Tesla Cybercab startet in Austin – 35 % günstiger als Model Y
Kurz gesagt: Seit dem 4. September 2026 können in Austin öffentlich Fahrten mit dem lenkradlosen Tesla Cybercab gebucht werden. Eine Fahrt kostet rund 7,77 statt 12,10 Dollar im Model Y – etwa 35 % weniger. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA prüft parallel, ob Tesla zurecht auf klassische Bedienelemente verzichtet.
Symbolbild: KI-generiert
Tesla hat in Austin, Texas, den nächsten Schritt seiner Robotaxi-Strategie vollzogen: Nach einer privaten Vorführung am 3. September 2026 können seit dem Folgetag auch normale Kundinnen und Kunden über die Robotaxi-App Fahrten im Cybercab buchen – jenem zweisitzigen Fahrzeug ganz ohne Lenkrad, Pedale oder Außenspiegel, das ausschließlich per Full Self Driving fährt. Ein Sicherheitsfahrer sitzt nicht mehr am Steuer, weil es schlicht keines gibt.
Der auffälligste Unterschied zum bisherigen Robotaxi-Betrieb mit umgebauten Model Y ist der Preis: Für dieselbe Strecke berechnet Tesla im Cybercab rund 7,77 US-Dollar statt 12,10 Dollar im Model Y – ein Abschlag von etwa 35 Prozent gegenüber der bisherigen Preisformel von 3 Dollar Grundgebühr plus 1,40 Dollar pro Meile. Wie sich das genaue, angekündigt dynamische Preismodell mit steigender Nachfrage künftig entwickelt, hat Tesla noch nicht im Detail offengelegt.
Verfügbar sind die Cybercabs zunächst nur in einem eingegrenzten Bereich innerhalb des rund 264 Quadratmeilen großen Robotaxi-Geofences von Austin, während Model-Y-Fahrten die gesamte Zone abdecken. Laut Registrierungsdaten sind derzeit 45 Cybercabs Teil einer texanischen Tesla-Flotte von etwa 420 autonomen Fahrzeugen – zum Vergleich: Konkurrent Waymo kommt in Texas auf 988 Fahrzeuge, allesamt mit klassischen Bedienelementen und damit ohne die regulatorischen Sonderfragen, die sich beim Cybercab stellen.
Genau dort setzt auch die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA an: Sie hat eine Untersuchung eröffnet, die klären soll, wie Tesla bestimmte Bundessicherheitsstandards für nicht anwendbar erklärt hat – ein Fahrzeug ganz ohne Lenkrad, Bremse, Gaspedal und Spiegel ist in den bisherigen Regularien schlicht nicht vorgesehen. Für deutsche Beobachter ist das ein Vorgeschmack darauf, wie eng technische Innovation und Zulassungsrecht bei fahrerlosen Autos zusammenhängen – hierzulande wäre ein serienmäßiges Fahrzeug ohne jede manuelle Rückfallebene nach aktueller EU-Regulierung ebenfalls nicht zulassungsfähig.
Quelle: Not a Tesla App, ergänzt um Angaben von AutoGuide.
- Wallbox 2026: 11 kW, Förderung und Laden mit eigenem Solarstrom (kostet nichts)
- Continental AllSeasonContact 2 am Model Y: 3 % Reichweite weg (aus der Praxis)
- E3/DC edsn: die bidirektionale Wallbox, die das E-Auto zum Hausspeicher macht (vor dem Kauf)
- Alle unsere Tests zu E-Mobilität und Wallboxen (Übersicht)