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NHTSA untersucht 1,2 Millionen Teslas wegen brechender Aufhängung

Kurz gesagt: Die NHTSA hat am 29. Juli 2026 eine Voruntersuchung zu rund 1,2 Millionen Tesla Model 3 (2018-2020) und Model Y (2021-2023) eröffnet: Der vordere untere Querlenker kann sich während der Fahrt lösen, das Fahrzeug wird lenkunfähig. 156 Beschwerden liegen vor, meist ohne Vorwarnung, laut Behörde bislang keine Unfälle, Verletzungen oder Todesfälle. Es handelt sich um die erste Stufe eines Verfahrens, das in einem Rückruf enden kann, aber nicht muss - ein ähnliches, kleineres Problem hatte Tesla 2021 und 2023 bereits per Rückruf behoben.

NHTSA untersucht 1,2 Millionen Teslas wegen brechender Aufhängung

Bild: KI-generiert

Ein ungewohntes Klackern aus dem Radkasten, dann lässt sich das Lenkrad plötzlich kaum noch kontrollieren - genau das haben laut US-Verkehrsbehörde NHTSA 156 Tesla-Fahrer gemeldet, die meisten davon ganz ohne jede Vorwarnung. Am 29. Juli 2026 hat die Behörde deshalb eine Voruntersuchung (Preliminary Evaluation, PE26-006) zu rund 1,2 Millionen Fahrzeugen eröffnet: Tesla Model 3 der Baujahre 2018 bis 2020 und Model Y der Baujahre 2021 bis 2023.

Was genau bricht

Betroffen ist der vordere untere Querlenker (front lower lateral link), ein tragendes Bauteil der Vorderachs-Aufhängung. Löst er sich während der Fahrt, verliert das Auto laut NHTSA die Richtungskontrolle und wird fahruntauglich - es muss abgeschleppt werden. Die Behörde betont ausdrücklich, dass bislang keine Unfälle, Verletzungen oder Todesfälle mit dem Defekt in Verbindung gebracht werden. Die Voruntersuchung ist erst die erste von mehreren Stufen im NHTSA-Verfahren: Sie kann, muss aber nicht in einem verpflichtenden Rückruf münden - dafür müsste die Behörde zunächst einen tatsächlichen Sicherheitsmangel nachweisen.

Kein neues Problem, aber eine neue Dimension

Ganz unbekannt ist die Schwachstelle nicht: Tesla hatte bereits 2021 rund 2.800 Model-3-Fahrzeuge wegen sich lösender Querlenker zurückgerufen, 2023 folgten weitere 422 Fahrzeuge mit ähnlichem Fehlerbild - weltweit waren davon nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts rund 4.200 Fahrzeuge betroffen, 77 davon in Deutschland. Die jetzige Untersuchung ist mit 1,2 Millionen Fahrzeugen jedoch um ein Vielfaches größer und betrifft erstmals auch das Model Y in nennenswertem Umfang. Ob es sich um dieselbe Fehlerursache in größerem Maßstab handelt oder um ein neues Problem, hat die NHTSA bislang nicht mitgeteilt.

Was Besitzer und Gebrauchtkäufer jetzt tun können

Die betroffenen Baujahre gehören zum Kern des deutschen Tesla-Gebrauchtmarkts, auch wenn die US-Untersuchung hierzulande keine unmittelbare rechtliche Wirkung hat - ein deutscher Rückruf würde erst folgen, falls das Kraftfahrt-Bundesamt nachzieht. Wer ein Model 3 (2018-2020) oder Model Y (2021-2023) fährt oder gebraucht kaufen will, sollte auf ungewöhnliche Klopf- oder Klappergeräusche aus dem vorderen Radbereich achten, besonders bei Kurvenfahrt und über Bodenwellen, und im Zweifel den Zustand der vorderen Querlenker in einer Werkstatt prüfen lassen. Ein belastbares Ergebnis der NHTSA-Untersuchung - und damit Klarheit, ob ein Rückruf kommt - steht noch aus.

Quellen: Electrek, NHTSA-Untersuchungsdokument PE26-006, Angaben zum früheren deutschen Querlenker-Rückruf laut Kraftfahrt-Bundesamt.

Quelle & Einordnung: Anlass dieser Meldung: Electrek / NHTSA. Text und Bewertung sind unsere eigene, unabhängige Einordnung – wir geben keine fremden Inhalte im Wortlaut wieder.
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