VW ID. Software 3.9.1: Akku vorheizen für ältere Modelle
Kurz gesagt: Volkswagen rollt ID. Software 3.9.1 für ältere ID.-Modelle mit Softwaregeneration 3.x aus. Wichtigste Neuerung ist die manuelle Akku-Vorkonditionierung vor dem DC-Schnellladen, die im Winter die Ladeleistung verbessern kann. Voraussetzung sind Software 3.7 oder neuer, ein aktiver Connect-Vertrag und mindestens 50 Prozent Ladestand.
Symbolbild: KI-generiert
Volkswagen verteilt mit ID. Software 3.9.1 ein größeres Over-the-Air-Update an ältere ID.-Modelle. Golem berichtet über das Update; wir haben die Angaben mit weiteren Berichten abgeglichen (siehe unten). Das Golem-Original selbst war für uns beim Abruf nicht lesbar, der Abgleich beruht deshalb auf den anderen Quellen.
Das ist neu
Die Hauptneuerung ist die manuelle Batterie-Vorkonditionierung: Fahrer können den Hochvoltakku vor einem geplanten Schnellladestopp über das Infotainment vorheizen. Ein kalter Akku begrenzt im Winter die Ladeleistung, ein vorgewärmter lädt oft deutlich zügiger. Bisher fehlte älteren ID.-Modellen diese Funktion, die bei neueren Fahrzeugen längst Standard ist.
Dazu kommen laut electrive und SmartDroid:
- überarbeitetes Thermomanagement, das den Akku bei zügiger Fahrt kühlt und nach dem Schnellladen besser herunterkühlt,
- Korrektur eines Fehlers, bei dem die Ladeleistung an AC-Ladepunkten unerwartet abfiel,
- zuverlässigerer Neustart des PV-Überschussladens, etwa an der Smartfox Pro Charger,
- Überwachung auf auffällig hohe Selbstentladung des Akkus mit gelber Warnleuchte,
- verbesserte elektrische Türgriffe (dafür kann ein Werkstattbesuch nötig sein) sowie IT-Sicherheitsupdates.
Wer bekommt es?
Betroffen sind nach electrive ID.4 und ID.5 mit Baujahr vor Oktober 2023, ID.3 bis Baujahr 2024, frühe ID. Buzz sowie ältere Škoda Enyaq. Škoda spricht laut SmartDroid von über 300.000 Fahrzeugen; zu Cupra gibt es noch keine offizielle Information. Die Berichte weichen bei den genauen Baujahren teils ab, verbindlich ist die Ankündigung im VW Drivers Club.
Voraussetzungen und unsere Einordnung
Nötig sind Software 3.7 oder neuer, ein aktiver VW-Connect- bzw. We-Connect-Vertrag, die Datenfreigabe und laut electrive mindestens 50 Prozent Ladestand. Während der Installation lässt sich das Auto weder fahren noch laden. Plane das Update also nicht kurz vor einer Fahrt ein.
Unsere Einordnung: Für Winterfahrer ist die Vorkonditionierung der spürbarste Gewinn, weil lange Pausen an kalten Schnellladern teuer an Zeit sind. Konkrete Ladeleistungen oder Messwerte hat VW bislang nicht genannt; wie viel Zeit das Vorheizen spart, lässt sich erst nach ersten Praxisberichten sagen. Das Update ist außerdem Voraussetzung für künftige OTA-Updates. Die Auslieferung läuft schrittweise, nicht jeder Wagen bekommt es am selben Tag.
Quellen: Golem Auto, electrive, SmartDroid.
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