Nissan NX7 PHEV: 225 km elektrisch, Start im vierten Quartal
Kurz gesagt: Dongfeng Nissan bringt den NX7 als Plug-in-Hybrid-SUV im vierten Quartal 2026 auf den chinesischen Markt. Er hat einen 40,95-kWh-LFP-Akku, schafft laut Zulassungsunterlagen 220 bis 225 km rein elektrisch und bekommt optional einen Lidar-Sensor. Preis und Europastart sind offen.
Symbolbild: KI-generiert
Der Nissan NX7 rückt in China näher an den Marktstart. Das Plug-in-Hybrid-SUV von Dongfeng Nissan soll im vierten Quartal 2026 erscheinen, wie das Branchenportal CarNewsChina berichtet. Prototypen wurden bereits auf chinesischen Straßen gesichtet, unter anderem in Guangzhou.
Große Batterie für einen Plug-in-Hybrid
Das auffälligste Merkmal ist der Akku: 40,95 kWh Lithium-Eisenphosphat, geliefert vom Gemeinschaftsunternehmen CATL-FAW. Zum Vergleich: Der BYD Song Plus DM-i bietet in einer Variante 26,6 kWh, der Geely Galaxy L7 in einer Version 18,7 kWh. Der Nissan hat also gut die Hälfte mehr Speicher als der BYD. Die elektrische Reichweite liegt je nach Ausführung bei 220 oder 225 Kilometern.
Bei der Reichweite lohnt Vorsicht: CarNewsChina nennt den WLTC-Zyklus, einige chinesische Medien schreiben dagegen CLTC. Beide Verfahren sind nicht direkt vergleichbar, CLTC fällt in der Regel großzügiger aus. Welche Angabe die Zulassungsunterlagen tatsächlich meinen, konnten wir nicht abschließend klären. Wer die Zahl mit europäischen Plug-in-Hybriden vergleicht, sollte sie deshalb nicht als sicheren Alltagswert nehmen.
Technik und Maße
Den Antrieb bilden ein 1,5-Liter-Saugmotor mit 73 kW (98 PS) und ein Elektromotor mit 170 kW (228 PS) Spitzenleistung. Wie die Leistung zwischen beiden aufgeteilt wird, geht aus den veröffentlichten Daten nicht hervor. Das Fünfsitzer-SUV ist 4.785 mm lang, bis zu 1.932 mm breit und 1.665 mm hoch, der Radstand beträgt 2.815 mm. Das Leergewicht liegt zwischen 1.915 und 2.000 Kilogramm. Das ist ein Mittelklasse-SUV in der Größe eines VW Tiguan Allspace, dessen Radstand ähnlich ausfällt.
Optional kommt ein Lidar-Sensor auf dem Dach hinzu. Dongfeng Nissan hat zudem eine urbane Navigation on Autopilot (NOA) bestätigt, also teilautomatisiertes Fahren im Stadtverkehr. Welche Software und welcher Zulieferer dahinterstecken, ist nicht bekannt. Fest steht nur: Beim Schwestermodell N7 arbeitete Nissan mit Momenta zusammen, einen Beleg für dieselbe Partnerschaft beim NX7 gibt es nicht.
Preis, Lage und Einordnung für Deutschland
Einen offiziellen Preis nennt Nissan noch nicht. Chinesische Medien schätzen 150.000 bis 180.000 Yuan; das ist eine Schätzung, keine Ankündigung. Der Druck ist hoch: Dongfeng Nissan verkaufte im August 2026 laut CarNewsChina 24.014 Fahrzeuge, 13,5 Prozent mehr als im Juli, aber 54,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Der Marktanteil lag bei 1,6 Prozent. Der NX7 soll offenbar die Lücke bei Plug-in-Hybriden schließen, bei denen die einheimischen Hersteller den Markt dominieren.
Für deutsche Käufer ist der NX7 vorerst kein Thema. Zu einem Export oder Europastart gibt es keine Angaben. Interessant ist er trotzdem als Signal: Ein großer Akku von über 40 kWh macht Plug-in-Hybride zu Fahrzeugen, die im Alltag fast ausschließlich elektrisch fahren können. Das spielt auch hierzulande eine Rolle, wenn es um Wallbox und Solarstrom geht. Wir beobachten, ob Nissan das Konzept nach Europa bringt.
Quellen: CarNewsChina sowie chinesische Medienberichte zur Zulassungsmeldung vom 7. August 2026, etwa bei IT-Home.
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