Anker SOLIX X1: Lokale Modbus-Integration jetzt in HACS
Kurz gesagt: Für den Anker SOLIX X1 gibt es eine Home-Assistant-Integration, die den Wechselrichter lokal per Modbus TCP ausliest und über die Oberfläche eingerichtet wird. Laut smarthomeassistent.de wurde sie am Abend des 3. November in die HACS-Standardliste aufgenommen. Mehrere X1 pro Installation werden noch nicht unterstützt.
Symbolbild: KI-generiert
Wer einen Anker SOLIX X1 betreibt und ihn in Home Assistant einbinden will, musste bisher entweder die Anker-Cloud nutzen oder eine selbst gepflegte modbus.yaml anlegen. Das ändert sich: Laut smarthomeassistent.de gibt es eine neue Integration, die den Wechselrichter lokal über Modbus TCP abfragt. Eingerichtet wird sie komplett über die Home-Assistant-Oberfläche. Vorgestellt wurde sie am 31. Oktober im Home-Assistant-Forum, am Abend des 3. November kam sie in die Standardliste von HACS.
Was die Integration liefert
Nach Angaben des Entwicklers umfasst sie rund 140 Sensoren: PV-, Netz- und Hausverbrauchswerte, Batteriestand (SOC) und Gesundheitszustand (SOH), Zähler, Spannungen und Ströme der vier PV-Eingänge, Systemalarme und die interne Temperatur. Dazu kommen Steuerfunktionen wie Leistungsgrenzen, Betriebsmodus und Ein- und Ausschalten. Diese Befehle schreiben direkt in den Wechselrichter, deshalb sollte man sie nicht leichtfertig in Automationen packen.
Das sollten Sie vor dem Umstieg wissen
Als Abfrageintervall werden 30 Sekunden empfohlen, unter 10 Sekunden drohen Timeouts. Modbus TCP erlaubt meist nur einen Client; alte YAML-Konfigurationen oder Node-RED-Flows sollten also abgeschaltet sein, sonst gibt es Verbindungsfehler. Nötig sind Home Assistant 2024.12 oder neuer und ein X1 mit aktiviertem Modbus TCP. Laut Anker ist dafür eine Ethernet-Verbindung erforderlich, und die Freischaltung muss je nach Installation beim Installateur angefragt werden. Wer von der YAML-Lösung wechselt, behält laut Entwickler die Standard-Entity-IDs und damit die Historie im Energie-Dashboard; eigene IDs müssen manuell angepasst werden.
Einordnung
Der Gewinn liegt vor allem in der Unabhängigkeit von der Cloud: Die Anker-Cloud-Anbindung aktualisiert Livewerte nur im Abstand von 30 bis 90 Sekunden und fällt aus, wenn der Dienst nicht erreichbar ist. Eine lokale Abfrage ist robuster und datenschutzfreundlicher. Eine offizielle Anker-Integration gibt es für den X1 bisher nicht, Anker stellt nur die Modbus-Dokumentation bereit. Die Lösung ist Community-Arbeit unter MIT-Lizenz, Support läuft über die Issues im Repository.
Eine Einschränkung: Die Unique-IDs sind fest vergeben, ein zweiter X1 wird deshalb als Duplikat abgelehnt. Wer mehrere Geräte betreibt, muss warten. Wir haben die Integration selbst nicht getestet; die Angaben stützen sich auf den Bericht von smarthomeassistent.de sowie auf Diskussionen im Home-Assistant-Forum. Eine unabhängige Bestätigung der HACS-Aufnahme konnten wir nicht finden.
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