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Löst die zweite Linse das Zoom-Problem? Zum Teil. Das Tele-Objektiv liefert laut Hersteller dreifach optischen Zoom, erst darüber rechnet die Kamera digital bis auf achtfach hoch. Fachmedien bewerten die Bildqualität in der Testübersicht auf testit.de sehr gut. CNET weist aber darauf hin, dass der echte Zoom bei 3× endet.
Die S350 in einer Grafik
Infografik zum Teilen, Quellenangaben unten in der Grafik.
Technische Daten im Überblick
| Linsen | Dual-Kamera: 4K-UHD-Weitwinkel und 2K-Tele (Hersteller) |
| Zoom | 3× optisch, bis zu 8× hybrid (Hersteller) |
| Bewegung | 360° Schwenken und Neigen, bis zu 4 voreingestellte Positionen |
| Nachtsicht | Blende f/1.6, 8 Infrarot-LEDs, Gesichter laut Hersteller bis etwa 10 m erkennbar; Bild nur in Schwarzweiß (Tests) |
| KI | Zielverfolgung, Menschenerkennung, Patrouille durch Sicherheitszonen, Privatsphäre-Modus; laut Tests lokal und ohne Abo |
| Speicher | microSD (bis 128 GB laut Hersteller), erweiterbar über HomeBase 3 |
| Funk | Dualband-WLAN (Wi-Fi 6, 2,4 und 5 GHz), WPA3 |
| Strom | Netzteil per USB-C, kein Akku (Tests) |
| Smart Home | Amazon Alexa und Google Assistant; kein HomeKit |
| Preis | 129,99 € je Kamera (Hersteller); 2er-Set 189,95 € bei tink (Stand 23.10.2026) |
Zwei Linsen statt Digitalzoom: Was das bringt
Bei einer klassischen Innenkamera mit einer Linse bedeutet Zoom: Ein Ausschnitt wird vergrößert, die Auflösung sinkt. Die S350 gibt dem Zoom ein eigenes Objektiv. Die Weitwinkel-Linse zeigt den Raum in 4K, die Tele-Linse greift mit 2K ein Detail heraus. Bis zum Faktor 3 ist das echtes optisches Heranholen, darüber hinaus wird digital vergrößert. Der Hersteller wirbt mit 8×, nennt aber selbst die Bezeichnung „Hybridzoom“.
Für die Praxis heißt das: Ein Gesicht auf der anderen Raumseite oder ein Paketaufkleber auf dem Flurboden lassen sich eher erkennen als mit reinem Digitalzoom. Wie viel besser, hängt vom Licht ab, und eigene Vergleichsaufnahmen haben wir nicht. Die Tests, die testit.de auflistet, bewerten Tag- und Nachtbild dennoch gut: chip.de gibt die Bestnote für beide, test.de vergibt für die Videoqualität eine 1,2.
KI, Speicher und Datenschutz: Laufen die Daten in die Cloud?
Die Menschenerkennung und die Verfolgung laufen laut den ausgewerteten Tests lokal und ohne Abo. Gespeichert wird auf einer microSD-Karte in der Kamera; wer mehrere eufy-Geräte betreibt, kann stattdessen eine HomeBase 3 nutzen. Der Hersteller nennt bis zu 120 Stunden Aufnahme bei höchster Auflösung auf der Karte. Ob und welche Cloud-Optionen es ergänzend gibt, geben Herstellerseite und Testübersicht nicht her; eine Angabe zur Abo-Pflicht fehlt auf der Herstellerseite ausdrücklich. Die Aussage „ohne Abo“ stützt sich deshalb auf die Tests, nicht auf eine Herstellerzusage.
Der Privatsphäre-Modus erlaubt es laut Hersteller, die Kamera zu Hause abzuschalten. Grundsätzliches dazu, wie sich Überwachungskameras ohne Cloud-Zwang betreiben lassen, steht in unserem Ratgeber Überwachungskamera lokal ohne Cloud-Abo.
Was die Tests sagen
Die Testübersicht auf testit.de führt zur S350 mehrere Urteile: chip.de (10.09.2025) vergibt die Note 1,3 „sehr gut“, test.de (25.09.2025) eine 1,6 „gut“, connect.de (09.03.2026) eine 1,6 mit 444 von 500 Punkten. Als Pluspunkte nennt die Übersicht scharfe 4K-Bilder, lokale KI ohne Abo, microSD-Speicherung, 360°-Schwenk mit Personenverfolgung, Dualband-WLAN und eine schnelle Einrichtung.
Auf der Minusseite stehen in denselben Tests: Nachtsicht nur in Schwarzweiß und kein Scheinwerfer, reiner Netzbetrieb, ein als dumpf bewerteter Ton, teils träge Schwenksteuerung, eine mitunter unübersichtliche App, kein HomeKit und kein Ethernet-Anschluss (connect.de). Welcher Kritikpunkt in welchem Test genau auftaucht, schlüsselt die Übersicht nicht lückenlos auf. Auch Messbedingungen wie Raumhelligkeit oder Entfernung der Prüfobjekte nennt sie nicht, die Noten sind deshalb als Gesamteindruck zu lesen.
Preis: 189,95 Euro für zwei Kameras
Der Händler tink verlangt für das 2er-Set am 23.10.2026 laut unserem Preis-Wächter 189,95 Euro, versandkostenfrei. Im Lieferumfang liegen laut tink je Kamera ein USB-Kabel, ein Netzteil, eine Wandhalterung, eine Aufkleber-Schablone und Schrauben. tink nennt als Streichpreis 259,98 Euro. Das entspricht exakt zwei Einzelkameras zum Herstellerpreis von 129,99 Euro; die Ersparnis von 70,03 Euro bezieht sich also auf die Listenpreise des Herstellers.
Die Preisliste auf testit.de nannte am selben Tag Einzelkameras ab 84,99 Euro (ebay.de) und 89,99 Euro (coolblue.de). Zwei Stück dort kämen auf rund 170 bis 180 Euro und damit in die Nähe des Set-Preises. Rechnen Sie am Kauftag beide Wege nach, Händlerpreise schwanken täglich. Aktuelle Angebote sehen Sie in der Deals-Übersicht; ein Kamerasystem für draußen ordnet unser Deal-Check zum eufyCam S4 ein.
Für wen sich die S350 NICHT lohnt
Wer Bilder in Farbe auch bei Nacht will, sollte eine Kamera mit Scheinwerfer oder Farb-Nachtsicht wählen, denn die S350 zeigt nachts nur Schwarzweiß. Wer die Kamera ohne Steckdose aufstellen will, ist falsch: Es gibt keinen Akku. Nutzer von Apple HomeKit bleiben außen vor. Wer nur einen festen Blick auf eine Tür braucht, kommt mit einer günstigeren Kamera ohne Schwenkmotor aus. Und wer sein Netz ausschließlich per Kabel betreibt, findet keinen Ethernet-Anschluss.
Für wen lohnt sich die S350?
Unsere Einschätzung auf Datenlage: Die S350 ist interessant für Haushalte, die einen oder zwei Räume überwachen und dabei Details lesen wollen, ohne ein Abo abzuschließen. Die Testlage ist breit und durchweg gut, die Schwächen sind überschaubar: Schwarzweiß-Nacht, Netzkabel, teils zähe App. Das 2er-Set ist rechnerisch ordentlich, aber nicht zwingend die günstigste Variante, wenn Einzelkameras anderswo knapp unter 90 Euro liegen. Eine eigene Testnote vergeben wir nicht, weil wir das Gerät nicht selbst geprüft haben.
Quellen
- Anker/eufy: Produktseite eufy Innenkamera S350 (abgerufen 23.10.2026)
- testit.de: Scharfe 4K-Innenkamera, Testübersicht zur eufy Indoor Cam S350 (abgerufen 23.10.2026)
- tink.de: eufy Indoor Cam S350, 2er-Set (abgerufen 23.10.2026)
Häufige Fragen
Braucht die eufy Indoor Cam S350 ein Abo?
Nein. Laut der Testübersicht auf testit.de läuft die KI-Erkennung lokal ohne Abo, gespeichert wird auf microSD (laut Hersteller bis 128 GB) oder über eine HomeBase 3.
Läuft die eufy Indoor Cam S350 mit Akku?
Nein. Die Kamera hängt per USB-C am Netzteil, einen Akku hat sie laut den ausgewerteten Tests nicht. Im 2er-Set liegen zwei Netzteile und zwei USB-Kabel bei.
Ist der 8-fach-Zoom der S350 echt?
Nur zum Teil. Der Hersteller nennt 3× optisch und bis zu 8× hybrid, also mit digitalem Anteil. CNET bemängelt laut testit.de, dass der echte Zoom nur 3-fach ist.
Funktioniert die eufy Indoor Cam S350 mit Apple HomeKit?
Nein. Der Hersteller nennt Amazon Alexa und Google Assistant, HomeKit und Google Home sind nicht aufgeführt.
Was kostet die eufy Indoor Cam S350?
Der Hersteller nennt 129,99 € je Kamera. Das 2er-Set kostet bei tink laut unserem Preis-Wächter am 23.10.2026 189,95 €. Die testit.de-Preisliste führte am selben Tag Einzelkameras ab 84,99 €.
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