Tesla TAD: Lettland ist Land 10 – EU-Votum frühestens Dezember
Kurz gesagt: Lettland hat Teslas Assistenzsystem TAD (früher FSD Supervised) per Ausnahmegenehmigung zugelassen, damit gilt es in 10 von 27 EU-Staaten. Die EU-weite Abstimmung ist frühestens im Dezember möglich; Musk hofft auf „einige Monate“ und nennt Q1 2027.
Symbolbild: KI-generiert
Teslas Fahrassistent ist in Europa wieder ein Stück weiter: Lettland hat das System per Ausnahmegenehmigung erlaubt. Damit steht „Tesla Assisted Driving“ (TAD) in 10 von 27 EU-Staaten auf der Liste. Tesla Europe meldete die Freigabe auf X und kündigte an, der Rollout starte bald. Quelle der Erstmeldung ist teslamag.de.
Was hinter dem Namen TAD steckt
Anfang Oktober hatte Tesla „FSD Supervised“ in Europa nach einer Einigung mit Bundesverkehrsminister Steffen Bilger in „Tesla Assisted Driving“ umbenannt. Technisch bleibt es ein Assistenzsystem: Der Fahrer muss jederzeit aufmerksam sein und eingreifen können. Der neue Name soll Erwartungen an vollautonomes Fahren dämpfen und die Zulassung erleichtern.
Der Weg zur Zulassung
Die niederländische Behörde RDW erteilte im April 2026 als erste eine vorläufige Genehmigung. Andere Staaten erkennen diese Entscheidung seitdem einzeln an, etwa Belgien und Slowenien; zuletzt kam Lettland dazu. Für eine EU-weite Zulassung braucht es eine qualifizierte Mehrheit: mindestens 15 der 27 Staaten, die zusammen mindestens 65 Prozent der EU-Bevölkerung vertreten. Der zuständige technische Ausschuss hat zweimal beraten, aber nichts entschieden. Auf der Sitzung am 6. Oktober stand kein Votum auf der Tagesordnung, die nächste Gelegenheit ist Anfang Dezember. Laut Berichten spielt Deutschlands Haltung eine Schlüsselrolle, Frankreich äußerte zuletzt Kritik.
Musks Zeitplan
In der Q3-Konferenz sagte Elon Musk, die Dauer sei schwer vorherzusagen; für die EU hoffe Tesla auf „einige Monate“. Ihn würde überraschen, wenn es länger als bis zum ersten Quartal 2027 dauert. Das ist eine Hoffnung, kein Termin. Teslamag liest „einige Monate“ eher so, dass eine EU-weite Freigabe 2026 unwahrscheinlich ist.
Was das für Fahrer in Deutschland bedeutet
Eine Freigabe in Lettland ändert für deutsche Tesla-Fahrer erst einmal nichts: Nationale Ausnahmen gelten nur im jeweiligen Land. Wer auf TAD hofft, sollte auf das Dezember-Votum und die deutsche Position achten. Zur Sicherheit nennt Tesla eigene Zahlen: Das System sei in rund 100 Millionen in Europa gefahrenen Kilometern 4,1-mal seltener in Unfälle verwickelt gewesen als manuelles Fahren. Das ist eine Herstellerangabe ohne unabhängige Prüfung. Eine zweite, unabhängige Bestätigung des Lettland-Beschlusses durch eine Behörde fanden wir bei unserer Recherche noch nicht; wir stützen uns hier auf Teslas eigene Meldung, wie sie teslamag.de wiedergibt.
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