VW in China: Era, Aura und Unyx sollen die Wende bringen
Kurz gesagt: Volkswagen liegt bei Elektroautos in China laut Smartdroid nur noch bei rund einem Prozent Marktanteil. Die neuen Baureihen ID. Era, ID. Aura und ID. Unyx entstehen mit Xpeng-Technik und sollen den Absturz stoppen. Der ID. Aura T6 kommt auf über 30.000 Bestellungen, die Unyx-Modelle zünden bisher kaum.
Symbolbild: KI-generiert
Für Volkswagen entscheidet sich in China gerade, ob der größte Einzelmarkt des Konzerns zurückzugewinnen ist. Laut Smartdroid liegt VW bei reinen Elektroautos dort zuletzt nur noch bei etwa einem Prozent Marktanteil. Europäische Modelle wie der ID.3 kamen bei chinesischen Kunden kaum an – zu klein, technisch zu spät, zu teuer.
Drei Markenwelten, ein Ziel
Die Antwort sind Modelle, die eigens für China entstehen. Grundlage ist die gemeinsam mit dem chinesischen Hersteller Xpeng entwickelte Elektronikarchitektur CEA. Nach Smartdroid-Angaben kommt der ID. Aura T6 auf mehr als 30.000 Bestellungen, der ID. Era 9X und der ID. Era 5S auf jeweils knapp 15.000. Beim Audi E7X spricht die Quelle von rund 10.000 verkauften Einheiten. Die Unyx-Reihe von VW Anhui dagegen sei „noch nicht im Markt angekommen“, VW müsse massiv in Werbung investieren.
Technisch gibt es durchaus Argumente. Der Fachdienst electrive beschreibt den ID. Unyx 09 als 5,08 Meter lange Limousine mit LFP-Zellen von CATL, wahlweise mit Heck- (230 kW) oder Allradantrieb (370 kW). Der ID. Aura T6 ist ein SUV mit 170 kW, der Jetta M6 eine preisorientierte Limousine. Der kleinere Unyx 07 kommt laut Wikipedia-Eintrag mit 59,9-kWh-LFP-Akku auf 558 Kilometer nach der chinesischen CLTC-Norm – die ist deutlich großzügiger als der europäische WLTP-Zyklus.
Der Vergleich tut weh
Zum Maßstab: Smartdroid nennt für den MG 07 über 20.000 Bestellungen an einem einzigen Tag und für einen Xiaomi über 10.000 in vier Stunden. Gegen diese Geschwindigkeit wirken 15.000 Bestellungen „in den ersten Wochen“ solide, aber nicht wie eine Wende. VW will bis 2027 rund 30 neue Modelle für China bringen.
Was das für Deutschland heißt
Für Käufer hierzulande ist die China-Offensive mehrfach relevant: Die Xpeng-Technik dürfte auch in künftigen Europa-Modellen stecken, und schwache China-Erlöse belasten die Kasse für Investitionen und Preise hier. Ob die Modelle nach Europa kommen, ist nicht bestätigt. Einschränkung: Die Bestellzahlen sind Angaben aus einer Quelle und Herstellerumfeld; unabhängige Zulassungszahlen stehen noch aus. Wir ergänzen sie, sobald sie vorliegen.
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