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Kann eine Drohne ohne Fernsteuerung wirklich filmen? Laut den vorliegenden Tests ja, mit klaren Grenzen: Die HOVERAir X1 PROMAX wiegt 193 Gramm, filmt in 8K und folgt dir im Follow-Modus mit bis zu 42 km/h. Dafür ist die Flugzeit mit 16 Minuten kurz, und der Preis ist hoch. WinFuture betitelt seinen Test entsprechend mit „zum hohen Preis“. Dieser Datencheck ordnet beides ein. Wir besitzen das Gerät nicht und haben es nicht selbst geflogen. Alle Angaben stammen von Herstellertexten, zwei veröffentlichten Tests und Preisseiten, die Quellen stehen am Ende.
Technische Daten im Überblick
| Video | 8K mit 30 fps, vertikales 4K für Social Media (Hersteller) |
| Blickfeld | 107° Weitwinkel (Hersteller) |
| Flugmodi | über zehn Freihand-Modi, darunter Hover, Follow, Zoom Out und Dolly Track |
| Motivverfolgung | bis 42 km/h (Hersteller, von WinFuture genannt) |
| Stabilisierung | 2-Achsen-Gimbal, elektronische Bildstabilisierung, Horizontausgleich |
| Sensorik | ToF- und visuelle Sensoren nach hinten, automatisches Bremsen bis 3 m/s (Hersteller) |
| Flugzeit | 16 Minuten pro Akku (Hersteller, von WinFuture und T3 genannt) |
| Gewicht | 193 g (WinFuture), 192,5 g inklusive Akku (Händlerangabe) |
| Speicher | 64 GB intern, SD-Karten bis 1 TB |
| Lieferumfang des Sets | Drohne, Ladehub, Extra-Akkus (laut Händlertitel) |
| Preis | 639 € bei comspot (Stand 26.10.2026), UVP laut Coolblue 759 € |
Warum eine Drohne ohne Fernsteuerung?
Das Problem kennt jeder, der es einmal versucht hat: Wer sich beim Sport mit einer normalen Drohne filmen will, fliegt entweder selbst oder fährt selbst, beides gleichzeitig geht schlecht. Die X1 PROMAX umgeht das mit Automatik. Du wählst einen Modus, die Drohne startet von der Hand, folgt dir oder umkreist dich und landet wieder in der Hand. WinFuture zählt zehn solcher Modi, der Hersteller spricht von über zehn. Die Einrichtung dauert laut WinFuture beim ersten Mal etwas länger. Danach lassen sich die Videoeinstellungen auf alle Flugmodi übertragen.
Zur Sicherheit hat die Drohne Sensoren nach hinten und Sensoren an der Unterseite für die Handlandung. Das Gehäuse ist als geschlossener Käfig gebaut, die Propeller liegen also geschützt. WinFuture berichtet, die Drohne sei trotz mehrerer Stürze unbeschädigt geblieben. T3 hingegen bemängelt, die leichte Bauweise wirke weniger robust.
Flugzeit: der wunde Punkt
16 Minuten pro Akku nennt der Hersteller, und WinFuture schreibt, der Akku halte in der Praxis, was er verspricht. Das hängt allerdings von den Umgebungsbedingungen ab. T3 stellt die Zahl gegen die DJI Flip mit nach T3-Angabe 31 Minuten und führt die kurze Flugzeit als Schwäche auf. Für einen Ausflug heißt das: Du brauchst Zusatzakkus. Das Set, das wir hier betrachten, enthält Extra-Akkus und einen Ladehub. Laut WinFuture lädt das Combo-Bundle bis zu drei Akkus gleichzeitig, das Ladegerät liefert 65 Watt. Welche genaue Akkuzahl in diesem Händlerset liegt, steht im Händlertitel nicht, bitte beim Händler prüfen.
Was die Tests sagen
WinFuture lobt die kompakte Bauform, das einfache Aufklappen und regelmäßige Firmware-Updates, mindestens einmal im Monat. Als Schwächen nennt der Test den hohen Preis, die Einrichtungszeit und die Notwendigkeit von Zusatzakkus und SD-Karte, weil der interne Speicher auf Reisen schnell an Grenzen stößt. T3 testete die Drohne beim Radfahren und schreibt, sie habe den Fahrer nicht aus den Augen verloren. Die Schwächen aus T3-Sicht: die vergleichsweise kurze Flugzeit und die leichte Bauweise. Eine Bewertung der Bildqualität im Detail liefern die uns vorliegenden Auszüge nicht, wir bewerten sie deshalb nicht.
Gut zu wissen: Die Zahlen zu 8K und 42 km/h stammen vom Hersteller. Wie zuverlässig das Tracking bei dichtem Wald oder schnellem Richtungswechsel arbeitet, ist aus den vorliegenden Quellen nicht belegt.
Preis: 639 Euro im Set
Unser Preis-Wächter prüfte das Set am 26. Oktober 2026 bei comspot und fand 639 Euro. Coolblue führt die Drohne laut Suchergebnis mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 759 Euro und einem Angebotspreis von 614 Euro, der Preis kann sich dort jederzeit ändern. WinFuture nannte für die Grundversion 759 Euro bei Amazon und für ein Bundle mit zweitem Akku und Tasche 1.017 Euro. Gegenüber der Preisempfehlung von 759 Euro sind 639 Euro rund 120 Euro weniger (Rechnung vom 26.10.2026). Das Set enthält aber mehr als die Grundversion, deshalb ist der Vergleich nur grob. Vergleichen Sie am Kauftag beide Wege: den Händler mit Affiliate-Link und das günstigste Angebot im Preisvergleich.
Vor dem ersten Flug
Kameradrohnen unterliegen in Deutschland Regeln, auch wenn sie leicht sind. Informieren Sie sich vor dem ersten Flug beim Luftfahrt-Bundesamt über Registrierung, Betreiber-ID und Versicherungspflicht. Wir geben hier bewusst keine Rechtsberatung, die Regeln können sich ändern.
Für wen sich die X1 PROMAX NICHT lohnt
Wer Aufnahmen mit exakt geplanten Kamerafahrten braucht, ist mit einer klassischen Drohne samt Fernsteuerung besser bedient, hier bestimmt der Modus den Flug. Wer lange Flüge am Stück will, etwa für Landschaftsaufnahmen, kommt mit 16 Minuten pro Akku schnell an die Grenze und zahlt für Zusatzakkus extra. Wer ein knappes Budget hat, sollte bedenken, dass WinFuture den Preis als größten Kritikpunkt nennt. Und wer bei Wind und Regen filmen will, sollte vor dem Kauf die Herstellerangaben zur Windfestigkeit prüfen, denn eine leichte Drohne mit 193 Gramm ist dort naturgemäß empfindlicher. Zu Wind und Wetter liegen uns keine belegten Werte vor.
Für wen lohnt sich die X1 PROMAX?
Unsere Einschätzung auf Datenlage: Für Sportler, Wanderer und Urlauber, die sich ohne Drohnenkenntnisse filmen wollen, ist die X1 PROMAX nach Herstellerdaten und den beiden Tests ein schlüssiges Konzept. Zugreifen sollte nur, wer die kurze Flugzeit mit Zusatzakkus lösen will und den Preis akzeptiert. Das Urteil beruht auf Herstellerdaten und fremden Tests, nicht auf eigener Erfahrung mit dem Gerät. Eine Testnote vergeben wir deshalb nicht: Es gibt noch keine eigene Testnote. Eine kürzere Fassung finden Sie in unserem Deal-Kurzcheck.
Quellen
- WinFuture: HoverAir X1 ProMax: Kleine Kameradrohne zum hohen Preis im Test (abgerufen 26.10.2026)
- T3: HoverAir X1 PROMAX review (abgerufen 26.10.2026, nur Suchauszug)
- Coolblue: HOVERAir X1 PROMAX, Produktseite (UVP-Angabe laut Suchergebnis)
- Hersteller- und Händlerbeschreibung des Sets bei comspot (Preis-Wächter, 26.10.2026)
Häufige Fragen
Wie lange fliegt die HOVERAir X1 PROMAX?
Der Hersteller nennt 16 Minuten pro Akku. WinFuture bestätigt, dass der Akku in der Praxis hält, was er verspricht. T3 führt die Flugzeit als Schwäche gegenüber der DJI Flip an.
Wie schwer ist die HOVERAir X1 PROMAX?
193 Gramm im Auslieferungszustand laut WinFuture, 192,5 Gramm inklusive Akku laut Händlerangabe.
Braucht man eine Fernsteuerung?
Nein. Die Drohne wird über Flugmodi gesteuert, etwa Follow, Hover oder Dolly Track. Eine klassische Fernsteuerung ist nicht vorgesehen.
Was kostet das Set?
Unser Preis-Wächter zeigte am 26.10.2026 639 € bei comspot. Die Preisempfehlung der Drohne liegt laut Coolblue bei 759 €.
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