🚗 E-Auto-News

836 Ladepunkte: Lkw-Schnellladenetz an Autobahnen startet

Kurz gesagt: An 124 unbewirtschafteten Autobahn-Rastanlagen startet die standortgenaue Planung für 836 neue Ladepunkte für Elektro-Lkw, darunter 447 Megawatt-Charging-Stationen (MCS). Fünf Bieterkonsortien wurden bereits im Sommer mit dem Bau und Betrieb beauftragt, der Bund fördert das Gesamtprojekt mit rund einer Milliarde Euro. Langfristig sollen bundesweit rund 350 Standorte mit etwa 4.200 Ladepunkten entstehen.

836 Ladepunkte: Lkw-Schnellladenetz an Autobahnen startet

Symbolbild: KI-generiert

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur für schwere Elektro-Lkw geht in Deutschland in die entscheidende Phase: An 124 unbewirtschafteten Rastanlagen entlang der Autobahnen hat die standortspezifische Planung für insgesamt 836 neue Ladepunkte begonnen. Das teilte die Autobahn GmbH des Bundes mit, nachdem Bundesverkehrsminister Steffen Bilger den Umsetzungsstart auf der Nutzfahrzeugmesse IAA Transportation in Hannover verkündet hatte.

Von den 836 Ladepunkten entfallen 447 auf das sogenannte Megawatt Charging System (MCS) - einen neuen Standard, der Lkw-Batterien in wenigen Minuten mit Megawatt-Leistung füllen soll, ähnlich der Pause an einer klassischen Diesel-Tankstelle. Ergänzt wird das Netz um 232 CCS-Ladepunkte mit 100 Kilowatt und 157 CCS-Ladepunkte mit 400 Kilowatt Leistung, gedacht vor allem für längere Ruhezeiten der Fahrer.

Den Zuschlag für Bau und Betrieb hatten bereits im Sommer fünf Bieterkonsortien erhalten, die jeweils rund 25 der 124 Standorte übernehmen: Eliso Voltix Truck Charging, Autostrom.plus, Electric Mobility Infrastructure Deutschland (gemeinsam mit Engie Vianeo), die Bietergemeinschaft STRA-loaded sowie ein Konsortium aus E.ON Drive und mblty. Erste Standorte sollen laut den beteiligten Betreibern ab 2027 ans Netz gehen, ein flächendeckender Betrieb ist bis etwa 2030 vorgesehen.

Die 124 Rastanlagen sind erst der Anfang: Der Bund plant ein bundesweites "Deutschlandnetz" für Lkw mit rund 350 Standorten und insgesamt etwa 4.200 Ladepunkten - davon rund 1.800 im MCS-Standard und 2.400 mit CCS-Technik. Für das Gesamtprojekt stellt der Bund rund eine Milliarde Euro bereit. In einem zweiten Vergabeschritt sollen künftig auch bewirtschaftete Rastanlagen mit Raststätten und Tankstellen mit Schnellladern ausgestattet werden.

Für die Logistikbranche ist das Netz eine Voraussetzung dafür, dass sich Elektro-Lkw auf der Langstrecke überhaupt rechnen: Ohne verlässliche Lademöglichkeiten entlang der Autobahn bleiben schwere Batterie-Lkw bislang meist auf regionale Einsätze mit Depotladung beschränkt. Bis die ersten Ladesäulen der aktuellen Ausbaustufe tatsächlich Strom liefern, dürfte laut den beteiligten Betreibern noch mindestens ein Jahr vergehen.

Quelle: Golem.de, ergänzt um Angaben von electrive.net und Verkehrsrundschau.

Quelle & Einordnung: Anlass dieser Meldung: Golem Auto. Text, Bewertung und Bild sind unsere eigene, unabhängige Einordnung – wir geben keine fremden Inhalte im Wortlaut wieder.
Passend dazu aus unseren Tests
🤖 Transparenz: Recherche und Text dieser Meldung entstehen mit KI-Werkzeugen. Themenauswahl, Einordnung und Veröffentlichung verantwortet die Redaktion – verantwortlich im Sinne des § 18 Abs. 2 MStV ist Jörg Schock.

SmartHome Kompass bei Google folgen · alle Nachrichten

← Alle E-Auto-News