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Der X40 Ultra war 2024 Dreames Antwort auf die Frage, wie viel Selbstständigkeit eine Basisstation liefern kann: Mopps mit 70 °C heißem Wasser waschen, Staub in die Station absaugen, Wischpad an der Möbelkante ausfahren. Zwei Jahre später bin ich mit dem Gerät immer noch zufrieden – bis auf zwei Stellen, die jeder X40-Besitzer kennt: die Türschwelle, vor der er umdreht (offiziell schafft er 2,2 cm), und die tiefe Ecke hinter dem Stuhlbein, in die auch der 4-cm-MopExtend-Auszug nicht ganz hineinreicht. Der X60 Pro Ultra Complete ist die erste Generation, die beide Punkte mechanisch statt algorithmisch löst. Die Frage ist nur: Ist Ihnen das 1.299 bis 1.499 € wert?
Die Datenlage: Alt gegen Neu
| X40 Ultra Complete (2024) | X60 Pro Ultra Complete (2026) | |
|---|---|---|
| Saugkraft (Herstellerangabe) | 12.000 Pa | 42.000 Pa (Vormax) |
| Ecken-Reichweite | MopExtend ca. 4 cm, Seitenbürste ausfahrbar | Seitenbürste bis 12 cm, Wischarm bis 18 cm (Dual UltraExtend + RoboSwing) |
| Schwellen/Klettern | ca. 2,2 cm | 5,2 cm einzeln / 10 cm Doppelstufe (ProLeap) |
| Bauhöhe | klassischer LiDAR-Turm | 89 mm bei versenktem VersaLift-LiDAR |
| Hinderniserkennung | Dual-Laser + AI + RGB-Kamera + LED | AI OmniSight 3.0, >320 Objekttypen, 0,1 s Reaktion |
| Moppwäsche | 70 °C heißes Wasser | bis 100 °C + automatische Reinigungsmittel-Dosierung |
| Mopp-Anhebung | 10,5 mm (auf Teppich) | abnehmbar/anhebbar, Erkennung per KI |
| Akku | 6.400 mAh | 5.000 mAh |
| Zukunftsoption | – | Treppensteiger-Modul Cyber X angekündigt (nur X60-Serie) |
| Preis (Stand unserer Checks) | abverkauft/Restposten im Handel | UVP 1.499 € · Bestpreis 1.299 € (Coolblue) |
| Unsere Einordnung | bewährter 2024er-Allrounder | Launch-Check auf Datenbasis – Praxistest folgt |
Quellen: Dreame-Herstellerangaben und Händler-Datenblätter zum X40 Ultra (u. a. Otto, Fachhandel: 12.000 Pa, MopExtend, 22 mm Schwelle, 70-°C-Wäsche, 6.400 mAh), unser X60-Launch-Check (home&smart, inside-digital, Vacuum Wars). Pa-Werte sind Laborangaben.
Was ist wirklich neu?
Erstens das Klettern: 2,2 cm gegen 10 cm ist kein Generationssprung, sondern ein Kategoriewechsel. Der X40 kapituliert vor der klassischen Altbau-Türschwelle; der X60 stemmt sich mit zwei einziehbaren ProLeap-Beinen sogar über Doppelstufen – der unabhängige Test des US-Schwestermodells bei Vacuum Wars bestätigte die Kletter-Versprechen und maß bei der Einzelschwelle sogar 51 mm.
Zweitens die Arme: Der MopExtend-Auszug des X40 (ca. 4 cm) war 2024 ein echtes Argument – der X60 vervielfacht das Konzept auf 12 cm Bürsten- und 18 cm Wischarm-Auszug samt RoboSwing-Schwenk in Innenecken. Für verwinkelte Grundrisse mit vielen Möbelbeinen ist das der spürbarste Fortschritt im Putzergebnis.
Drittens Hygiene und Hitze: Die Station wäscht die Mopps jetzt mit bis zu 100 statt 70 °C und dosiert Reinigungsmittel automatisch. Zusammen mit der nominell 3,5-fachen Saugkraft und der DuoBrush 2.0 gegen Haarwicklung zielt das klar auf Tierhaushalte.
Was bleibt gleich – und wo der Alte sogar vorn liegt
Das Grundkonzept ist identisch: Komplett-Station mit Absaugung in den Beutel, heiße Moppwäsche, Trocknung, App-Steuerung mit Raumkarten. Wer den X40 wegen seiner Selbstständigkeit gekauft hat, bekommt beim X60 dieselbe Philosophie in verfeinert – keine neue Welt. Zwei Punkte gehen sogar an den Alten: Der X40 hat den größeren Akku (6.400 gegen 5.000 mAh), und beim US-Schwestermodell des X60 kritisierte Vacuum Wars die unterdurchschnittliche Fläche pro Akkuladung sowie den kleinen internen Staubbehälter. Für große Wohnflächen am Stück gleicht die Station das über Nachladen aus – es kostet aber Zeit. Und: Matter-Support ist beim X60 bislang nur per Update angekündigt.
Für wen lohnt sich der Wechsel? Drei ehrliche Antworten
✅ Upgrade lohnt sich: die Schwellen- und Winkel-Wohnung
Hohe Türschwellen, abgesenkte Wohnbereiche, verwinkelte Grundrisse mit vielen Stuhlbeinen – dazu vielleicht Tiere mit langen Haaren: Genau dieses Profil bedient der X60 mit ProLeap, den ausfahrbaren Armen und der 100-°C-Wäsche. Hier löst er Probleme, die der X40 konstruktionsbedingt nie lösen wird, und rechtfertigt seinen Flaggschiff-Preis.
❌ Upgrade lohnt sich nicht: der zufriedene Neubau-Haushalt
Schwellenloser Grundriss, klare Flächen, X40 erst 2024/2025 gekauft: Behalten. Sein MopExtend erreicht Standard-Ecken bereits ordentlich, die Station nimmt Ihnen dieselbe Arbeit ab, und die nominelle Saugkraft-Differenz macht auf Hartboden im Alltag keinen sichtbaren Unterschied. Die 1.300+ € sind hier Liebhaberei, kein Bedarf.
🤔 Vielleicht: der Mehr-Etagen-Planer
Sie wohnen mehrstöckig und tragen den Roboter heute die Treppe hoch? Dann ist der X60 eine Wette auf die Zukunft: Das angekündigte Treppensteiger-Modul Cyber X (UVP 1.199 €) arbeitet ausschließlich mit der X60-Serie zusammen und soll Stufen bis 30 cm bewältigen. Ob sich diese Gesamt-Investition lohnt, hängt am Preis beider Komponenten – warten Sie unseren Praxistest und die ersten Cyber-X-Erfahrungen ab, bevor Sie den X40 hergeben.
Was tun mit dem X40 Ultra?
Der X40 Ultra Complete ist im Handel zunehmend Restposten – als eingeführtes Komplett-System mit Station bleibt er auf dem Gebrauchtmarkt aber gefragt, und Dreame listet Verschleißteile weiterhin im Zubehörshop. Wer wechselt, sollte den Alten mit Station, Beuteln und Restzubehör als Paket anbieten. Auch bei uns steht übrigens gerade ein X40 Ultra Complete aus dem Testbestand zum Verkauf – ein Blick auf die Testgeräte-Seite lohnt sich.
Mein Fazit
Der X60 Pro Ultra Complete ist der konsequenteste Versuch, die letzten mechanischen Schwächen der Geräteklasse zu beseitigen – das habe ich schon im Launch-Check so eingeordnet, und für Schwellen-Wohnungen gilt es besonders. Aber ein X40 Ultra ist 2026 kein Auslaufmodell im Kopf, sondern nur im Katalog: Wer seine zwei Grenzen nicht täglich spürt, putzt mit ihm weiter auf hohem Niveau und überspringt diese Generation entspannt.
Upgrade-Entscheidung gefallen?
Flaggschiff-Preise fallen erfahrungsgemäß in den ersten Monaten nach Launch am schnellsten.
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Lohnt sich das Upgrade vom X40 Ultra zum X60 Pro Ultra Complete?
Ja bei hohen Schwellen, verwinkelten Grundrissen und Tierhaaren – ProLeap-Klettersystem (bis 10 cm) und die ausfahrbaren Arme (12/18 cm) lösen echte X40-Grenzen. Nein bei schwellenlosem Grundriss und jungem X40: Dessen Kernausstattung bleibt konkurrenzfähig.
Wie hoch klettert der X40 Ultra, wie hoch der X60?
Der X40 Ultra überwindet laut Datenblatt rund 2,2 cm. Der X60 schafft mit ProLeap Einzelstufen bis 5,2 cm und Doppelstufen bis 10 cm – mit dem angekündigten Cyber-X-Modul künftig sogar Treppen bis 30 cm Stufenhöhe.
Ist der X60 in allen Punkten besser als der X40?
Nein. Der X40 hat den größeren Akku (6.400 gegen 5.000 mAh), und beim US-Schwestermodell des X60 kritisierte Vacuum Wars die Flächenleistung pro Ladung und den kleinen Staubbehälter. Matter-Support ist beim X60 zudem erst angekündigt.