Xpeng L03 gegen Škoda Enyaq und Tesla Y
Kurz gesagt: Der Xpeng L03 startet als reines Elektroauto ab 35.600 Euro und unterbietet damit Tesla Model Y (ab rund 39.990 Euro), Škoda Elroq (ab 37.390 Euro) und Hyundai Ioniq 5 (ab 41.900 Euro) beim Einstiegspreis - bei bis zu 520 Kilometern WLTP-Reichweite und bis zu 236 kW Ladeleistung. Neu für Xpeng in Europa ist die REEV-Variante mit Range Extender: Ein 1,5-Liter-Benzinmotor lädt hier unterwegs die Batterie nach und soll eine Gesamtreichweite von bis zu 1.000 Kilometern ermöglichen. Bestellbar ist der L03 in Deutschland bereits, die reinen Elektroversionen sollen ab dem vierten Quartal 2026 ausgeliefert werden, die Range-Extender-Variante im Herbst 2026.
Bild: Pressebild Xpeng
Wer sich heute für ein Elektro-SUV in der Klasse von Tesla Model Y oder Škoda Enyaq entscheidet, zahlt fast immer mehr als 37.000 Euro für die Basisversion - und muss bei der Reichweite je nach Modell Kompromisse eingehen oder tiefer in die Tasche greifen. Genau in diese Lücke stößt der chinesische Hersteller Xpeng mit seinem neuen L03, der Anfang der Woche seine Europapremiere feierte.
Was der L03 kann
Der L03 tritt äußerlich als klassisches Elektro-SUV-Coupé an, 1,92 Meter breit, mit 2,85 Metern Radstand in derselben Klasse wie VW ID.5, Škoda Enyaq Coupé und Tesla Model Y. Die Basisversion mit Hinterradantrieb bietet 180 kW (245 PS) und eine 58,3-kWh-LFP-Batterie für bis zu 445 Kilometer WLTP-Reichweite, ab 35.600 Euro. Die Long-Range-Version für 38.600 Euro nutzt eine größere 71,2-kWh-Batterie und kommt auf bis zu 520 Kilometer. Wer mehr Leistung will, bekommt in den Allradvarianten ab 41.600 Euro 285 kW (388 PS) und einen Sprint auf 100 km/h in 4,5 Sekunden. Bei der Ladeleistung nennt Xpeng trotz klassischer 400-Volt-Architektur bis zu 236 kW - von 10 auf 80 Prozent soll das laut Hersteller in rund 20 Minuten gehen.
Die eigentliche Neuheit: Range Extender statt reinem Akku
Für Xpeng ist der L03 zugleich das erste Modell, das der Hersteller in Europa auch als REEV anbietet - mit einem 1,5-Liter-Benzinmotor, der laut Hersteller nie mechanisch mit den Rädern verbunden ist, sondern ausschließlich als Generator die Batterie nachlädt. Der Antrieb bleibt damit vollelektrisch, nur die Reichweitengrenze verschiebt sich: Xpeng gibt für diese Variante, die ab 38.600 Euro kosten soll, eine Gesamtreichweite von bis zu 1.000 Kilometern an. Wer regelmäßig lange Strecken ohne Ladestopp fährt oder noch keine verlässliche Lademöglichkeit hat, umgeht damit das klassische Reichweiten-Dilemma - allerdings auf Kosten der reinen Elektro-Einfachheit, die viele Käufer an E-Autos gerade schätzen.
Einordnung: Was der Preis wirklich bedeutet
Die genannten 35.600 Euro sind Bruttopreise für die Basisversion und liegen damit unter dem Einstieg von Tesla Model Y (rund 39.990 Euro), Škoda Elroq (ab 37.390 Euro) und deutlich unter dem Hyundai Ioniq 5 (ab 41.900 Euro). Wie belastbar dieser Preisvorteil im Alltag ist, hängt aber von Details ab, die bislang nicht final geklärt sind: Serviceverfügbarkeit, Werkstattnetz und Restwertentwicklung chinesischer Marken in Deutschland sind historisch schwerer einzuschätzen als bei etablierten Herstellern - ein Punkt, der bei einer reinen Preis-Leistungs-Rechnung leicht untergeht. Bestellbar ist der L03 in Deutschland bereits, ausgeliefert werden die batterieelektrischen Versionen laut Hersteller ab dem vierten Quartal 2026, die Range-Extender-Variante im Herbst 2026. Wer aktuell ohnehin ein Elektro-SUV in dieser Preisklasse vergleicht, findet einen laufend aktualisierten Überblick über Modelle, Preise und Ladeoptionen in unserer E-Auto-Rubrik.
Quellen: electrive.net, china-gadgets.de.
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