucht, kauft ohnehin Systeme der Stufe 2 oder 3 – etwa adaptive Assistenzpakete, wie sie in vielen aktuellen Elektroautos bereits serienmäßig oder als Option verfügbar sind. Echte Level-4-Technik bleibt bis auf Weiteres Bussen, Shuttles und ausgewählten Testflotten vorbehalten. Wer die Entwicklung verfolgen will, sollte vor allem auf zwei Signale achten: ob die Münchner Robotaxi-Tests 2026 tatsächlich starten und ob das KBA die Zahl der zugelassenen Level-4-Fahrzeuge über die aktuellen rund 34 hinaus spürbar erhöht.

Quellen: t3n, electrive.net, Uber Newsroom.

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