🚗 E-Auto-News

Tesla: Notfall-Losfahren trotz Ladekabel am Supercharger

Kurz gesagt: Tesla hat „Emergency Drive Away“ eingeführt: In Notfällen können Fahrer an US-Superchargern in D schalten und wegfahren, ohne das Kabel zu entriegeln. Das beschädigt Auto und Ladesäule. Nötig ist Software 2026.38.3, in Europa gibt es die Funktion nicht.

Tesla: Notfall-Losfahren trotz Ladekabel am Supercharger

Symbolbild: KI-generiert

Normalerweise ist ein Tesla beim Laden fest mit der Säule verbunden: Der Stecker verriegelt sich im Ladeport, und wer losfahren will, muss ihn zuerst über den Bildschirm oder die manuelle Notentriegelung lösen. Genau diese Sekunden will Tesla nun in Extremsituationen einsparen. Laut Electrek lässt sich die neue Funktion „Emergency Drive Away“ am Supercharger nutzen, um trotz steckendem Kabel in den Fahrmodus zu schalten und wegzufahren.

Auslöser: der Angriff von Twin Falls

Anlass ist ein Angriff am 1. August 2026 vor einem In-N-Out-Restaurant in Twin Falls im US-Bundesstaat Idaho, direkt neben einer Supercharger-Station. Der Täter schoss unter anderem auf Teslas, die dort luden. Die Berichte nennen unterschiedliche Opferzahlen; übereinstimmend heißt es, dass mehrere Menschen starben, darunter ein 66-jähriger Fahrer am Supercharger. Danach entbrannte in den USA eine Debatte, ob Elektroautos Menschen beim Laden „festhalten“. Als Notlösung wurde ein Zubehör-Adapter von EVject beworben, der sich beim Losfahren trennt – gegen den Tesla 2024 geklagt hatte, bevor die Klage nach Nachbesserungen fallen gelassen wurde (Electrek).

Was Tesla ausdrücklich warnt

Die Funktion ist kein Komfort-Feature. Tesla schreibt, die Nutzung „beschädige das Fahrzeug und den Supercharger“, und kündigt bei vorsätzlichem Missbrauch zusätzliche Strafen an. Nach Tesla North können Reparaturen bis zu 25.000 Dollar kosten, und ein Werkstattbesuch für den Ladeport ist Pflicht. Kurze Kameraaufnahmen werden mit Tesla geteilt. Voraussetzung ist die Softwareversion 2026.38.3; Model S und Model X vor 2021 sind nicht dabei. Tesla-Ladechef-Aussagen zufolge hofft das Unternehmen, dass niemand die Funktion je braucht.

Einordnung für deutsche Fahrer

Tesla beschränkt die Funktion vorerst auf Supercharger in den USA; eine Ausweitung auf andere Länder ist laut Bericht nicht geplant. Wer in Deutschland lädt, hat sie also nicht. Hier bleibt die Notentriegelung am Ladeport der Weg, und das Risiko, am Schnelllader überfallen zu werden, ist statistisch gering. Technisch interessant ist die Abwägung: Ein Stecker, der sich bei Gewalt löst, schützt in der Gefahr, kann aber bei Fehlbedienung Hardware zerstören. Deshalb hängt Tesla Kosten und Kameraaufzeichnung an den Notfallmodus.

Ob das Unternehmen Daten zu Missbrauch veröffentlicht, ist offen. Benchmarks oder Vergleichszahlen zu anderen Herstellern gibt es nicht; ein vergleichbares Werksfeature konkurrierender Marken ist uns nicht bekannt. Die Darstellung stützt sich auf Medienberichte, eine Tesla-Primärquelle lag uns nicht vor.

Quelle & Einordnung: Anlass dieser Meldung: Electrek. Text, Bewertung und Bild sind unsere eigene, unabhängige Einordnung – wir geben keine fremden Inhalte im Wortlaut wieder.
Passend zum Thema

*Anzeige · Affiliate-Links. Kaufst du darüber, erhalten wir eine Provision – für dich ändert sich der Preis nicht. Die Auswahl im Artikel bleibt davon unberührt.

Passend dazu aus unseren Tests
🤖 Transparenz: Recherche und Text dieser Meldung entstehen mit KI-Werkzeugen. Themenauswahl, Einordnung und Veröffentlichung verantwortet die Redaktion – verantwortlich im Sinne des § 18 Abs. 2 MStV ist Jörg Schock.

SmartHome Kompass bei Google folgen · alle Nachrichten

← Alle E-Auto-News