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PV-Überschuss-Laden Rechner: Wann lohnt sich Solarstrom statt Netz?

Anlagengröße, Grundlast und Jahreszeit eingeben – sofort sehen Sie, wie viel PV-Überschuss mittags zum Laden bleibt, wie lang Ihr Ladefenster ist und was Sie pro Jahr gegenüber Netzstrom sparen.

Ihre Anlage und Ihr Verbraucher

Ladeleistung des Verbrauchers
Jahreszeit
PV-Ertrag pro Tag
Überschuss-Ladefenster
Kostenlos geladen/Tag
Ersparnis pro Jahr

Wählen Sie Anlage und Jahreszeit, um Ihr Überschusspotenzial zu schätzen.

Vereinfachte Schätzung auf Basis typischer Richtwerte für Deutschland – tatsächliche Werte hängen von Ausrichtung, Wetter und Lastprofil ab.

Wie viel Solarstrom pro Jahreszeit?

Richtwerte für eine typische, gut ausgerichtete Anlage in Deutschland – Tageserträge schwanken je nach Wetter und Standort deutlich (Stand: Juni 2026).

JahreszeitSpez. TagesertragTypisches LadefensterEignung fürs Überschussladen
☀️ Sommer (Mai–Aug)ca. 5,0 kWh/kWp/Tagca. 5 StundenSehr gut – große Ladevorgänge gut planbar
🍂 Übergang (Frühjahr/Herbst)ca. 2,8 kWh/kWp/Tagca. 3 StundenGut – an sonnigen Tagen lohnt es sich klar
❄️ Winter (Nov–Feb)ca. 1,2 kWh/kWp/Tagca. 1–1,5 StundenEingeschränkt – nur an klaren Tagen sinnvoll

☀️ Mehr aus Ihrem Solarstrom holen

Je mehr Sie selbst verbrauchen, desto stärker rechnet sich Ihre Anlage – denn die Einspeisevergütung ist heute deutlich niedriger als der Netzstrompreis. Eine Wallbox mit PV-Überschuss-Funktion oder ein Speicher heben das Sparpotenzial weiter an.

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Was ist Überschussladen – und warum lohnt es sich?

Beim PV-Überschussladen nutzen Sie genau den Solarstrom zum Laden, der gerade nicht im Haushalt gebraucht und sonst ins Netz eingespeist würde. Der Grund, warum sich das lohnt, ist simpel: Für jede eingespeiste Kilowattstunde gibt es heute nur noch eine vergleichsweise magere Vergütung, während Sie für Netzstrom rund 35 Cent zahlen. Verschieben Sie einen Ladevorgang in die sonnigen Mittagsstunden, sparen Sie also die Differenz zwischen Netzpreis und entgangener Einspeisevergütung – im Rechner als „PV-Opportunitätskosten“ hinterlegt.

Die Mittagsstunden sind das Herzstück: Eine Anlage erreicht zur Mittagszeit grob 70 Prozent ihrer kWp-Spitzenleistung. Davon geht zunächst die Hausgrundlast ab – Kühlschrank, Router, Standby-Verbraucher liegen oft bei 300 bis 500 Watt. Was darüber hinaus übrig bleibt, ist der Überschuss, der zum Laden zur Verfügung steht. Reicht er nicht für die volle Ladeleistung Ihrer Wallbox, lädt ein guter Regler entsprechend langsamer, statt Strom aus dem Netz zuzukaufen.

Damit das technisch funktioniert, braucht es eine Wallbox mit PV-Überschuss-Funktion oder einen Energiemanager. Dieser misst am Zähler, wie viel Strom gerade ins Netz fließen würde, und regelt die Ladeleistung dynamisch nach. Ohne diese Steuerung lädt das Fahrzeug stets mit voller Leistung – und holt sich die Differenz unbemerkt aus dem teuren Netz. Ein E-Auto-PV-Ersparnis-Rechner hilft Ihnen, das Sparpotenzial über das ganze Jahr einzuschätzen.

Klar benennen muss man die Grenzen im Winter: Zwischen November und Februar erzeugt eine Anlage oft nur ein Viertel ihres Sommerertrags, und das nutzbare Überschussfenster schrumpft auf rund eine Stunde um die Mittagszeit. Planbare große Ladevorgänge sind dann selten vollständig solar zu decken – kleinere Verbraucher oder ein Balkonkraftwerk liefern aber auch in der dunklen Jahreszeit an klaren Tagen einen Beitrag. Wie sich Ihr Strompreis insgesamt zusammensetzt, zeigt unser Stromkosten-Rechner.

Häufige Fragen zum PV-Überschussladen

Wie viel Solarstrom bleibt mittags zum Laden übrig?

Eine PV-Anlage erreicht mittags grob 70 % ihrer kWp-Leistung. Davon geht die Hausgrundlast (oft 300–500 Watt) ab. Bei einer 10-kWp-Anlage bleiben so an einem guten Sommertag meist 5–6 kW Überschuss – genug für eine ein- oder zweiphasige Wallbox. Der Rechner oben schätzt das live anhand Ihrer Werte.

Lohnt sich Überschussladen auch im Winter?

Eingeschränkt. Im Winter erzeugt eine Anlage in Deutschland nur etwa 1–1,5 kWh pro kWp und Tag, das Überschussfenster schrumpft auf rund eine Stunde um die Mittagszeit. Für planbare große Ladevorgänge ist der Winter selten ausreichend, kleinere Verbraucher lassen sich an sonnigen Tagen aber weiterhin solar speisen.

Welche Ladeleistung brauche ich fürs PV-Überschussladen?

Für reines Überschussladen ist eine einphasige Wallbox mit 3,7 kW oft ideal, weil schon kleinere Überschüsse genutzt werden können. Zweiphasig (7,4 kW) oder dreiphasig (11 kW) lädt schneller, benötigt aber entsprechend mehr Überschuss, der bei kleineren Anlagen nur an starken Sonnentagen zusammenkommt.

Brauche ich eine spezielle Wallbox?

Für echtes Überschussladen ja: Die Wallbox oder ein Energiemanager muss den Einspeisestrom am Zähler messen und die Ladeleistung dynamisch nachregeln. Viele moderne Wallboxen bieten diese PV-Überschuss-Funktion, teils zusammen mit einem passenden Energiemanagement-System. Ohne diese Steuerung laden Sie immer mit voller Leistung – auch aus dem Netz.