Preis-Hammer ⚡ Ford Fathom: E-Pickup unter 30.000 Dollar (2027)
Kurz gesagt: Ford hat seinen kommenden Elektro-Pickup offiziell „Fathom“ getauft und den Einstiegspreis genannt: 28.350 US-Dollar, mit Lieferkosten 29.945 Dollar. Möglich wird das durch die neue „Universal Electric Vehicle“-Plattform (UEV) und günstige LFP-Akkus ohne Kobalt und Nickel. Vorbestellungen starten Anfang 2027, die Auslieferung soll noch im selben Jahr beginnen - allerdings vorerst nur in den USA, und die günstige Basisversion kommt laut Ford nicht mit den vollen 300 Meilen (rund 480 Kilometer) Reichweite.
Wer heute einen Elektro-Pickup kaufen will, landet schnell bei Preisen von 60.000 Euro aufwärts - Reichweite, Platz und Zugkraft gibt es bislang fast nur im Oberklasse-Segment. Genau diese Lücke will Ford jetzt schließen, mit einem Modell, das laut Hersteller so viel kosten soll wie ein gut ausgestatteter Kompaktwagen.
Was Ford konkret angekündigt hat
Ford hat seinem neuen Elektro-Pickup den Namen „Fathom“ gegeben und den Einstiegspreis bestätigt: 28.350 US-Dollar, wie unter anderem InsideEVs.de berichtet - mit Lieferkosten von rund 1.600 Dollar steigt der reale Einstiegspreis auf 29.945 Dollar. Möglich wird der niedrige Preis durch zwei technische Entscheidungen: Der Fathom ist das erste Modell auf Fords neuer „Universal Electric Vehicle“-Plattform (UEV), die laut Recherchen von The Autopian rund 20 Prozent weniger Einzelteile benötigt als bisherige Ford-Baureihen und in der Fertigung 40 Prozent weniger Arbeitsstationen braucht. Zusätzlich setzt Ford auf LFP-Akkus (Lithium-Eisenphosphat) ohne Kobalt und Nickel - chemisch weniger energiedicht, dafür deutlich günstiger und langlebiger. Die Zellen kommen aus dem neuen, 3 Milliarden Dollar teuren BlueOval-Werk im US-Bundesstaat Michigan.
Der Haken an den 28.350 Dollar
Wichtig für die Einordnung: Der genannte Preis gilt für die Basisversion mit kleinerem Akku - und die schafft laut Ford ausdrücklich nicht die vollen rund 480 Kilometer (300 Meilen) Reichweite. Wer die größere Batterie will, zahlt einen bislang nicht genannten Aufpreis; ein Ford-Sprecher bestätigte gegenüber The Autopian auf die Frage, ob Käufer für 480 Kilometer draufzahlen müssen, wörtlich: „Das ist sicher anzunehmen.“ Der Fathom bietet laut den bisherigen Angaben vier Türen, Platz für fünf Personen, einen vorderen Kofferraum (Frunk), bidirektionales Laden, einen digitalen Autoschlüssel sowie Apple CarPlay, Android Auto und Fords Fahrassistenzsystem BlueCruise. Vorbestellungen sollen Anfang 2027 zusammen mit der vollständigen Design-Enthüllung starten, die ersten Auslieferungen später im gleichen Jahr - vorerst ausschließlich in den USA, wo der Fathom im Werk Louisville in Kentucky gebaut wird. Ob und wann ein Marktstart für Deutschland oder Europa geplant ist, hat Ford bisher nicht mitgeteilt.
Einordnung: Warten lohnt sich für deutsche Käufer aktuell nicht
Für Leser in Deutschland ist die wichtigste Nachricht deshalb eine ernüchternde: Der Fathom ist bislang ein reines US-Projekt, ein Importweg oder eine EU-Zulassung sind nicht in Sicht. Wer schon heute einen bezahlbaren Elektro-Pickup sucht, findet in Europa ohnehin kaum echte Alternativen - die aktuell verfügbaren Modelle wie der Ford F-150 Lightning zielen preislich und von den Abmessungen her eher auf den US-Markt. Spannend ist der Fathom trotzdem als Signal: Sollte sich die neue UEV-Plattform mit LFP-Akku bewähren, dürfte Ford ähnliche Kostenvorteile perspektivisch auch auf kompaktere, europataugliche Modelle übertragen - dort wo aktuelle Elektroautos ihre Käufer eher über Reichweite und Ausstattung als über einen Dollar-Kampfpreis unter 30.000 überzeugen müssen. Bis dahin bleibt der Fathom vor allem ein Blick darauf, wie stark Wettbewerber wie Slate (Basispreis rund 26.400 Dollar mit Gebühren) den US-Markt für günstige Elektro-Pickups gerade unter Druck setzen.
Quelle: InsideEVs.de, weitere Details: The Autopian.
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