Tesla bringt 3D-Ladepark-Karten in die Smartphone-App
Kurz gesagt: Ab App-Version 4.61.0 zeigt die Tesla-App detaillierte 3D-Layouts von Supercharger-Standorten direkt auf dem Smartphone. Fahrer sehen vor der Ankunft, wie ein Ladepark aufgebaut ist und welche Säulen frei aussehen. Besonders profitieren Besitzer älterer Modelle mit Intel-Infotainment, die die Funktion bisher gar nicht nutzen konnten.
Symbolbild: KI-generiert
Tesla erweitert seine Smartphone-App um eine Funktion, die bislang nur im Auto selbst verfügbar war: 3D-Layouts von Supercharger-Standorten. Ab App-Version 4.61.0 können Nutzer beim Heranzoomen auf einen Ladepark eine Vogelperspektive-Ansicht öffnen, die zeigt, wie die Ladesäulen angeordnet sind - inklusive grober Einschätzung, welche Plätze frei aussehen könnten. Das berichtet das Portal Not a Tesla App unter Berufung auf eigene Tests der neuen Version.
Die Funktion war ursprünglich Teil des Holiday-Updates 2025 und lief zunächst nur auf 18 Pilotstandorten in Kalifornien und Texas - ausschließlich auf dem Fahrzeugbildschirm. Laut Recherchen von TeslaNorth.com integriert Teslas Kartierungsteam am Standort Giga New York inzwischen wöchentlich mehr als 300 neue Standorte weltweit; die Abdeckung erstreckt sich mittlerweile auf den Großteil der US-Ladeinfrastruktur und wird auch in Europa ausgebaut.
Praktisch bedeutet das: Wer eine Ladepause plant, kann schon vor der Abfahrt sehen, wie der Ladepark aufgebaut ist - hilfreich etwa bei engen Höfen, Anhängerkupplungen oder wenn mehrere Ladesäulen-Reihen verwirrend angeordnet sind. Auf dem Telefon lässt sich die Ansicht zwar nicht wie im Auto frei drehen, für die reine Orientierung reicht die Draufsicht aber aus.
Der eigentliche Fortschritt liegt an anderer Stelle: Bisher war die Kartenfunktion Fahrzeugen mit dem neueren AMD-Ryzen-Infotainmentsystem vorbehalten. Ältere Modelle mit Intel-Chips gingen leer aus. Über die App bekommen nun auch Besitzer dieser Fahrzeuge Zugriff auf die Standort-Layouts - ein Beispiel dafür, wie Tesla Hardware-Limits im Auto über die Cloud und die Begleit-App umgeht, statt ein teures Nachrüst-Update zu verlangen.
Quelle: Not a Tesla App, zusätzliche Angaben zu Rollout-Tempo und Standortzahl: TeslaNorth.com.
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