Neue Macs: Apple erklärt M6 und M5 Ultra jetzt auch auf Instagram
Kurz gesagt: Apple hat den Mac mini mit dem neuen M6-Chip (erster 2-Nanometer-Chip des Unternehmens) und den Mac Studio mit M5 Max und M5 Ultra vorgestellt. Der M5 Ultra ist laut Apple-Newsroom der erste Quad-Die-Chip der Firma und soll bis zu 4,5-fache KI-Rechenleistung des M3 Ultra liefern. Zusätzlich zu den üblichen Produktvideos lässt Apple die neue Hardware-Chefin Shelly Goldberg die Geräte in einem längeren Instagram-Clip erklären - ein für Apple ungewöhnlich ausführliches Präsentationsformat auf Social Media.
Symbolbild: KI-generiert
Apple hat am 25. August 2026 überraschend zwei neue Desktop-Rechner vorgestellt: den Mac mini mit dem neuen M6-Chip und den Mac Studio mit M5 Max und M5 Ultra. Wie ifun.de berichtet, veröffentlicht Apple neben den üblichen YouTube-Videos zusätzlich einen ausführlichen Erklärclip auf Instagram - vorgeführt von Shelly Goldberg, die seit einer Neuorganisation der Hardware-Sparte im Mai als Vice President of Hardware Engineering für den Mac verantwortlich ist.
M6: Apples erster 2-Nanometer-Chip
Laut der offiziellen Apple-Pressemitteilung ist der M6 der erste Chip des Unternehmens im 2-Nanometer-Verfahren. Er bringt 12 CPU-Kerne (2 Super Cores, 4 Performance- und 6 Efficiency-Kerne), eine 12-Kern-GPU sowie eine doppelte 16-Kern Neural Engine mit bis zu doppelter KI-Rechenleistung gegenüber dem Vorgänger. Apple gibt bis zu 1,2-fache Mehrleistung gegenüber dem M5 an und bis zu 2,4-fache gegenüber dem M1 - macht laut Hersteller die "weltweit schnellste Single-Thread-Performance" eines Mac-Chips. Der neue Mac mini startet laut US-Berichten (Tom's Hardware) bei 899 US-Dollar.
M5 Ultra: erster Quad-Die-Chip von Apple
Größer fällt der Sprung beim Mac Studio aus: Der neue M5 Ultra verbindet laut Apple-Newsroom erstmals vier Chip-Dies über die UltraFusion-Technologie - bislang bestand ein "Ultra"-Chip aus zwei verbundenen Max-Dies. Das Ergebnis: bis zu 36 CPU-Kerne, 80 GPU-Kerne, eine 32-Kern Neural Engine und bis zu 512 GB gemeinsamer Arbeitsspeicher mit 1,2 TB/s Bandbreite - 50 Prozent mehr als beim M3 Ultra. Bei KI-Aufgaben verspricht Apple bis zu 4,5-fache GPU-Rechenleistung gegenüber dem M3 Ultra, bei CPU und Grafik werden je nach Konfiguration 1,3- beziehungsweise 1,8-fache Werte genannt. Laut Macworld startet der Mac Studio bei 2.499 US-Dollar, die Topversion mit M5 Ultra bei 5.499 US-Dollar - ein spürbarer Aufpreis gegenüber der Vorgängergeneration, den Analysten mit höheren Speicher- und Bauteilkosten begründen.
Warum Apple auf Instagram erklärt statt nur zu bewerben
Bemerkenswert ist der Vertriebsweg der Erklärung: Statt die Technik nur in kurzen Werbespots zu zeigen, lässt Apple seine Hardware-Chefin in einem längeren Instagram-Video Labor- und Entwicklungsaufnahmen kommentieren - ein Format, das sonst eher Keynotes oder ausführlichen YouTube-Formaten vorbehalten war. Für Käufer heißt das: Wer die Unterschiede zwischen M5 Max und M5 Ultra oder die Vorteile des neuen Kühlsystems im Mac mini genauer verstehen will, findet auf Instagram inzwischen mehr Fachdetails als in der klassischen Produktseite.
Einordnung für Käufer
Für die meisten Privathaushalte, die einen Mac fürs Smart-Home-Setup, als Mediacenter oder Homeserver nutzen, ist vor allem der M6-Mac-mini interessant: Er bietet spürbar mehr KI- und Multicore-Leistung im gleichen kompakten Gehäuse dank überarbeiteter Kühlung. Der Mac Studio mit M5 Ultra richtet sich dagegen an professionelle Video-, 3D- und lokale KI-Anwendungen und dürfte für die breite Zielgruppe deutlich überdimensioniert sein. Ein Liefertermin für Deutschland und offizielle Preise in Euro standen zum Zeitpunkt der Ankündigung noch nicht in der Apple-Pressemitteilung.
Quellen: ifun.de, Apple Newsroom, Tom's Hardware und Macworld, abgerufen am 26. August 2026.