Solar-Baustelle: Autonomer Gabelstapler von LEAPTING
Kurz gesagt: Der chinesische Solarausrüster LEAPTING hat den Auto-Navigation Forklift Robot (AFR) vorgestellt: einen elektrischen, fahrerlosen Raupen-Gabelstapler für 3.000 Kilogramm Last, der Modulpaletten auf Solarparks zu den Montagereihen fährt. Alle Zahlen stammen vom Hersteller, Preis und Liefertermin fehlen.
Symbolbild: KI-generiert
Der chinesische Solarausrüster LEAPTING hat einen elektrischen, autonomen Gabelstapler vorgestellt. Der Auto-Navigation Forklift Robot (AFR) soll auf Solarparks im Großmaßstab Paletten mit Modulen vom Lagerplatz zu den Montagereihen bringen, ganz ohne Fahrer. Berichtet haben unter anderem Electrek, pv magazine und TaiyangNews.
Die Daten laut Hersteller
Der AFR fährt auf Raupen und trägt bis zu 3.000 Kilogramm. Die Gabeln heben laut TaiyangNews bis auf drei Meter, die Steigfähigkeit liegt bei etwa 30 Grad, das Gewicht bei rund 5,5 Tonnen. Der Lithium-Akku (48 Volt, 400 Amperestunden, 19,2 Kilowattstunden) soll im Standardbetrieb etwa acht Stunden reichen. Zur Orientierung kombiniert die Maschine GPS-RTK, laserbasiertes SLAM und 3D-Bildverarbeitung; dazu kommen ein 360-Grad-LiDAR, Hindernisvermeidung, ein dreistufiges Bremssystem und Schutzart IP67.
Warum das für Solarprojekte zählt
Auf großen Freiflächenanlagen sind nicht die Module der Engpass, sondern die Logistik: Tausende Paletten müssen bei Staub, Schotter oder Schlamm exakt zu den Tracker-Reihen. Der AFR ist als Bindeglied zum bereits bekannten Montageroboter MMR desselben Herstellers gedacht, der in einem Gigawatt-Projekt im Nahen Osten eingesetzt wird. Zusammen sollen beide die Bauphase weitgehend automatisieren.
Einordnung
Alle Leistungsangaben stammen aus der Pressemitteilung von LEAPTING und sind nicht unabhängig geprüft. Einen Preis, einen Marktstart oder Einsätze des AFR selbst nennt bisher keine der von uns gesichteten Quellen. Für Hausbesitzer mit Balkonkraftwerk oder Dachanlage ändert sich dadurch nichts direkt. Mittelbar aber geht es um die Kosten von Solarstrom: Je schneller und billiger Großparks entstehen, desto weniger belastet der Bau den Strompreis. Ob der Stapler im rauen Alltag hält, was das Datenblatt verspricht, zeigt sich erst auf echten Baustellen.