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Deepseek V4.1-Flash: Neues KI-Modell braucht viel weniger Speicher

Kurz gesagt: Deepseek hat mit V4.1-Flash ein neues Modell veröffentlicht, das dank einer neuartigen Architektur deutlich weniger Grafikspeicher für lange Unterhaltungen und KI-Agenten benötigt. Beim Coding-Benchmark DeepSWE liegt es knapp vor Anthropics Opus 5 und OpenAIs GPT-5.6 Sol – bei nur 16 Milliarden aktiven von insgesamt 552 Milliarden Parametern. Das Modell ist unter MIT-Lizenz frei verfügbar, die API-Preise sinken zeitgleich um bis zu 60 Prozent.

Deepseek V4.1-Flash: Neues KI-Modell braucht viel weniger Speicher

Symbolbild: KI-generiert

Das chinesische KI-Labor Deepseek hat am 10. September 2026 sein neues Modell V4.1-Flash veröffentlicht. Der Clou liegt nicht in mehr Leistung um jeden Preis, sondern in weniger Speicherhunger: Für lange Unterhaltungen und KI-Agenten, die viele Zwischenschritte im Gedächtnis behalten müssen, braucht das Modell nach eigenen Angaben nur noch ein Viertel des Grafikspeichers seines Vorgängers V4-Flash – bei bestimmten Betriebsarten sogar nur ein Achtel.

Möglich macht das eine neue Architektur, die Deepseek „Causal Encoder-Decoder“ nennt: Ein 20-Schichten-Encoder verdichtet den bisherigen Gesprächsverlauf, ein nachgeschalteter 20-Schichten-Decoder greift darauf zurück, statt jede Information in jeder Schicht neu zu berechnen. Dadurch sind bei der Texteingabe nur 8 Milliarden und bei der Ausgabe 16 Milliarden Parameter gleichzeitig aktiv – obwohl das Modell insgesamt 552 Milliarden Parameter umfasst. Zusätzlich komprimiert eine neue Zwischenspeicher-Technik (FP4-Format) die Daten weiter, sodass laut unabhängigen Fachmedien nur noch rund 890 Byte pro verarbeitetem Textbaustein im Speicher liegen müssen. Trainiert wurde das multimodale Modell, das auch Bilder versteht, mit 45 Billionen Text- und Bilddaten und unterstützt Kontexte von bis zu einer Million Textbausteinen – etwa ein 800-seitiges Buch.

Trotz des schlanken Betriebs schneidet V4.1-Flash im Programmier-Benchmark DeepSWE mit 74,2 Prozent knapp besser ab als Anthropics Opus 5 und OpenAIs GPT-5.6 Sol, wie Deepseek und mehrere unabhängige Testberichte übereinstimmend berichten. Bei komplexen wissenschaftlichen Aufgaben und tiefergehender Bildanalyse bleibt laut Deepseek selbst allerdings weiterhin eine Lücke zu deutlich größeren Modellen. Das Unternehmen kündigte zudem an, ab dem 14. September Anfragen an das bisherige Flaggschiffmodell V4 Pro automatisch an V4.1-Flash weiterzuleiten – ein Hinweis darauf, wie sehr Deepseek dem neuen Modell in der Praxis vertraut.

Für Nutzer in Deutschland ist vor allem der Preis interessant: Die Modellgewichte stehen unter der freizügigen MIT-Lizenz kostenlos auf der Plattform Hugging Face zum Download bereit, wer die Deepseek-API nutzt, zahlt laut Unternehmensangaben bis zu 60 Prozent weniger als zuvor, mit günstigeren Tarifen außerhalb der Stoßzeiten. Für Entwickler von KI-Agenten – etwa automatisierten Programmier- oder Recherche-Assistenten, die viele Arbeitsschritte im Kontext behalten müssen – sinken damit die Betriebskosten spürbar, ohne dass sie auf eigene Server-Hardware mit mehr Grafikspeicher umsteigen müssen.

Quelle: The Decoder, ergänzt um Angaben von Deepseek und unabhängige Fachberichte.

Quelle & Einordnung: Anlass dieser Meldung: The Decoder (DE). Text, Bewertung und Bild sind unsere eigene, unabhängige Einordnung – wir geben keine fremden Inhalte im Wortlaut wieder.
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