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Das Problem: Der Alarm bleibt im falschen Raum

Ein Rauchmelder warnt dort, wo er hängt. Brennt es im Abstellraum oder im Keller, schlägt das Gerät im Keller an. Zwischen Brandort und Schlafzimmer liegen in vielen Häusern geschlossene Türen und eine Treppe. Unser Ratgeber zur Warnlücke beschreibt, dass jede geschlossene Tür den Rauch dämpft und ebenso den Ton des Melders. Wer im Schlaf nichts hört, hat zwar einen funktionierenden Melder, aber keine Warnung.

Die Lösung ist bekannt: Funkmelder lösen gemeinsam aus. Meldet das Gerät im Keller Rauch, schlagen auch die Geräte im Flur und im Schlafzimmer an. Die Frage lautet deshalb nicht, ob Vernetzung sinnvoll sein kann, sondern was sie kostet und welchen Preis sie an anderer Stelle hat. Der CC-80 ist dafür ein gutes Beispiel, denn er ist günstig und hat klare Grenzen.

Wen das betrifft, und wen nicht

Zuerst die Entwarnung: In einer kompakten Wohnung mit offenem Grundriss, in der Sie Akkus und Geräte im Wohnbereich laden, ist die Lücke klein. Unser Ratgeber hält das Nachrüsten dort für hinausgeworfenes Geld, wenn die Hörprobe gut ausfällt. Betroffen sind eher Häuser mit Keller, Garage oder Hauswirtschaftsraum, in denen etwas Elektrisches läuft oder lädt, und Schlafräume, die mehrere Türen vom Brandort entfernt liegen.

Ob Sie selbst betroffen sind, zeigt ein Test, der nichts kostet: Eine Person löst den Melder im entferntesten Raum aus, die andere liegt bei geschlossener Tür im Schlafzimmer. Hören Sie dort wenig oder nichts, ist die Frage nach Vernetzung beantwortet. Welche Räume Sie ausstatten müssen, ist je nach Bundesland unterschiedlich. Die Pflicht ist ohnehin das Minimum, die Warnlücke liegt oft außerhalb davon.

Die Lösung in drei Stufen

Stufe 1 kostet nichts. Machen Sie die Hörprobe. Lesen Sie bei den vorhandenen Meldern das Herstellungsdatum ab und prüfen Sie in der Anleitung, ob sie sich bereits per Funk vernetzen lassen. Als weitere kostenlose Schritte nennt der Ratgeber, Akkus nicht im Rettungsweg und nicht unbeaufsichtigt über Nacht zu laden.

Stufe 2 kostet wenig. Ist nichts vernetzbar, rüsten Sie gezielt nach: ein Funkmelder dort, wo es anfangen könnte, ein weiterer im Schlafbereich. Zwei CC-80 kosten bei Pollin laut unserer Preisprüfung 34 Euro, ohne Versand (eigene Rechnung, Stand 04.10.2026). Das ist die günstige Variante. Wer lieber Geräte ohne jährlichen Batteriewechsel will, findet in unserer Kaufberatung zu Festbatterie, Wechselbatterie und Vernetzung die Alternativen.

Stufe 3 ist das Produkt. Der Cordes CC-80 ist ein Funkmelder mit Streulicht-Sensor und integriertem Hitzemelder. Er beantwortet das Vernetzungsproblem mit einem niedrigen Preis. Die folgenden Abschnitte zeigen, was das Datenblatt hergibt.

Der CC-80 in einer Grafik

CORDES CC-80 FUNKRAUCHMELDER Deal-Check · Stand 4. Oktober 2026 85 dB(A) Alarmton in 3 m Abstand bis 30 Melder vernetzbar (Händlerangabe) ≤ 20 m Funkentfernung im Freifeld, 433 MHz ca. 1 Jahr Batterielaufzeit, 2 × AA Alkaline +5 bis +40 °C Einsatztemperatur laut Datenblatt keine Angabe Q-Label (nicht gefunden) Preis bei Pollin (eigene Preisprüfung, 04.10.2026) 17 € · Geizhals.de ab 16,98 € plus Versand · Händler nennt 39,99 € als Streichpreis Quellen: Cordes-Datenblatt, Pollin, voelkner, Geizhals · Grafik: SmartHome Kompass, Oktober 2026

Infografik zum Teilen, Quellenangaben unten in der Grafik.

Technische Daten im Überblick

SensorStreulicht (optisch), dazu integrierter Hitzemelder
Alarmton85 dB(A) in 3 m
Stromversorgung2 × 1,5 V AA-Alkaline, im Lieferumfang
Batterielebensdauerca. 1 Jahr laut Hersteller, bis zu 1 bis 2 Jahre laut Fremdtest von 2015
Funk433 MHz, Funkentfernung bis 20 m (Freifeld), vernetzbar
Vernetzungbis zu 30 Melder laut Händlerangabe (voelkner) und Fremdtest
Stummschaltungja, 10 Minuten laut Fremdtest von 2015
Betriebsanzeigerote LED blinkt alle 40 Sekunden
Einsatztemperatur+5 bis +40 °C
Maße / GewichtØ 10,8 × 3,4 cm / 120 g, weiß
Prüfungsstandards laut DatenblattCE, R&TTE-Funkprüfung, EN 14604
EAN4260030920433
Preis17 € bei Pollin (Stand 04.10.2026), Geizhals.de ab 16,98 € plus Versand

Funk und Vernetzung: So weit trägt das Signal

Der CC-80 funkt auf 433 MHz. Das Datenblatt nennt eine Funkentfernung von höchstens 20 Metern, der Händler ELV präzisiert, dass dies im Freifeld gilt. Im Haus wird die Strecke kürzer, weil Wände und Decken das Signal dämpfen. Wie stark, nennt keine unserer Quellen. Unser Warnlücken-Ratgeber weist darauf hin, dass sich die Funkreichweite über mehrere Etagen nur vor Ort ausprobieren lässt. Planen Sie deshalb mit einem Probeaufbau, bevor Sie fest montieren.

Bis zu 30 Melder sollen sich verknüpfen lassen. Diese Zahl nennen der Händler voelkner und der Fremdtest von rauchmelderpflicht.net, das Datenblatt selbst sagt nur „Vernetzungsmöglichkeit: Ja“. Beim Koppeln müssen Sie laut diesem Test den 85-dB(A)-Alarm ertragen. Rechnen Sie also mit einem lauten Moment. Ob sich der CC-80 mit Meldern anderer Hersteller koppeln lässt, haben wir nicht gefunden. Planen Sie mit CC-80 untereinander.

Eine App bietet Cordes für den CC-80 nach unseren Recherchen nicht. Der Anbieter everHome bewirbt eine Einbindung über seine CloudBox 4.0, ein Gateway mit WLAN- oder Netzwerkanschluss. Das haben wir nicht geprüft, und die Box ist ein separates Gerät. Nach unseren Quellen schickt der CC-80 ohne sie keine Nachricht aufs Handy.

Batterie: Der eigentliche Preis

Der CC-80 läuft mit zwei AA-Zellen, die im Lieferumfang liegen. Der Hersteller nennt eine Laufzeit von etwa einem Jahr. Der Fremdtest von 2015 schreibt von bis zu ein bis zwei Jahren. Wir halten die Herstellerangabe für die sicherere Planungsgröße. Bei fünf Meldern sind das zehn Zellen im Jahr, das ist unsere Rechnung aus der Herstellerangabe.

Unsere Kaufberatung nennt als häufigste Ursache für einen ausgefallenen Melder eine leere oder entnommene Batterie. Bei Geräten mit Wechselbatterie hängt die Sicherheit damit an einem Kalendertermin. Wer das nicht zuverlässig pflegt, ist mit einem Melder mit fest verbauter Batterie besser bedient. Der CC-80 spart beim Kaufpreis, was er beim Wartungsaufwand schuldig bleibt.

Prüfzeichen: Was wir gefunden haben, und was nicht

Das Cordes-Datenblatt nennt als Prüfungsstandards CE, R&TTE-Funkprüfung und EN 14604. Pollin und ELV führen für den CC-80 ebenfalls EN 14604 auf. Eine Q-Label-Angabe haben wir weder im Datenblatt noch bei Pollin oder ELV gefunden. Ebenso wenig fanden wir eine VdS-Angabe. Das heißt nicht, dass das Gerät kein Q-Label hat. Es heißt, dass wir es nicht belegen können, und wir behaupten weder das eine noch das andere. Unser Ratgeber empfiehlt, auf das Q-Kennzeichen oder die Konformität mit EN 14604 zu achten. Letzteres nennt der Hersteller, Ersteres müssten Sie vor dem Kauf beim Händler erfragen, wenn es Ihnen wichtig ist.

Was ein Fremdtest sagt, und was offen bleibt

Das Portal rauchmelderpflicht.net hat den CC-80 im November 2015 getestet und damals mit 86 von 100 Punkten und dem Urteil „Kauftipp“ bewertet. Der Preis lag laut Test bei etwa 35 Euro. Gelobt wird die Testtaste: Sie misst 3,5 Zentimeter und lässt sich laut Test auch an der Decke mit einem Besenstiel erreichen. Die LED sei eher schwach und störe dadurch kaum, sie blinkt alle 40 Sekunden. Als Eigenheit nennt der Test den lauten Alarm beim Programmieren.

Offen bleibt die Frage nach der Schlafzimmertauglichkeit. Das Datenblatt führt „Schlafzimmertauglich“ als Merkmal auf. Der Fremdtest schreibt, das Modell habe diese Funktion nicht. Was der Hersteller darunter versteht, erklärt das Datenblatt nicht. Wir können den Widerspruch nicht auflösen und folgen der Herstellerangabe. Der Test ist elf Jahre alt, ob Cordes das Gerät seither verändert hat, wissen wir nicht. Auf Geizhals.de bewerten Nutzer den CC-80 mit 4,1 von 5 Sternen bei 14 Bewertungen (Stand 04.10.2026). Das ist ein Hinweis, kein Beleg.

Preis: 17 Euro und was dazukommt

Unsere Preisprüfung hat den CC-80 am 4. Oktober 2026 bei Pollin Electronic für 17 Euro erfasst. Geizhals.de führt am selben Tag das günstigste Angebot bei voelkner ab 16,98 Euro, mit 5,95 Euro Versand. Pollin nennt 39,99 Euro als Streichpreis. Eine Ersparnis rechnen wir daraus nicht aus, weil wir den früheren Preis nicht belegen können. Es gibt Pakete zu mehreren Stück, deren Preis pro Gerät wir nicht verglichen haben.

Rechnen Sie Versand und Batterienachschub ein. Die zwei mitgelieferten AA-Zellen reichen laut Hersteller etwa ein Jahr. Vergleichen Sie am Kauftag beide Wege: den Händler mit Affiliate-Link und das günstigste Angebot im Preisvergleich.

Für wen sich der CC-80 NICHT lohnt

Wer ein Q-Label oder eine Langzeitbatterie will, sollte zu einem Melder mit fest verbauter Batterie greifen, denn beim CC-80 haben wir weder das eine noch das andere belegt gefunden. Wer in einer Mietwohnung wohnt, klärt vorher mit dem Vermieter, ob eigene Melder oder eine Funkvernetzung erwünscht sind, denn Einbau und Wartung sind je nach Bundesland und Vertrag unterschiedlich geregelt. Wer Rauchmelder in sein Smart Home einbinden und Nachrichten aufs Handy bekommen will, findet beim CC-80 keine App. Wer in einer unbeheizten Garage, auf einem kalten Dachboden oder in einer staubigen Werkstatt installieren will, ist hier falsch: Das Datenblatt nennt einen Einsatzbereich ab +5 °C, und unser Ratgeber empfiehlt für staubige Räume einen Hitzemelder. Und wer schon vernetzte Melder anderer Hersteller hängen hat, findet keine Angabe, dass sich der CC-80 dazukoppeln lässt.

Für wen lohnt sich der CC-80?

Unsere Einschätzung auf Datenlage: Für ein Haus, in dem die Hörprobe schlecht ausfällt, ist der CC-80 ein günstiger Einstieg in die Funkvernetzung. Zwei Geräte für 34 Euro können die Lücke zwischen Keller und Schlafzimmer verkleinern, wenn Sie den jährlichen Batteriewechsel fest einplanen. Ein Melder kann früher warnen, er verhindert keinen Brand und ersetzt weder die Hörprobe noch den Funktionstest. Offene Punkte bleiben: die fehlende Q-Label-Angabe, der alte Fremdtest und die unklare Funkreichweite im Haus. Das Urteil beruht auf Herstellerdaten, Händlerangaben und fremden Tests, nicht auf eigener Erfahrung mit dem Gerät. Eine Testnote vergeben wir deshalb nicht: Es gibt noch keine eigene Testnote.

Quellen

Häufige Fragen

Wie lange halten die Batterien des Cordes CC-80?

Der Hersteller nennt ca. 1 Jahr (2 AA-Alkaline-Batterien, im Lieferumfang). Ein Fremdtest von 2015 nennt bis zu 1 bis 2 Jahre.

Wie viele Melder lassen sich per Funk vernetzen?

Bis zu 30 Melder laut Händlerangabe und Fremdtest. Das Datenblatt nennt 433 MHz Funkfrequenz und eine Funkentfernung bis 20 m, im Freifeld.

Hat der Cordes CC-80 ein Q-Label?

Wir haben keine Q-Label-Angabe gefunden. Das Datenblatt nennt als Prüfungsstandards CE, R&TTE-Funkprüfung und EN 14604.

Gibt es eine App für den Cordes CC-80?

Wir haben keine eigene Cordes-App gefunden. Der Anbieter everHome bewirbt eine Einbindung über seine CloudBox 4.0, die wir nicht geprüft haben.

Was kostet der Cordes CC-80?

Bei Pollin zeigte unsere Preisprüfung am 04.10.2026 17 €. Geizhals.de nennt am selben Tag ab 16,98 € plus Versand.

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