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Ladesäulen-Auslastung steigt – freie Plätze meist trotzdem

Kurz gesagt: Laut einer dpa-Bilanz der größten Ladenetzbetreiber steigt die Auslastung öffentlicher Ladesäulen: EWE meldet 30 Prozent mehr als im Vorjahr, Vattenfall seit Jahresbeginn rund zwei Drittel mehr geladenen Strom als im gesamten Vorjahr. Als Gründe nennen die Betreiber hohe Spritpreise und mehr E-Auto-Neuzulassungen. Freie Ladepunkte bleiben laut BDEW dennoch die Regel: 2025 waren im Schnitt nur zwölf Prozent gleichzeitig belegt.

Ladesäulen-Auslastung steigt – freie Plätze meist trotzdem

Symbolbild: KI-generiert

Wer öffentlich lädt, teilt sich die Säule mit mehr Fahrern als früher. Das melden mehrere große Betreiber in einer dpa-Bilanz, die AUTOHAUS am 29. September veröffentlichte; auch Golem berichtet darüber. Vorab: Es sind Betreiberangaben, keine unabhängig geprüften Zahlen.

Was die Betreiber melden

EWE nennt eine konkrete Vergleichszahl: Die Ladepunkte seien im Schnitt 30 Prozent stärker ausgelastet als im Vorjahr. Vattenfall gibt an, seit Jahresbeginn rund zwei Drittel mehr Strom geladen zu haben als im gesamten Vorjahr. Aral meldet steigende Auslastung an den Schnellladesäulen, Eon eine „zunehmende Nutzung“. EnBW, nach Ladepunkten der größte Betreiber, nennt keine Zahlen: Die Auslastung sei insgesamt gering, entwickle sich aber „generell sehr gut“.

Sprit und Neuzulassungen als Treiber

Die Betreiber nennen zwei Gründe: hohe Kraftstoffpreise und mehr E-Autos. Beide Entwicklungen sind belegt. Laut ADAC kostete Super E10 am 22. September im Bundesschnitt 2,267 Euro je Liter, Diesel 2,428 Euro; der ADAC spricht von Allzeit-Höchstständen. Das Kraftfahrt-Bundesamt zählte im August 68.930 neue reine Elektroautos (electrive): 32,4 Prozent aller Neuzulassungen und 75,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Welcher Effekt überwiegt, lässt sich aus den Betreiberangaben nicht ablesen.

Freie Ladepunkte bleiben der Normalfall

Laut BDEW-E-Mobilitätsmonitor waren 2025 im Schnitt zwölf Prozent der öffentlichen Ladepunkte gleichzeitig belegt. Der Verband folgert, dass der Ausbau dem Hochlauf der E-Autos weiter deutlich voraus ist. Ein Jahresschnitt sagt allerdings nichts über Spitzenzeiten: Zu Ferienbeginn oder an stark befahrenen Autobahnstandorten kann es enger werden. Das ist unsere Einordnung, Zahlen dazu nannten die Betreiber nicht. Beim Lesen der Meldungen hilft außerdem: Eine Ladesäule kann mehrere Ladepunkte haben, an einem Punkt lädt immer nur ein Fahrzeug.

Was das für Fahrer bedeutet

Das Laden zu Hause bleibt der Normalfall: Nach Schätzung von auto motor und sport finden vier von fünf Ladevorgängen privat oder halb-privat statt. Wer eine Wallbox plant, findet die Grundlagen in unserem Wallbox-Ratgeber. Warum die Wallbox bei der E-Auto-Förderung leer ausgeht, steht in diesem Ratgeber.

Im öffentlichen Netz fällt Betreibern bei geringer Auslastung die Refinanzierung schwer; das Magazin hält mittelfristig Preisanpassungen für möglich – eine Einschätzung, keine Ankündigung. Außerdem sinkt ab Oktober die Energiesteuer auf Sprit bis Ende Dezember um 14 Cent. Ob das den Zulauf an den Ladesäulen bremst, ist offen.

Quelle & Einordnung: Anlass dieser Meldung: Golem Auto. Text, Bewertung und Bild sind unsere eigene, unabhängige Einordnung – wir geben keine fremden Inhalte im Wortlaut wieder.
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