Tesla Roadster kann Kickflip: Kaltgas-Düsen, aber kein Preis
Kurz gesagt: Tesla hat den neuen Roadster enthüllt: drei Versionen, Kaltgas-Triebwerke für Sprünge und Überschläge, 0 auf 60 mph in unter 0,59 Sekunden bei der Rocket-Version. Einen Preis nannte Tesla nicht, Produktionsstart soll laut Musk 2028 sein. Reserviert wird mit 50.000 US-Dollar.
Symbolbild: KI-generiert
Nach Jahren der Verschiebungen hat Tesla in der Nacht zu Freitag per Livestream den neuen Roadster gezeigt. Das Auto im „Cyberfied“-Design sprang und überschlug sich in der Luft – möglich machen das Kaltgas-Triebwerke. Details zu Preis und Produktion blieben dünn. Wir ordnen ein, was bekannt ist, auf Basis des Electrek-Berichts.
Drei Versionen, sehr unterschiedliche Alltagstauglichkeit
Die Basis heißt Performance: zwei Sitze, Straßenzulassung, aktive Aerodynamik, laut Tesla unter 1,6 Sekunden auf 60 mph (rund 97 km/h). Darauf setzen zwei „Augments“ auf: Thrust mit heckmontierten Düsen (unter 0,9 Sekunden, limitierte Auslieferung) und die einsitzige Rocket mit Düsen rundum (unter 0,59 Sekunden, über 230 mph, nur auf Einladung). Die Rocket ist laut Teslas Roadster-Seite nicht straßenzugelassen.
Was die Technik leisten soll
Die Düsen arbeiten mit Druckgas aus carbonfaserumwickelten Tanks. Tesla behauptet, sie lieferten das Vier- bis Fünffache der Kraft, die Reifen übertragen können. Dazu kommen Lüfter, die Luft unter dem Auto absaugen, und ein Track-Modus mit ausfahrbaren Flügeln und Abtrieb „nahe Formel 1“. Die Reichweite gibt Tesla mit über 300 Meilen (rund 480 km) an.
Das große Aber
Einen Preis nannte Tesla für keine Version. Als Produktionszeitraum fiel Elon Musks Satz „2028, actually“. Wer reservieren will, zahlt 5.000 US-Dollar sofort (erstattungsfähig) und weitere 45.000 US-Dollar binnen zehn Tagen – insgesamt 50.000 Dollar.
Gegenüber dem Versprechen von 2017 fällt die Bilanz mager aus: Damals standen 620 Meilen Reichweite, über 250 mph und vier Sitze im Raum. Jetzt sind es über 300 Meilen, über 230 mph (nur Rocket) und maximal zwei Sitze. Electrek-Autor Fred Lambert weist zudem darauf hin, dass die spektakulären Stunts nur in Versionen möglich sind, die limitiert oder auf Einladung erhältlich und nicht straßenzugelassen sind – und deren Nutzung vermutlich die Garantie gefährdet.
Unsere Einordnung
Für Leser in Deutschland ist der Roadster vorerst eine Show-Veranstaltung: Ein Marktstart hierzulande ist nicht angekündigt, und die Zulassungsfrage für die Düsen-Versionen ist offen. Die Technik ist beeindruckend, ob daraus ein lieferbares Auto wird, zeigt sich frühestens 2028. Unabhängige Messwerte gibt es bislang nicht – alle Zahlen stammen von Tesla selbst.
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